http://www.faz.net/-gum-8xrpb

Teure Scheidung : Londoner Gericht spricht Frau 530 Millionen Euro zu

  • Aktualisiert am

Aus und vorbei Bild: dpa

„Es kommt nicht darauf an, wer das Geld verdient und das Vermögen erwirtschaftet hat“, heißt es in einem Urteil des Londoner High Courts. Eine Frau erhält rund 40 Prozent des geschätzten Vermögens ihres Ex-Mannes.

          Ein Gericht in London hat einen ehemaligen Rohstoffhändler aus dem Kaukasus zur Zahlung von umgerechnet mehr als 530 Millionen Euro (450 Millionen Britische Pfund) an seine Ex-Frau verurteilt. Das Paar lebte bis zur Trennung in einem gemeinsamen Haus in England.

          Die 44-Jährige erhält damit rund 40 Prozent des geschätzten Vermögens ihres Ex-Mannes. Dem Gericht zufolge hat die Hausfrau und Mutter gleichermaßen zum Wohlstand der Familie beigetragen wie ihr Mann. „Es kommt nicht darauf an, wer das Geld verdient und das Vermögen erwirtschaftet hat“, heißt es in dem Urteil des Londoner High Courts, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

          Es könnte aber nicht ganz leicht werden, an das Geld zu kommen. Ein Großteil des Vermögens des 61-jährigen Mannes befindet sich in Steueroasen wie Bermuda und Panama. Es stammt hauptsächlich aus dem Verkauf eines russischen Energieunternehmens.

          Eine Sammlung Moderner Kunst im Wert von etwa 100 Millionen Euro, Möbel im Wert von drei Millionen Euro und ein 415 000 Euro teurer Aston Martin, die sich im ehemaligen Haus des Paares in England befinden, bekam die Frau direkt zugesprochen.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Streit um Herbizid : Glyphosat, angezählt

          Ein brisantes Thema der vergangenen Jahre könnte in der kommenden Woche ein Ende finden. In Brüssel stimmen die Staaten über die weitere Zulassung für das Herbizid ab. Bleibt Deutschland Enthaltungsweltmeister? Die Befürworter von Glyphosat in der EU werden weniger.
          Die amerikanische Schriftstellerin Emma Cline wurde im vergangenen Jahr für ihren Roman „The Girls“ sehr gefeiert.

          Weinstein und die Folgen : Man sagte mir, keiner würde mir glauben

          Warum schweigen Frauen, wenn sie sexuell belästigt wurden? Sie täten es nicht, wenn sie daran glauben würden, dass es einen anderen Weg gäbe, den Launen der Männer ohne Beschädigung zu entgehen. Ein Gastbeitrag.
          Christine Hohmann-Dennhardt, ehemals Daimler und VW.

          Absprachen-Verdacht : Die doppelte Kronzeugin im Autokartell

          Hinter den Selbstanzeigen von Daimler und VW steckt offenbar ein und dieselbe Person: Christine Hohmann-Dennhardt war an beiden Tatorten. Der Gelackmeierte im Spiel ist BMW.
          Im Alter jeden Cent umdrehen zu müssen - das befürchten viele Arbeitnehmer.

          Sinkendes Rentenniveau : Vorsorgen kann jeder

          Mit der gesetzlichen Rente kommen Pensionäre nicht mehr weit. Jeder zweite Single in Deutschland sorgt sich, seinen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Dabei ist das gar nicht so schwer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.