25.03.2005 · Die Nachrichten aus der monegassischen Herzklinik von Monaco werden immer bersorgniserregender. Fürst Rainier III. ringt offenbar mit dem Tod. Aus Paris wurde ein Spezialist angefordert.
Für Fürst Rainier III. von Monaco gibt es offenbar nur noch wenig Hoffnung. Der Gesundheitszustand des 81 Jahren alten Monarchen sei „sehr beunruhigend“, teilte das Fürstenhaus am Freitag in einer offiziellen Erklärung mit. Die Herz-, Lungen- und Nierenfunktionen seien gestört. Rainier war vor drei Tagen ins Herz-Lungen-Zentrum des Fürstentums eingeliefert worden und wird seither künstlich beatmet. Er hatte nach der zunächst erfolgreichen Behandlung einer Lungenentzündung einen Rückfall erlitten.
„Der Gesundheitszustand seiner allerdurchlauchtigsten Hoheit Fürst Rainier III. bleibt beunruhigend“, heißt es in der Erklärung des Fürstenhauses weiter. „Angesichts des Ernstes der Lage wurde Professor Jean-Charles Piette, der leitende Oberarzt des Pariser Krankenhauses La Pitié Salpetrière um sein Urteil gebeten.“ Auch in einer Mitteilung der behandelnden Ärzte werden die Überlebenschancen des Fürsten sehr zurückhaltend bewertet.
Kinder des Fürsten am Krankenbett
Rainiers drei Kinder Caroline, Albert und Stéphanie lösen sich seit Dienstag mit Besuchen an seinem Krankenbett in der Herz-Lungen-Klinik ab. Rainier hat seit Jahren eine angeschlagene Gesundheit. Er übertrug daher einen Großteil seiner Aufgaben nach und nach seinem Thronfolger, dem 47 Jahre alten Prinz Albert. Rainier war früher ein starker Raucher. 1994 hatte er sich einer doppelten Bypass-Operation unterzogen. 1999 mußten die Ärzte eine Schlagader im Bauchraum erweitern, ein Jahr darauf wurde dem Fürsten ein Teil der Lunge entfernt. Rainier III. war am 7. März in die Klinik an der Formel-1-Strecke des Kleinstaates am Mittelmeer eingewiesen und Anfang der Woche auf die Intensivstation verlegt worden.
Als pessimistisches Zeichen für den Zustand des Fürsten wurde bin Monte Carlo schon in den vergangenen Tagen gewertet, daß der Erzbischof von Monaco, Bernard Barsi, und ein weiterer Priester den 81 Jahre alten Fürsten mehrfach am Krankenbett besucht haben.