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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kre­a­ti­o­nis­mus Adam, Eva und der Stegosaurus

 ·  Gott schuf die Welt in sechs Tagen, am siebten ruhte er. Was die meisten Christen als Metapher verstehen, nehmen Kreationisten wörtlich. Und lehren es an privaten Bekenntnisschulen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (148)
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Michael Kratel

Viele Kommentare...

... hier behaupten, dass mit der Wissenschaft das "Wie" des Lebens erklärt werden kann, aber nur mit Gott auch das "Warum". Leider wurde aber in diesen Kommentaren das "Warum" nicht erklärt....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.06.2013 15:05 Uhr
Richard Albrechtsdorf

Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn ist...

42.
Der Grund dafür ist, dass Warum i.d.R. nicht auf Erkenntnis und möglichst korrekte Beschreibung eines Sachverhaltes abzielt, sondern Gefühle ansprechen und beruhigen soll.

Warum hast du das getan?
Warum all die Toten?
Warum musste gerade das Kind beim Unfall sterben?

Der Mensch versucht hinter allem zwingend Muster zu finden die das Gemüt beruhigen. Es genügt nicht z.Bsp. zu sagen: Nun das Kind starb, weil allein schon statistisch gesehen bei Unfällen eben auch Kinder umkommen.
Warum ist letztlich keine "echte Frage" es ist viel mehr ein Hilferuf nach Anerkennung und oder Beruhigung der eigenen inneren Unruhe.

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Sönke Peters

Aufklärung und Freiheit sind die Konsequenz des christlichen Menschenbildes

Es lebe die Aufklärung – dass der Mensch sich aus seinen eigenen Fesseln befreie – und die als Wert die Freiheit des Individuums fordert! Eine Freiheit, die alle Menschen rechtlich gleich macht. Es ist eine Freiheit durch Recht, das aber darauf beruht, dass alle Menschen gleichermaßen sich darauf berufen können, vor Gott gleich zu sein: Eine andere Berufung wird das Individuum auf seine ganz individuellen Rechte nämlich nicht geltend machen können: Durch die Evolutionstheorie geht’s gewiss gar nicht; in Auschwitz zu enden aber schon. Ethik und Moral lassen sich naturwissenschaftlich nicht herleiten; sondern nur transzendental. Ethik und Moral des Abendlandes sind christlich - auch die der sog, Atheisten dort. Die wissen es nur nicht; schwadronieren, sinnieren, labern und blöken aber wie die Weltmeister. Sie wissen nicht, was sie tun. Ihre Kinder und Enkel werden es ihnen nicht verzeihen, was sie in Konsequenz anrichten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.06.2013 10:21 Uhr
Jochen Scharf

@ Herrn Peters

Verstehe ich das richtig? Das Christentum hat uns Aufklärung und Freiheit gebracht, diese darf aber keinesfalls so weit führen, dass wir - frei und aufgeklärt - steinzeitliche Mythen einer genaueren Überprüfung unterziehen und eventuell zu anderen Schlussfolgerungen gelangen?
Wir dürfen uns auch nicht die Freiheit nehmen, etwas für nicht wahr zu halten, nur aufgrund der Lappalie, dass es nicht den geringsten Beweis für den behaupteten Wahrheitsgehalt gibt?
Zweifeln wir dennoch, bekommen wir Ärger mit unseren Kindern und Enkeln und landen darüberhinaus noch in Auschwitz.
Und das ist das Resultat von Freiheit und Aufklärung?

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Inger Wehnemann

"Ethik und Moral des Abendlandes sind christlich."

Nein. Ethischer Fortschritt musste fast immer von säkularen Kräften gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpft werden. Abschaffung der Sklaverei, Abschaffung der Todesstrafe, Gleichberechtigung der Frau, Toleranz gegenüber Anhängern anderer Religionen, Toleranz gegenüber Homosexuellen usw. Die wichtigsten ethischen Errungenschaften sind gegen den Widerstand der christlichen Kirchen durchgesetzt worden.

