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MS Deutschland : Streit um Traumschiff geht in nächste Runde

Andreas Jungblut, früher Kapitän der „Deutschland“. Bild: dpa

Andreas Jungblut, ehemaliger Kapitän der „Deutschland“, will zurück auf die Brücke des „Traumschiffs“. Die gütliche Einigung mit dem Eigner scheiterte jedoch vor Gericht.

          Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Lübeck zwischen dem früheren Kapitän der MS „Deutschland“, Andreas Jungblut, und der Reederei Deilmann hat kein Ergebnis gebracht. Damit geht der juristische Streit weiter. Jungblut hatte 27 Jahre lang für die in Neustadt in Holstein sitzende Reederei gearbeitet, davon 13 Jahre lang als Kapitän der „Deutschland“, bevor er im Oktober fristlos entlassen worden war.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Zuvor hatte Jungblut seinen Arbeitgeber immer wieder scharf kritisiert. Dabei ging es vor allem um die Pläne der Reederei, die im ZDF als „Traumschiff“ bekanntgewordene „Deutschland“ künftig unter der Flagge Maltas fahren zu lassen.

          Während der Olympischen Spiele in London wendete sich der Kapitän sogar an Bundespräsident Joachim Gauck. Die „Deutschland“ lag damals als Hotelschiff für deutsche Sportler und Gäste in Londoner Hafen. Jungblut sagte nach dem Gerichtstermin in Lübeck, er wolle wieder auf die Brücke der „Deutschland“ zurück.

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