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Miss Germany „Das ist wie Talentsichtung“

05.02.2006 ·  Lange Frauen- statt X-Beine der Fußballer: Für den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts war die Wahl der neuen Miss Germany „wie eine Talentsichtung“. Das größte Talent bewies Isabelle Knispel aus Berlin. Die Schülerin ist nun offiziell ein Jahr lang Deutschlands schönste Frau.

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Isabelle Knispel ist die schönste Frau Deutschlands: Die 18 Jahre alte Berlinerin setzte sich am Samstag abend in Rust bei Freiburg bei der Wahl der Miss Germany 2006 gegen die Konkurrenz durch. „Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte die Schülerin nach der Wahl und strahlte überglücklich in die zahlreichen Kameras der Fotografen. Um den Titel bewarben sich insgesamt 22 junge langbeinige Schönheiten im Alter zwischen 16 und 23 Jahren.

Knispel hatte zuvor schon den Titel der Miss Berlin geholt. Die 1,72 Meter große Brünette sagte: „Ich habe nicht gedacht, daß ich gewinne.“ Sie sei die Sache mit Spaß angegangen. Bei ihren Auftritten sei sie sehr nervös gewesen, meinte die junge Frau mit den braunen Augen. Die Schule wolle sie auf jeden Fall beenden, auch wenn sie nun ein Jahr lang mit Krone und Schärpe unterwegs ist. In den kommenden Monaten stehen zahlreiche Auftritte in ganz Deutschland auf dem Programm.

Vogts achtet auf die Körpersprache

Der Weg ins Finale war lang. Die Teilnehmerinnen der Endrunde hatten sich zuvor bei insgesamt 286 Misswahlen gegen etwa 4000 andere junge Frauen durchgesetzt. Zuerst stellten sich die jungen Damen in den Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, dann im Abendkleid und zum Schluß im Badeanzug der Jury vor. Für den Schlußdurchgang qualifizierten sich elf Frauen.

Miss Germany: „Das ist wie Talentsichtung“

In der Prominenten-Jury war unter anderen der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts. Vogts achtete vor allem auf die Ausstrahlung und die Körpersprache. „Das ist wie Talentsichtung“, sagte der Trainer. Der Schönheitschirurg Werner Mang ging da schon wissenschaftlicher vor. „Ich sehe das nicht emotional“, betonte der Mediziner. Das Gesicht sei sekundär. Er achte beispielsweise auf den Augenabstand zur Nase. Schönheit lasse sich mathematisch definieren.

Bühnentauglichkeit: Gehen oder stampfen

Mit in der Jury waren auch Rudolf Schenker von der Rockgruppe „Scorpions“ und die ehemalige Deutsche Meisterin in der rhythmischen Sportgymnastik, Magdalena Brzeska. Brzeska sagte, sie habe sich auf den Gesichtsausdruck der jungen Frauen konzentriert. Die Schauspielerin und Komikerin Tanja Schumann achtete darauf, ob die Frauen über die Bühne „gehen oder stampfen.“

Unter den 22 jungen Damen gab es während des Wettbewerbs keine größeren Rivalitäten. Das habe sie überrascht, sagte Knispel, die später einmal Medienwissenschaften studieren will. Doch zuvor will sie ihr Abitur an einer deutsch-amerikanischen Schule machen. Die junge Frau tanzt leidenschaftlich gerne, besonders Salsa. Daneben interessiert sie sich für französische Literatur.

Für viele junge Frauen war der Miss-Titel schon der Start für eine Karriere: Zu den bekanntesten Siegerinnen früherer Miss-Wahlen gehören die Fernsehmoderatorin Petra Schürmann und Verona Pooth, geborene Feldbusch. Übrigens: Die erste Miss Germany wurde im Jahr 1927 in Berlin gewählt. Damals war der Boxer Max Schmeling mit in der Jury.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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