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Lars Fricke

Denkverbote sind hinderlich

Warum sollte man Schülern - die ja selbstständig denken lernen sollen - nicht mehrere Denkmodelle vorstellen? Denkverbote und vom Staat gelenkte Meinungen hatten wir in unserem Teil des Landes genug.
Persönlch hatte ich mit der Evolution kein Problem - bis ich Physik studierte. Gerade in der Evolution auf molekularer Ebene (Biophysik), also schon bei der Entstehung des Lebens bin ich auf so viele fehlende oder nicht hinreichend belegte Vermutungen gestoßen, die ich "glauben" sollte, dass mein denkender Geist sich dagegen gewehrt hat.
Wird die Alternative zur Evolution - die auch noch viele Fragen offenlässt - gar nicht gedacht, weil das etwas mit einem Schöpfer zu tun hätte? Postulieren wir: "Ein Schöpfer darf nicht gedacht werden?"
Seien wir doch mal ehrlich: Atheisten und Christen vertreten unterschiedliche Glaubensrichtungen. Auch Atheismus ist ein Glaube. Wissenschaft aber soll Beschreibungen (!) der Wirklichkeit liefern. Lasst Gedanken und Glauben die Freiheit! Herzlichen Gruß

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.06.2013 11:12 Uhr
Inger Wehnemann

Drachen-Agnostiker? A-Drachen-isten?

Ja, ein Kapitel aus "The Demon haunted world". Sagans Drache scheint mir eine ausgezeichnete Analogie zur ebenfalls nicht falsifizierbaren Gottes-Hypothese. Worauf ich aber hinauswollte: Kaum einer von uns würde sich als Drachen-Agnostiker bezeichnen. Wir sind alle A-Drachen-isten. Insofern empfinde ich es als unnötige Verbeugung vor der christlichen Tradition, der Gottes-Hypothese aus Höflicheit die gleiche Konsequenz zu ersparen. Dieselbe Geisteshaltung, die uns zu A-Drachen-isten macht, macht uns zugleich zu Atheisten.

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Jochen Scharf

@ Herrn Fricke

Es gibt einen koreanischen Mythos, in dem beschrieben wird, wie ein göttlicher Abkömmling namens Tan.gun auf die Erde kommt, um sich mit einer Bärin zu vermählen. Aus dieser Verbindung gehen - nach etlichem Hin und Her - letztlich die Koreaner hervor.
Da es - wie wir wissen - tatsächlich Koreaner gibt, muss diese Geschichte wahr sein, denn von irgendwo müssen die ja schließlich herkommen.
Ich fordere hiermit eine Aufhebung sämtlicher Denkverbote und verlange, dies in den Schulen als wissenschaftliches Faktum zu lehren, zumindest bis irgendjemand diese logische Wahrheit schlüssig widerlegt hat!

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Inger Wehnemann

glaubt das Gegenteil der Hypothese - oder glaubt die Hypothese nicht

Rein formell empfinde ich Ihr Vorgehen als logisch stringent. Agnostizismus ist die einzige unachfechtbare Position. Diese wollen Sie dann aber bitte auch auf alle anderen nicht-falsifizierbaren Hypothesen ausweiten: Damit wären Sie dann folgerichtig ein Weihnachtsmann-Agnostiker, ein Rosa-Einhörner-Agnostiker, ein Russel-Teekannen-Agnostiker, ein Sagan'scher Drachen-Agnostiker, ein Fliegendes-Spaghettimonster-Agnostiker usw.

An dieser Formulierung aber nehme ich Anstand: "Der Atheist glaubt, dass es keinen Gott gibt." Nein. Der Atheist lehnt die Gotteshypothese ab. Der Unterschied: Laut Ihrer Definition glaubt er das Gegenteil der Hypothese. Das ist unzutreffend. Er lehnt die Hypothese ab. Da es sich um eine dichotome Frage handelt, ähnelt die "Ablehnung der Hypothese" dem "Glauben an das Gegenteil der Hypothese". Damit wird ein wichtiger epistemiologischer Unterschied verwischt.

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Inger Wehnemann

Nichtbriefmarkensammler

Sie haben offenbar nicht verstanden, wie Hypothesenbildung funktioniert. Atheismus ist keine Behauptung, sondern das Ablehnen einer Behauptung. Dazu ist kein Glaube (Faith) erforderlich. Ihre angebotenen Definitionen erfüllen die Kategorie "Weltanschauung", aber nicht die Kategorie "Glaube". Glaube (Faith) ist das Annehmen von Überzeugungen trotz unzureichender Beweislage.

