17.02.2005 · Gut einen Tag nach seinem Schwächeanfall ist Michael Jackson überraschend aus der Klinik in Santa Maria entlassen worden. Der Prozeß wegen Kindesmißbrauchs soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden.
Gut einen Tag nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus ist der angeklagte US-Popstar Michael Jackson am Mittwochabend wieder entlassen worden.
Wegen der Dutzenden Journalisten und Kamerateams, die vor dem Marian Medical Center im kalifornischen Santa Maria auf Neuigkeiten warteten, habe Jackson die Klinik durch einen Hinterausgang verlassen. Ein Sprecher des Krankenhauses konnte zunächst nicht für Bestätigung erreicht werden. Zuvor hatten Ärzte der Klinik bei einer kurzen Pressekonferenz den Zustand des mit Grippe-Symptomen eingelieferten 46-Jährigen als stabil bezeichnet.
Flucht in schwarzem Sportgeländewagen
Medienberichten zufolge glich die Entlassung eher eine Flucht. Der Musiker habe überraschend in einem von zwei davonrasenden schwarzen Sportgeländewagen das Gelände der Klinik verlassen. „Michael Jackson wurde aus dem Marian Medical Center entlassen, um sich zu Hause weiter zu erholen“, erklärte seine Sprecherin Raymone Bain.
Kurz zuvor hatte die Sprecherin der Jackson-Familie, Angel Howansky, jedoch noch angedeutet, daß der Star voraussichtlich noch mehrere Tage im Krankenhaus bleiben müsse.
Akuter Schwächeanfall am Dienstag
Michael Jackson war am Dienstag wegen eines akuten Schwächeanfalles, ausgeslöst durch eine Grippe, in das Marian Mecial Center eingeliefert worden und mußte die Nacht im Krankenhaus verbringen. Der behandelnde Arzt Chuck Merrill sprach von einer „grippeähnlichen Erkrankung mit Erbrechen“.
Jackson hatte sich kurz vor einem Gerichtstermin am Dienstag an die Notaufnahme der kalifornischen Klinik gewandt. Nach Aussage seines Anwalts Thomas Mesereau ging es Jackson „sehr schlecht“. Der Musiker hätte während der Fahrt zum Gericht plötzlich über Unwohlsein geklagt. Er sei daraufhin sofort in die Klinik gebracht worden, hieß es.
Geschworenen-Auswahl verschoben
Meville verschob angesichts der Ereignisse die bereits laufende Auswahl der Geschworenen, an der Jackson hätte teilnehmen sollen. Der Prozeß soll laut richterlicher Anordnung nach Möglichkeit am 22. Februar fortgesetzt werden. Von 250 Kandidaten müssen für den vermutlich Monate andauernden Prozeß zwölf Geschworene und acht Ersatzkandidaten bestimmt werden.
In dem vor zwei Wochen begonnenen Verfahren ist Jackson angeklagt, zwischen Februar und März 2003 einen damals 13 Jahre alten und krebskranken Jungen sexuell mißbraucht zu haben. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Der Popstar streitet jedoch alle Anschuldigungen ab.