http://www.faz.net/-gum-8uy5o

Protest gegen Trump : Migranten in Amerika wollen streiken

  • Aktualisiert am

Donald Trump möchte Einwanderung in die Vereinigten Staaten minimieren. Aus Protest wollen Migranten in Amerika einen Tag lang nicht zur Arbeit gehen. Bild: AP

Unter dem Motto „Ein Tag ohne Einwanderer“ protestieren Migranten in Amerika gegen Donald Trump. Restaurants bleiben geschlossen, Klassenräume und Geschäfte leer.

          Ein Tag ohne Einwanderer: Unter diesem Motto wollen Ausländer in den Vereinigten Staaten am Donnerstag aus Protest gegen die Politik von Präsident Donald Trump streiken. Damit soll Trump gezeigt werden, welch große Rolle Einwanderer in der amerikanischen Gesellschaft spielen, wie aus Aufrufen in sozialen Netzwerken hervorgeht.

          Im Ausland geborene Menschen – sowohl mit als auch ohne gültige Papiere – sollen demnach landesweit weder zur Arbeit gehen noch einkaufen. Im Internet kursieren außerdem zahlreiche Flyer, die Immigranten auf der ganzen Welt dazu aufrufen, nicht in Restaurants essen zu gehen und die Schule für diesen Tag ausfallen zu lassen.

          Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Aktivisten, es sei unklar, wer die Kampagne ins Leben gerufen habe.

          Restaurants bleiben am Donnerstag geschlossen

          Der bekannte Küchenchef José Andrés kündigte für den Streik an, dass er alle seine Restaurants in der Umgebung von Washington am Donnerstag geschlossen lassen würde. Er ist gebürtiger Spanier und laut „New York Times“ schon in der Vergangenheit mit Donald Trump aneinandergeraten. Demnach hatte Andrés 2015 nach abfälligen Kommentaren Trumps gegenüber mexikanischen Einwanderern eine Vereinbarung mit Trump aufgekündigt. Ausgemacht war, dass Andrés ein Restaurant in einem neuen Hotel Trumps in der Nähe des Weißen Hauses eröffnen sollte. Seitdem befinden sie sich in einem Rechtsstreit.

          Viele weitere Restaurants bleiben laut Medienberichten geschlossen – aus Solidarität oder auch, weil sie stark von ihren ausländischen Mitarbeitern abhängen. In den sozialen Netzwerken werden Listen der teilnehmenden Restaurants geteilt.

          In einigen Schulen läuft der Streik anscheinend schon erfolgreich: Schüler verbreiteten via Twitter die Nachricht, dass ihre Klassenzimmer leer seien. In Amerika ist es sechs Stunden früher als bei uns, die Aktion läuft dort also gerade erst an.

          Die Proteste richten sich gegen Trumps Einwanderungspolitik. Er will unter anderem eine Mauer an der Grenze zum südlichen Nachbarland Mexiko bauen lassen und illegal eingereiste Migranten abschieben. Er hatte zudem ein Einreiseverbot gegen Flüchtlinge sowie Bürger sieben islamisch geprägter Länder verhängt, das allerdings vor Gericht ausgesetzt wurde.

          Kreativer Protest : Kulinarischer Protest gegen Trumps Einwanderungspolitik

          Weitere Themen

          Manafort bezahlte heimlich europäische Politiker Video-Seite öffnen

          Trumps Ex-Wahlkampfchef : Manafort bezahlte heimlich europäische Politiker

          Paul Manafort, der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump soll im Zuge seiner Lobbyarbeit für den früheren ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch auch europäische Ex-Politiker bezahlt haben. Wie aus einer neuen Anklageschrift des US-Sonderermittlers Robert Mueller hervorgeht, zahlte Paul Manafort einer Hapsburg Group genannten Gruppe heimlich mehr als zwei Millionen Euro.

          Topmeldungen

          Die rumänische Filmemacherin Adina Pintilie posiert mit ihrem Goldenen Bären

          Berlinale : Gefangen als Voyeur

          Der Goldene Bär für „Touch Me Not“ bei der Berlinale ist eine riesige Überraschung. In dem Film geht es um masturbierende Callboys, Transvestiten und Darkrooms. Der Ansatz ist beklemmend. Ein Kommentar.

          1:0 gegen HSV : Werder stürzt den Nordrivalen noch näher an den Abgrund

          Ein Notderby statt eines Nordderbys: In einem niveauarmen Spiel mit ständigen Störungen durch HSV-Anhänger gewinnt Werder Bremen dank eines späten Tors. Der Hamburger Weg führt immer weiter Richtung zweite Bundesliga. Bremen ist nun Vierzehnter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.