Atheist - das fällt in eine Kategorie mit "Nichtbriefmarkensammler". Zu behaupten, ein Nichtbriefmarkensammler ist auch eine Art Sammler, ist logischer Unsinn. Alle Atheisten, die ich kenne, akzeptieren "Andersgläubige". Sie akzeptieren jedoch nicht deren Tatsachen-Behauptungen bei unzureichender Beweislage (Transsubstantiation, Auferstehung von den Toten usw.).

"Wer nichts glaubt - ist Agnostiker" ist unzutreffend. Damit beschreiben Sie Atheisten. Agnostiker enthalten sich, sie wissen nicht, ob sie die Gottes-Hypothese annehmen oder ablehnen sollen.

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Lars Fricke

Genau das ist er

Atheismus hat ein in sich geschlossenes Weltbild zur erklärung der Welt, entfaltet missionarischen Eifer (kennen Sie die Bus Kampagne die die Giordano Bruno Stiftung unterstützt?); tut sich schwer, Andersgläubige zu respektieren.
All das sind Merkmale von Glauben bzw. Religion.

Wer nichts glaubt - also keine Entscheidung trifft, welchem Weltbild er folgt- ist Agnostiker, nicht Atheist.

Herzlichen Gruß

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Inger Wehnemann

Atheismus ist ein Glaube?

Klar. Und "Aus" ist ein Fernsehsender. Und "Abstinenz" ist eine Sexposition.

Atheismus ist kein Glaube, sondern das Ablehnen von Glauben. Atheismus ist das Beibehalten der Nullhypothese angesichts unzureichender Beweise für die Gottes-Hypothese. Das hat nichts mit Glauben zu tun.

Seriöse Wisenschaft zwingt niemanden, etwas zu "glauben". Im Gegenteil, die Lücken in Erklärungsmodellen sind oft lohnende Forschungsgebiete und Ansatzpunkte für neue Sichtweisen. In der Abiogenese gibt es zahlreiche Unklarheiten und Lücken. Trotzdem ist es ein formal logischer Fehlschluss, daraus die Existenz eines Schöpfergottes abzuleiten.

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Ante Murale

das Pendant zu Dawkins & Co, wenn man bedenkt...

dass mittlerweile atheistische Positionen bei uns in Europa mit der vollen Wucht von Glaubensüberzeugungen formuliert werden.Die Selbstbedienungsformel "Der Mensch ist nichts anderes als", die dann jedem Wissenschaftler zur Vervollständigung zur Verfügung steht,nimmt den Menschen nicht ernst,da er viel mehr als das ist.

Eine japanische Speleologin untersucht eine neu entdeckte Höhle mit einem Fachkollegen aus Deutschland. Nach einiger Zeit schreit Sie auf: „Menschliche Intelligenz“
,worauf der Kollege:“Entschuldigen Sie bitte, da sind doch nur 3 Striche“,
worauf Sie wieder:“ja aber das ist das japnische Zeichen für Stärke“.
Diese drei Zeichen tragen also eine Bedeutung,symbolisieren etwas.

Ich kann dann aber nicht nachvollziehen, wie Biologen vor „mehreren Bibliotheken von Alexandria an genetischem Code“ stehen können und zu sagen wagen: „Zufall und Notwendigkeit“
Ein 3 Millarden Basenpaare langes Wort in der richtigen Anordnung soll Zufall sein.

deshalb begegnet uns Gott als Wort

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.06.2013 09:02 Uhr
Inger Wehnemann

der Schritt ins Immaterielle

Aus der Neurologie wissen wir, dass psychische Funktionen, Bewusstsein, abstraktes Denken, Assoziationen, musikalische Fähigkeiten, ethisches Unterscheidungsvermögen usw. an bestimmte Hirnareale gekoppelt sind. Ein Ausfall dieser Hirnareale (etwa durch Schlaganfälle oder Verletzung) führt vorhersehbar zum Ausfall der dort lokalisierten Funktionen.

