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Monaco Schon zwei Kinder, aber keine fürstlichen Nachkommen

 ·  Fürst Albert II. von Monaco hat eingestanden, neben einem Sohn auch noch eine uneheliche Tochter zu haben. Auch dieses Kind entsprang einer kurzen Liaison - mit einer verheirateten Urlauberin im Fürstentum.

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Die monegassischen Spatzen pfiffen es seit geraumer Zeit von den Dächern: Ihr Fürst, der begehrte Junggeselle Albert, ist nicht nur der Vater des kleinen Alexandre aus einer Liaison mit der früheren togolesischen Stewardess Nicole Coste. Der 48jährige hat auch eine bereits 14jährige amerikanische Tochter.

Nach langem Hin und Her macht der Fürst des reichen „Felsens“ an der Côte d'Azur jetzt endgültig reinen Tisch - er erkennt offiziell die Vaterschaft an. Die junge Amerikanerin Jazmin Grace darf später sogar in seinem fürstlichen Ministaat leben, sofern sie dies will. Erfüllt das den Wunschtraum einer als „reif, sympathisch und intelligent“ beschriebenen Kalifornierin, die schon von Paparazzi verfolgt wird?

Mediterrane Gelassenheit

Seine Monegassen stürzt der gebildete Sportler und moderne Fürst damit in Wechselbäder. Als sich Albert ihnen am vergangenen Sonntag auf der Tribüne des Formel-1-Rennens in Monte Carlo erstmals offen mit der südafrikanischen Schwimmerin Charlene Wittstock zeigte und die 28jährige Blonde danach auch zum Ball mitnahm, wucherten in Monaco die Gerüchte um eine bevorstehende Verlobung. Nach dem Trauerjahr um den im April 2005 gestorbenen Vater Rainier wünschen sich die Untertanen eine Fürstin für den Bruder von Caroline und Stéphanie. Albert will offenbar mit dieser „Neuigkeit“ um seine 14jährige Tochter den Weg ebnen für eine Zukunft mit aufgeräumter Vergangenheit.

Manche Monegassen nahmen die Nachricht des Tages mit mediterraner Gelassenheit auf. „Er könnte einen ganzen Bus (voller Kinder) haben, das wäre mir egal“, sagt der Bar-Gänger Claude zu dem Artikel in der „Nice-Matin“ über das heikle Sujet. Und die Rentnerin Ginette sieht so einfach „das Bild eines verantwortungsbewußten Mannes“ bestätigt. Dennoch: „Es gibt keine weiteren heimlichen Kinder“, zitieren die Autoren Léna Lutaud und Thiébault Dromard in ihrem gerade erschienenen Buch „Dessous de la presse people“ (Hintergründe der People-Presse) einen engen Vertrauten des Fürsten.

Albert will heiraten

Das Privatleben des jugendlichen Endvierzigers ist schon lange Spitzenthema in den Medien und für seine monegassischen Untertanen. Stets betonte Albert: Sehr wohl wolle er noch heiraten und eine Familie gründen. Das Junggesellendasein habe ihm halt lange gut gefallen. Daß er Frauen nicht möge, wie früher manchmal gemunkelt wurde, kann schon lange niemand mehr behaupten. Die private Vergangenheit von Albert II. lenke von dem „neuen Auftrieb“ ab, den der als unbürokratisch und engagiert geltende Albert seinem Fürstentum auch international gebe, meint sein Anwalt und Freund Thierry Lacoste: „Unglücklicherweise nimmt das alles viel Platz in der Presse ein.“

Mit dem bemerkenswerten Elan, den er bereits als Kronprinz an den Tag gelegt hatte, macht der Leiter der milliardenschweren „Monaco AG“ auch als Fürst der Grimaldi-Dynastie weiter. War Albert einst bei fünf Winterspielen im monegassischen Bob-Team mit dabei (wobei es zu einer Medaille indessen nie reichte), so verbrachte er das jüngste Osterfest auf einem Hundeschlitten am Nordpol: Er wollte damit an die Spitzbergen-Expedition seines Ururgroßvaters Albert I. vor genau einem Jahrhundert erinnern sich für die dort vom Klimawandel massiv bedrohte Umwelt einsetzen.

Wann kehrt der Glanz ins Fürstentum zurück?

Alberts Energie gilt vor allem dem positiven Bild des „Luxusliners Monaco“ und der Zukunft. Einst ziemlich verschrien als Hafen für Geldschieber und für Steuerflüchtlinge, soll Monaco, daran arbeitet der Fürst, Investoren auf Spitzenfeldern wie Biotechnologie, Umwelt oder Medizin anziehen.

Etliche Monegassen interessiert aber doch auch, wie es privat mit dem Fürsten und der Schwimmerin weitergeht. Seit langem wünschen sie sich eine Fürstin, die sie an die bei einem Autounfall ums Leben gekommene Gattin Gracia Patricia (Grace Kelly) von Rainier III. erinnern könnte. Geschäfte und Image sind gut und schön. Wann jedoch kehrt fürstlich-weiblicher Glanz in den Palast auf dem Felsen zurück?

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP, AFP
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