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Studierende statt Studenten? : Mehrheit lehnt geschlechtergerechte Sprache ab

  • Aktualisiert am

Ob geschlechterneutrale Klos oder geschlechterneutrale Sprache: Das Thema bleibt schwierig (Symbolfoto) Bild: Reuters

KollegInnen, Schüler*innen: Laut einer Umfrage findet geschlechtergerechte Sprache nur wenig Zuspruch unter den Deutschen. Auffällig sind dabei die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersklassen.

          Nur eine Minderheit der Erwachsenen in Deutschland spricht sich einer Umfrage zufolge für eine geschlechtergerechte Sprache aus. Nur wenige benutzen außerdem im eigenen Schriftverkehr bewusst geschlechtsneutrale Wörter wie etwa Studierende statt Studenten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

          Auf die Frage, wie sie zur Sprache etwa mit Binnen-I oder Sternchen (Beispiel: KollegInnen, Schüler*innen) stehen, gaben 42 Prozent eine ablehnende Antwort: 19 Prozent lehnen es „voll und ganz“ ab, 23 Prozent lehnen es „eher“ ab. 14 Prozent befürworten diese Art von Formulierung „voll und ganz“, 23 Prozent befürworten sie „eher“. Jede(r) fünfte Befragte (21 Prozent) machte keine genaue Angabe.

          Vor allem Befragte zwischen 35 und 44 Jahren sind dagegen

          Wohl kein Wunder bei diesem Thema: Voll befürwortend sind eher Frauen (15 Prozent) als Männer (12 Prozent). Bei den stark Ablehnenden („voll und ganz“) liegen Männer (23 Prozent) weit vor Frauen (14 Prozent).

          Unterschiede gibt es auch nach Altersklassen: So sind die Extremhaltungen am ehesten in den mittleren Altersklassen zu finden: besonders überzeugte Ablehnende gibt es in den Gruppen der Menschen zwischen 35 und 44 Jahren (21 Prozent) und zwischen 45 und 54 (20 Prozent). Bei den Menschen über 55 lehnen es 19 Prozent ab, bei den Jungen dagegen nur 12 Prozent (18 bis 24 Jahre) beziehungsweise 18 Prozent (25 bis 34 Jahre).

          Auf die Frage, ob sie im Schriftverkehr bewusst geschlechtsneutrale Wörter verwendeten, gab ein Drittel aller Befragten an (32 Prozent), dies „nie“ zu tun. „Selten“ sagten 37 Prozent, „häufig“ 14 Prozent. Lediglich fünf Prozent sagten, dies „immer“ zu tun. Der Rest machte keine Angabe.

          Quelle: dpa

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