22.12.2007 · Der frühere britische Premierminister Tony Blair gehört nun der römisch-katholischen Kirche an. Schon länger gab es Gerüchte, dass Blair konvertieren wolle. Es heißt, dass Blair aus Respekt vor seinem Amt zuvor von einem Übertritt abgesehen habe.
Der früherer britischer Premierminister Tony Blair ist zur katholischen Kirche übergetreten. Britische Medien berichteten am Samstag, Blair sei am Freitagabend im Rahmen einer Privatmesse mit dem Erzbischof von Westminster, Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, in die katholische Kirche aufgenommen worden.
Ein Sprecher Blairs bestätigte die Berichte, wollte sich aber ebenso wenig zu dieser „Privatangelegenheit“ äußern wie die britische Regierung.
Kürzlich hatte der 54 Jahre alte Sonderbeauftragte des sogenannten Nahost-Quartetts bekannt, dass sein Glaube an Gott einen großen Einfluss auf seine Politik gehabt habe.
Jetzt ist die ganze Familie katholisch
Schon länger gab es Gerüchte, dass Blair konvertieren wolle. Seine Frau Cherie ist katholisch; auch ihre vier Kinder ließen die Blairs katholisch taufen. 2003 empfing Blair bei einer Papst-Audienz die Kommunion, im Juni 2007 führte ihn eine seiner letzten Reisen als Premierminister in den Vatikan, wo er auch mit Papst Benedikt XVI. sprach.
Es heißt, dass Blair aus Respekt vor seinem Amt als Premierminister zuvor von einem Übertritt abgesehen habe.
Das britische Recht schreibt für den Regierungschef nicht die Zugehörigkeit zur anglikanischen Staatskirche vor. Allerdings macht der Premierminister der Königin Vorschläge zur Ernennung anglikanischer Bischöfe. In Großbritannien hat es seit mehr als 400 Jahren keinen katholischen Regierungschef gegeben.
Tony Blair, "ein verirrtes Schaf"
John Friedmann (JohnFriedmann)
- 22.12.2007, 17:49 Uhr
Respekt vor dem Amt
Annette Moussa (oerschen)
- 22.12.2007, 19:20 Uhr