Ein Teil dieser Funktionen ist in geringerer Ausprägung bereits in der Tierwelt zu beobachten (Werkzeuggebrauch, Objektkonstanz, sogar Altruismus). Bei Kindern beobachten wir mit der neuronalen Reifung eine korespondierende Zunahme dieser nicht-materiellen Funktionen. Damit liegt ein materieller Ursprung nahe.

Dennoch ist, soweit ich weiß, bisher ungeklärt, wie genau die materielle Neurophysiologie nichtmaterielle Funktionen (Bewusstsein) hervorbringt.
Non sequitur: Also ist sind hier übernatürliche Götter im Spiel.

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Ante Murale

Res ipsa loquitur

Wenn dann aber das vorläufige Ergebnis dieses langen, nicht zielgerichteten Evolutionsprozesses, sich dann der Liebe zur Kunst oder Musik verschreibt oder anfängt „über Lüge und Wahrheit im außermoralischen Sinne“ zu philosophieren, so wird es schwer, den Menschen innerhalb dieses rein materiell-physiologischen Konstrukts zu erklären.
Auch wenn heute schon jenes Physik ist, was bei den alten Griechen noch Metaphysik war,die Antwort auf die alt ehrwürdige Frage: „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“ ist dann doch noch zu schwer zu stemmen für die heutige Physik.
Ein Trugschluss?
Klären Sie mich bitte auf:.Wie soll es denn bitte eine rein-matrielle Ursache („Big Bang“) für das nicht-materielle Bewusstsein des Menschen geben?
Also nix mit „Non sequitur ", die Regeln der Schlussfolgerung beherrsche ich dann doch noch...

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Inger Wehnemann

Non sequitur

Der genetische Code ist sehr komplex. Non sequitur: Also ist er Gottes Wort.

Niemand behauptet, das 3-Milliarden-Basenpaare-Wort sei Zufall. Es ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines langen, nicht zielgerichteten Evolutionsprozesses, in dessen fortgeschrittenem Verlauf komplexe Strukturen entstehen.

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Inger Wehnemann

atheistische Positionen ... mit voller Wucht

Entweder es gibt einen Gott - oder es gibt keinen. Hier gibt es nur Ja oder Nein. In jedem Fall gilt: Eine der beiden Parteien hat recht, die andere Unrecht. Was ist dagegen einzuwenden, dass (nach langem Schweigen auf der atheistischen Seite) nun beide Parteien Ihren Standpunkt öffentlich vertreten?

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Winfried Borlinghaus
Winfried Borlinghaus (Wibo) - 27.06.2013 14:13 Uhr

Wozu die Freiheit des Denkens in der Wissenschaft einseitig eingeschränken?

Mir ist nicht klar, was mit diesem Artikel vom 23.06.2013 bezweckt werden sollte, außer bestimmte Personen oder Einrichtungen zu diffamieren, die eine alternative Interpretation naturwissenschaftlicher Daten betreiben. Solcher Journalismus und offensichtlich schlechte Recherche + unsachliche Darstellung empfinde ich als peinlich! Was soll die einleitende Bemerkung, dass Herr Junker noch nie in den USA war? Muss man das gewesen sein? Soll ein nicht angetretener Schuldienst ein fehlendes wissenschtliches Qualitätsmerkmal sein? Im Gegenzug muss man eher an Frau Kerns Fachkompetenz zweifeln, wenn sie Überforderung beim Lesen eines ergänzenden Schulbuches andeutet: "darin wird ... in schwerverständlicher Fachsprache ... die darwinsche Theorie als fehlerbehaftet dargestellt". Danach klingt es so, als sei es ein Vergehen, eine wissenschaftliche Theorie als fehlerbehaftet zu bezeichnen. Alternative Denkvoraussetzungen schränken die Wissenschaft nicht ein, sie fördern sie vielmehr!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.06.2013 15:31 Uhr
Richard Albrechtsdorf

Ihre Aussage wäre korrekt würden Kreationisten tatsächlich...

alternative Modelle und Interpretationen anbieten.
Was sie aber tatsächlich NICHT tun.

