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Musik Michael Jackson empört sich über Eminems neuestes Video

13.10.2004 ·  Der Skandalrapper liebt es zu schockieren. Mit seinem neuesten Videoclip, in dem er sich als Michael Jackson verkleidet und mit Kindern spielt, dürfte Eminem den Bogen allerdings überspannt haben.

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Skandalrapper Eminem hat es wieder mal geschafft zu provozieren: In seinem neuesten Musikvideo treibt er so boshafte Scherze mit Michael Jackson, daß der „King of Pop“ zur Gegenwehr ansetzt. Er sei schockiert über die Parodie, sagte der 46jährige Sänger am Dienstag im Radiosender „The Beat“. Es sei eine Sache, jemanden zu veralbern, aber es sei etwas völlig anderes, jemanden „zu erniedrigen“. Laut Jacksons Sprecherin Raymone Bein will der Popstar versuchen, die Fernsehstationen von der Ausstrahlung des Clips „Just Lose It“ abzubringen. Zur Zeit habe Jackson nicht vor, gerichtlich gegen Eminem vorzugehen.

In dem Video tritt Eminem selbst als Michael Jackson verkleidet auf. In Anspielung auf dessen gegenwärtiges Verfahren wegen Kindesmißbrauchs singt er: „Komm her, mein Kind, auf meinen Schoß...“ Er macht sich lustig über Jacksons zahlreiche Schönheitsoperationen sowie über einen Zwischenfall Anfang der 90er Jahre, als Jacksons Haare während der Aufnahmen zu einem Werbespot Feuer fingen: In dem Clip rennt der als Jackson verkleidete Rapper mit brennender Perücke auf die Toilette, um das Feuer zu löschen - dabei fällt seine Nase ab. Das Video endet mit einem völlig fertigen „King of Pop“, wie er mit rauchenden Haaren und ohne Nase auf einem Bett sitzt, während hinter ihm Kinder auf der Matratze hüpfen. Laut Jacksons Sprecherin hat sich bisher nur der Fernsehkanal „Black Entertainment Television“ bereit erklärt, den Clip nicht mehr zu zeigen.

Jackson war im vergangenen November festgenommen worden, weil er sich zwischen Februar und März 2003 an einem damals zwölfjährigen Jungen vergangen haben soll. In der zehn Punkte umfassenden Anklage werden ihm Kindesmißbrauch in vier Fällen sowie Verschwörung zur Kindesentführung vorgeworfen. Er plädiert auf nicht schuldig. Der Prozeß soll Ende Januar beginnen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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