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Malawi Madonna scheitert mit Adoptionsversuch

03.04.2009 ·  Beim zweiten Mal hat es nicht geklappt: Der Antrag von Popstar Madonna, ein weiteres Kind aus Malawi zu adoptieren, ist nach Angaben des Informationsministeriums vor Gericht mit dem Hinweis abgelehnt worden, dass Madonna alleinerziehende Mutter ist.

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Der Antrag von Popstar Madonna zur Adoption eines Mädchens in Malawi ist nach Angaben eines Richters abgelehnt worden. Nach Angaben des Informationsministeriums hat der Richter die Adoption mit Hinweis auf die Tatsache abgelehnt, dass sie alleinerziehende Mutter ist. Nelson Magombo, Leiter des Informationsministeriums, erklärte am Freitag: „Das Oberlandesgericht hat die Adoption aufgrund der vorliegenden Gesetzeslage abgelehnt. Sie besagt, dass ein Kind in elterliche Fürsorge gegeben werden muss - und elterliche Fürsorge bedeutet nun mal: Vater und Mutter.“ Da Madonna aber geschieden sei, erfülle sie die gesetzlichen Voraussetzungen nicht.

Als Begründung wurden darüber hinaus Bestimmungen zum Wohnsitz eines Antragsstellers angeführt. Potentielle Eltern müssen vor der Adoption eines Kindes 18 bis 24 Monate in dem afrikanischen Land leben. Ein Anwalt, der bei der Gerichtsentscheidung anwesend war, bestätigte die Angaben des Richters. Dieser war bei der Verkündung der Entscheidung nicht zugegen, konnte sie aber einsehen.

Heftige Kontroversen

Madonna wollte die etwa vier Jahre alte Chifundo „Mercy“ James in ihre Familie aufnehmen. Die Regierung von Malawi hatte den Adoptionsantrag unterstützt. Der Popstar hat bereits einen Jungen aus Malawi adoptiert, den dreijährigen David. Die Adoption hatte damals für heftige Kontroversen gesorgt. Madonna wurde
vorgeworfen, ihren Ruhm und Reichtum auszunutzen, um das Adoptionsverfahren zu beschleunigen. Sie entgegnete, sie habe David aus dem Elend gerettet. Auch im Fall des zweiten Adoptionsantrags monierten Kritiker, dass die Justiz bei der Adoption für den Superstar die Gesetze missachte. Danach sind Adoptionen für Alleinstehende und Geschiedene in Malawi verboten.

Die Regierung des afrikanischen Staates Malawi hatte den Adoptionsantrag von Popstar Madonna für ein weiteres Kind unterstützt. Am Vorabend des Gerichtsentscheids sagte Frauenministerin Anna Kachikho, es gebe fast zwei Millionen Waisenkinder in Malawi, die auf Hilfe angewiesen seien. „Wenn jemand wie Madonna ein solches Waisenkind adoptiert, dann ist das ein Mund weniger, den wir füttern müssen.“

Hamburg-Konzert abgesagt

Bei dem Mädchen handelt es sich um die vierjährige Chifundo „Mercy“ James, die in einem Waisenhaus lebt. Ihre 18 Jahre alte ledige Mutter war kurz nach der Geburt gestorben, der Vater hat offenbar kaum Kontakt zu dem Kind. Madonna hatte das Mädchen bei ihrem Malawi- Besuch 2006 kennengelernt. Madonna ist seit ihrer Scheidung von Guy Ritchie Ende vergangenen Jahres alleinerziehende Mutter von drei Kindern, unter diesen die zwei leiblichen Kinder Lourdes (12) und Rocco (8).

Wie am Freitag auch bekannt wurde, hat Madonna ihr Konzert in Hamburg abgesagt. Statt dort am 28. Juli ihre „Sticky & Sweet“-Tour zu präsentieren, werde sie an diesem Tag in Oslo ein zweites Konzert geben, berichtete die Konzertagentur Marek Lieberberg in Frankfurt. Bereits gekaufte Eintrittskarten könnten zurückgegeben werden. Damit bleibe der Auftritt im Münchner Olympiastadion am 18. August die einzige Tourstation der 50-Jährigen in Deutschland.

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