Junker und Konsorten tun 2 Dinge:
Sie behaupten etwas von den Daten das so nicht ermittelt ist.
Das ist vergleichbar wie wenn man beobachtet das Eis hart und Wasser flüssig ist und man dann entgegen den Tatsachen behauptet es handelt sich dabei aufgrund dieser Eigenschaften nicht um H2O weil man die Aggregatszustandslehre und das Molekülmodell ablehnt.

So ist das Grundtypmodell z.Bsp.kein reales Modell,da nicht z.Bsp.genetisch definiert wurde was ein Grundtyp eigentlich ist. Der sachliche Hinweis dies doch bitte zu tun sind Kreationisten bis zum heutigen Tage nicht nachgekommen.

Das zweite was Kreationisten tun ist Evolutionstheorie absichtlich falsch darzustellen. So werden viele Behauptungen in den Raum gesetzt(siehe dazu Kommentare hier) dass z.Bsp. die ET behaupten würde komplizierte moderne Zellen würden entstehen mixt man mal schnell ein paar Chemikalien zusammen was Verleumdung ist.

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 27.06.2013 13:53 Uhr

Die Evolutionstheorie ist nicht empirisch

Als Naturwissenschaftler muss man zuerst festhalten: Der Darwinismus (soweit es ihn als solchen gibt) ist keine empirische Theorie. Damit ist die Evolutionstheorie nicht auf dem Gebiet von Physik, Chemie oder Biologie, sondern eher der historischen Wissenschaften, anzusiedeln. Es gibt kein Experiment, das falsifiziert werden kann, auf das sich die Evolutionstheorie stützen kann. Ex post-facto Daten sind aber empirisch nutzlos.
Allein hier hört der Naturwissenschaftler auf, über Zielrichtung und Prinzipien der Entwicklung zu spekulieren.

In Europa haben Darwinisten die Rolle der Kreationisten in USA eingenommen: Viele Bilder, viel Fanatismus - wenig Inhalt.

PS: Als Darwin seine Theorie veröffentlichte, war die Erde - im damals modernen positivistischen Weltbild - ein stets wiederkehrender Zyklus (es gab keine Vorstellungen vom Urknall oder gar der Einsteinschen Versuche zur Aufzeichnung des Urknall-Echos). Darwin passte systematisch also erst mal gar nicht ins "System".

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.06.2013 16:06 Uhr
Richard Albrechtsdorf

Ich habe schon anderweitig darauf hingewiesen, ...

dass aus der ET eine Menge Vorhersagen abgeleitet werden, die man dann natürlich auch überprüfen kann.
Beispiele gibt es genug, das beginnt schon bei der Vorhersage über die ersten Landwirbeltiere und wo man ihre Fossilien auffinden müsste und das Fehlen moderner Tierarten in den Gesteinsschichten.
Bezieht sich aber auch auf genetische Mutationen wie z.Bsp. bei Buckelzirpen - diese dürften keine völlig neuen Genabschnitte vorweisen welche die mannigfaltigen Formen zu verdanken haben (da hätte man ein Problem) sondern lediglich in schrittweisen modifizierten, d.h. mutierten Flügelformen (vor 3 Jahren bestätigt) und endet in der Vorhersage der Verteilung von endogenen Retroviren im Erbgut der Lebewesen, die sich mit dem evolutionären Stammbaum decken muss, sonst hätte die Evolutionsbiologie ebenfalls ein schweres Problem!
Doch bei all diesen Untersuchungen werden immer wieder und wieder die Vorhersagen der ET bestätigt und alternative Aussagen falsifiziert. Das geht seit 150 Jahren so.

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Inger Wehnemann

"precambrian rabbits"

JBS Haldane war mit der gleichen Frage konfrontiert: Wie wäre die Evolutionstheorie falsifizierbar? Er soll geantwortet haben: "Durch Funde von Kaninchen aus dem Präkambrium".

