10.07.2012 · Der grüne Fürst Albert II. und der grüne Ministerpräsident Kretschmann verstehen sich – beide wollen aus ihren Untertanen gute Umweltschützer und aus ihren Territorien grüne Musterländle machen.
Von Rüdiger Soldt, StuttgartRichtlinien für Lesermeinungen
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Manche Menschen neigen zum Wirklichkeitsverlust, und mit Sicherheit sind es die meisten Grünen. Die solare Warmwasserbereitung mag gelingen, wenn man über die Dachfläche eines Schlosses verfügt, und Elektroautos sind Statusbesitz für eine Schicki-Micki-Gesellschaft, deren Mitglieder sie zum Vorzeigen auf Gartenparties benötigen, weil ihren Porsche oder Ferrari schon jeder gesehen hat. Gerade die Fahrzeugbauer in Baden-Württemberg sind in der Lage, Gefährte zu bauen, die mit einem Tank voller Diesel mühelos, bequem und wohltemperiert 800 km zurücklegen können. Elektroautos schaffen vielleicht 100 km, wenn die Akkus neu sind und niemand das Aufladen vergessen hat. Eine Klimaanlage haben sie nicht, und eine Heizung auch nicht, es sei denn, ihre Besitzer hätten gemogelt und ideologisch unkorrekt eine Standheizung mit Benzintank einbauen lassen. Es ist mir unbegreiflich, warum Medien wie die FAZ die ganze grüne Welt der Lügen und des Selbstbetrugs nicht schon vor Jahren zerlegt haben.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.07.2012 15:51 UhrWas für Schlossherren und Schicki-Micki?
Herr Ermecke, Sie meinen wirklich , Warmwasserbereitung wäre etwas
typisch Schicki-Micki-mässiges für Schlossherren oder?
Nur mal so unter uns. Rund 3/4tel der weltweiten thermischen
Solarenergie ist in China installiert... China... Meinen Sie, dass die
Chinesen das auch zum "Vorzeigen auf Gartenparties" machen...?
[Quelle: Renewable Status Report]
Stichwort Elektroauto - selbstverständlich haben diese eine
Klimaanlage (Mercedes, Nissan, Mitsubishi etc.)...
Ich weiss, jeder Energiekonsum der nicht auf Atom oder Fossil basiert
ist Ihnen suspekt (aus welchem Grund auch immer), aber ich kann Ihnen
nur raten: Informieren, informieren, informieren.
Fossile sind endlich. Uran ist endlich und Atomkraft nicht beherrschbar.
Was bleibt sind Regenerative. Und es ist doch schön zu sehen, dass
Monaco das schon verstanden hat...
Herr Ermecke
Das kann ich ihnen schon erklären weil der investigative Journalismus durch den ideologieorientierten Journalismus abgelöst wurde. Niemand in den Medien macht sich noch die Mühe den Dingen auf den Grund zu gehen und wertneutral zu berichten. Es dominiert der bezahlte, tendenzielle Beitrag von der eigenen politischen couleur engefärbt, der eher einem Ziel folgt Leser zu beeinflussen, anstelle sie zu informieren.
Das Grün der Spieltische harmoniert sicher sehr gut mit dem Spieltrieb der Grünen
Die Ursprünge liegen z.T. in der Piraterie, beider eigentlich, der Wegnahme von Geld dritter und die Verteilung an seinesgleichen. Heute bedient man sich anderer Mittel, oder genauer der Mittel anderer die man vorher vereinnahmt hat mit dem Unterschied das es heute nicht Piraterie heißt sondern Steuergesetzgebung
Na, ob der Fürst Albert II. diese Anregung des Herrn Ministerpräsidenten aufgreifen wird?
Man darf sich vielleicht schon darauf freuen, daß das Formel-1-Rennen in Monaco demnächst auch mit Elektroantrieb stattfinden wird. Gut, da wird man sich auf einen etwas geänderten Ablauf des Rennens einrichten müssen: Mehr als 100 km/h Spitzengeschwindigkeit werden nicht möglich sein, es sei denn, daß man die damit mögliche Reichweite der Boliden auf drastisch unter 100 km verringert. Ach ja, und wenn man an der Gesamtdistanz eines Rennens festhalten will, dann wird es sich über mehrere Tage erstrecken müssen, weil man ja die Ladezeit der Akkus von rd. 8 h einkalkulieren muß. So ist das eben, wenn man wollen mit können verwechselt, es ist eben rührend. Ob die Herrschaften schon mal etwas davon gehört haben, daß man Entwicklungen am besten den Märkte überlässt. Die Zeiten in denen die gekrönten und ungekrönten Häupter als für ihre Untertanen entscheiden und regeln konnte sollten vielleicht, oder doch wenigstens in Europa Vergangenheit sein.
..scheinen das Schicksal diverser Prinzessinen westlich der bundesrepublikanischen Grenze zu sein. Glücklich sah sie ja schon nicht aus an Ihrer Hochzeit.