http://www.faz.net/-gum-9e8h2

Vermisster TV-Star : Küstenwache stellt Suche nach Küblböck ein

  • Aktualisiert am

Durch die erste Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ wurde Daniel Küblböck bekannt. Zuletzt besuchte er eine Schauspielschule. (Archivfoto) Bild: Frank Röth

Nach 80 Stunden bricht die kanadische Küstenwache die Suche nach Daniel Kaiser-Küblböck ab. Die Familie des früheren DSDS-Kandidaten will die Hoffnung dennoch nicht aufgeben – und auch Dieter Bohlen meldet sich zu Wort.

          Die kanadische Küstenwache hat die Suche nach dem in der Labrador See vermissten deutschen Sänger Daniel Kaiser-Küblböck eingestellt. Das teilte der Sprecher der Küstenwache im kanadischen Halifax, Mark Cough, am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt vier Schiffe und zwei Flugzeuge hätten 80 Stunden lang eine Fläche von 1227 Quadrat-Seemeilen abgesucht. „Leider wurde kein Anzeichen von Herrn Küblböck gefunden“, sagte Cough. Wegen der kurzen Überlebenszeit in dem kalten Wasser sei die schwere Entscheidung getroffen worden, die Suche einzustellen.

          Die Familie Kaiser-Küblböcks gibt die Hoffnung dennoch nicht auf: „Wir denken mit all unserer Kraft und Liebe an Daniel und hoffen auf ein großes Wunder“, heißt es in einer Stellungnahme, die Angehörige und enge Freunde auf der Internet-Seite des 33-Jährigen veröffentlichten.

          Auch wenn die Suche eingestellt sei, würden die Schiffe aber weiterhin Ausschau halten, heißt es in der Mitteilung auf der Website weiter. Im Übrigen bitte man darum, auf Spekulationen rund um das Verschwinden Küblböcks zu verzichten und der Familie Ruhe zu gewähren. „Wir, die Familie, Angehörige und enge Freunde, sind tief bestürzt und haben derzeit keine Kraft die Vorfälle zu kommentieren.“

          Bohlen zeigt sich „total geschockt“ über Verschwinden

          Auch der Chefjuror von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), Dieter Bohlen, hat sich zum Verschwinden Küblböcks, der einst mit der ersten Staffel „DSDS“ berühmt wurde, geäußert. In einem bei Instagram geposteten Video, das am Montag Zehntausende Mal aufgerufen wurde, äußerte sich der Musikproduzent nach eigenen Worten „total geschockt“. Über den inzwischen als Kaiser-Küblböck auftretende Sänger sagte der 64 Jahre alte Bohlen: „Er war auf der einen Seite ein unheimlich lustiges Kerlchen, was man so im Fernsehen gesehen hat, aber wenn er bei mir zu Hause war, gab es eben auch das totale krasse Gegenteil: Er konnte unheimlich traurig und unheimlich depressiv sein. Und ich habe mich dann damals gewundert, wie unheimlich schnell das so hin und herging bei ihm. Vorstellen kann ich mir das schon, dass er das in so einer Kurzschlussreaktion gemacht hat.“ Mit „das“ bezieht Bohlen sich wohl auf die Aussage des Kreuzfahrt-Veranstalters, dass der Sänger von Bord gesprungen sein könnte.

          Viel Kritik bekam Bohlen für den Kapuzen-Pullover, den er bei dem mit verspiegelter Sonnenbrille vorgetragenen Statement trug: „Be one with the Ocean“ (Sei eins mit dem Ozean) stand darauf.

          Im Nachhinein meldete Bohlen sich nochmals auf seinem Instagram-Kanal per Video. Es tue ihm „total Leid“, wenn man das letzte Video falsch verstanden habe, er hätte einfach etwas Nettes sagen wollen. Küblböck sei für ihn ein Freund gewesen und seine Nachricht sei nur falsch rüber gekommen.

          In den sozialen Medien kursieren auch Gerüchte über Mobbing an Küblböcks zuletzt besuchter Schauspielschule. „Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück“, hieß es in einer Erklärung der Schule am Montagvormittag in Berlin. Und weiter: „Wir sind zutiefst bestürzt und geschockt über das Verschwinden unseres Schülers Daniel Kaiser-Küblböck.“ In Gedanken sei man bei seiner Familie, den Freunden und Fans.

          Küblböck war am Sonntag während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen und wird seitdem vermisst.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

          Weitere Themen

          Rentner starb an tiefem Halsschnitt

          Mord in Wittenburg : Rentner starb an tiefem Halsschnitt

          Am Wochenende wurde ein 85 Jahre alter Rentner in seinem Haus in Wittenburg getötet. Die Obduktion bestätigt, dass der Mann an einer Messerverletzung am Hals starb. Ein Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.

          Aus getrennten Küchen

          Koscheres Hotel : Aus getrennten Küchen

          In Unterfranken liegt das einzige koschere Hotel Deutschlands. Jüdische Zuwanderer erfreuen sich an Service und Tradition. Aber auch Überlebende der Schoa.

          Alle wandten sich ab

          Jüdisches Schicksal : Alle wandten sich ab

          Alice Dreifuss-Goldstein lebte glücklich in einer Kleinstadt bei Freiburg, bis Hitler an die Macht kam. Ab da spielte niemand mehr mit ihr.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.