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Ulrich Pieper

Freiheit oder Gleichschaltung

Auch wenn ich mit den Ansichten der Kreationisten nicht übereinstimme so muss ich doch an gewissen Punkten für sie eine Lanze brechen. Wir leben in einer freien Gesellschaft in der jeder glauben kann was er möchte egal ob Hinduisten, Atheisten, Agnostiker, Moslems oder was einem sonst so gibt. Jeder hat sein eigenes Weltbild ob Kapitalist, Kommunist oder alle anderen Gesellschaftsmodelle und alle dürfen als Eltern im Rahmen der Gesetze ihre Kinder so erziehen wie sie es für richtig halten. Das ist doch etwas schönes, wenn wir als Gesellschaft eben nicht gleichgeschaltet sind und anerkennen dass es den einen richtigen Weg nicht gibt. Jeder Mensch ist anders und somit gibt es auch nicht den one best way zur Erziehung desselben. Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft in der eben die Eltern Entscheidungen übernehmen, die ihre Kinder noch nicht treffen können. Solange das im Rahmen der Gesetze (in diesem Fall Lehrpläne) passiert fällt es eben in das unter die Freiheit des einzelnen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2013 13:15 Uhr
wolf biermann

Der Lehrplan ist dann wohl....

Rahmenlehrplan, wo so nebenbei über die Lehren der Ungläubigen "informiert" wird und viele andere lustige Sachen in den Rahmen gestellt werden.
"Wer hier lehrt, muss „wiedergeborener Christ“ sein, an die Auferstehung Jesu Christi und die Sechs-Tage-Schöpfung glauben, sagt ein Mitglied des Trägervereins."
Habe ich vergessen zu erwähnen,. daß auch muslimischer Religionsunterricht nichts in Schulen, die der Schulpflicht in D. dienen, zu suchen hat?

Ich krieg´ eine Krise, wenn ich über Ihren Spruch tiefer nachdenke: "in der eben die Eltern Entscheidungen übernehmen, die ihre Kinder noch nicht treffen können"....Mit dieser Auslegung von Freiheit kann man die Zucht aller Extreme "absegnen"......

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Wolfram Obermanns

Quellenkritik

Wer eine fundierte Auseinandersetzung über Wissenschaft, Religion und ihre Abgrenzung führen will, sollte nicht einen Vertreter der GBS ins Feld führen.
Ein Gespräch mit einem Religionswissenschaftler führt schnell zu der Erkenntnis, das es sich im Kern um eine Sekte handelt, um ein Äquivalent der Kreationisten am anderen Ende des Spektrums.
In einer Darstellung des bunten Panoptikums von Glaubenswelten in Deutschland heute hat diese ideengeschichtlich um etwa 90 Jahre abgehängte Vereinigung natürlich ihre Berechtigung.

Das Credo Junkers wurde im letzten Absatz wunderbar gebündelt herausgearbeitet. Grundsätzlich akzeptiert er die Methoden und Relevanz wissenschaftlichen Arbeitens, aber wenn es zum Schwur kommt, biegt er sich die Fakten zurecht. Er will unbedingt etwas anderes glauben und macht nebenbei die abrahamitischen Religionen zu Naturreligionen.

Waldorfschulen wären übrigens auch ein dankbarer Gegenstand zum Thema Schulesotherik.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2013 17:23 Uhr
Inger Wehnemann

Falsch wiedergegeben?

Sie sind Herr Junker? Reinhard Junker? Frau Kerns Gesprächspartner "mit der Föhnfrisur und dem veschmitzten Lächeln"?

Wurden Sie von der Autorin falsch wiedergegeben? Vielleicht möchten Sie die Gelegenheit nutzen, um Ihre wirkliche Position klarzustellen? Mich würde interessieren - gäbe es theoretisch denkbare Beobachtungen, die Sie an der Existenz eines Schöpfergotts zweifeln ließen?

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Reinhard Junker

Auweia, was wissen Sie denn von mir?

Aus einem einstündigen Telefonat mit der Autorin werden ein paar winzige Fetzen wirkungsvoll an den Schluss des Artikels gesetzt. Und nun kennen Sie mein Credo? Ich biege eben keine Fakten, weil ich eimräume, dass manches nicht zu meinen Überzeugungen passt.

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Benno Dembowski
Benno Dembowski (BenDeF) - 27.06.2013 11:48 Uhr

Einstein ein Gläubiger? So so...

Dass Einstein angeblich ein gläubiger Mensch gewesen sei, ist barer Unsinn, mit dem religiöse Fundamentalisten gern die Vereinbarkeit von Vernunft und Glauben beweisen wollen. Zitate wie "Gott würfelt nicht" gelten da schon als Glaubensbekenntnis. Einstein schreibt 1954 in einem Brief an Eric Gutkind: "„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern.“ Noch Fragen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2013 14:00 Uhr
Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 27.06.2013 14:00 Uhr

Einstein war Pantheist

Einstein glaubte an die göttliche Ästhetik oder die göttliche Idee - er war Pantheist. Den Schöpfergott lehnte er hingegen ab. Er war also - ketzerisch formuliert - ein besserer Gläubiger, weil aufgeklärt und sehend: d.h. er hatte als einer der wenigen Zugang zum göttlichen Sein. So ernst man Einstein als Physiker nehmen darf, so wenig nachvollziehbar erscheint uns heute seine spirituelle Haltung. Zumindest wird der Pantheismus heute nicht mehr für voll genommen.

Im übrigen würde ich aus einzelnen Briefen nicht auf die durchaus widersprüchliche Person Einsteins schließen.

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wolf biermann

Kreationismus halte ich für ein Tabu,

mindestens im Sinn von "Wir brauchen nicht darüber zu reden". Ebenso wie Gespräche mit Evangelikalen besteht hier der Konsens in "Guten Tag, wie geht´s?".
Dem "Verband evangelischer Bekenntnisschulen" sollte deutlich gemacht werden, daß eine derartige Unbildung bei Trennung von Staat und Kirche unmöglich ist, jegliche dagegen verstoßende Bekenntnisschulen verlören die Lehrerlaubnis, weil der Bildungsauftrag des Staates sonst unterlaufen würde. Ein Entzug von Fördermitteln ist nicht ausreichend. In diesem Sinne darf gern auch über die Durchführung von Religionsunterricht ausserhalb von Schulzeit und -raum nachgedacht werden.

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Rudolf Wall
Rudolf Wall (r.wall) - 27.06.2013 10:47 Uhr

Zur Klärung

Evolution hat nichts mit der Entstehung des Lebens zu tun. Diese Feld nennt man Abiogenesis. Die Evolutionstheorie erklärt die Entwicklung der Lebens NACHDEM es entstanden ist.
Wollte das nur mal klarstellen weil ich diese falsche Prämisse sehr häufig in den Kommentaren gelesen habe...

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Thomas Brentana

Begrifflichkeiten

Leider spielt die Autorin bereits bei der Wahl der Begriffe einer Seite in die Hände. Warum ist hier immer wieder von "EvulutionTHEORIE" und "SchöpfungsLEHRE" die Rede ? Entweder sind beides Theorien (nocht nicht schlüssig bewiesene Behauptungen) oder eben beides Lehren.

Nebenfrage an die Verfechter der "Lehre". Was ist mit den anderen, meiner Meinung nach, gleichgebrechtigten "Lehren" von der Entstehung ? Also z.B. was die Mayas darüber dachten, oder die Kelten, oder auch die Sumerer oder von mir aus auch die indigenen Völker Nordamerikas ?

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Vera Veritas

Warum der materialistische Neo-Darwinismus ...

... mit hoher Wahrscheinlichkeit fast komplett falsch ist - so oder so ähnlich kann man den Untertitel des herausfordernden Buches des atheistischen Philosophen Thomas Nagel übersetzen: "Mind and Cosmos: Why the Materialist Neo-Darwinian Conception of Nature Is Almost Certainly False", Oxford 2012.

Mit der Bibel GEGEN die Evolutionstheorie argumentieren? Keine gute Idee. Das bringt fast nichts und schadet dem Glauben, wie der Wissenschaft.

Mit guten Argumenten in der Forschung weiterfragen und Theorien samt Hypothesen verifizieren, falsifizieren, das macht Sinn. Thomas Nagel - obwohl irgendwie ein agnostischer Theist oder doch eher ein "echter" Atheist (?!?) - stellt hervorragende Fragen an die Konzeptionen, die man "materialistischen (Neo-)Darwinismus" nennen kann. Nagels Buch befreit zum Denken. Darin hat aber leider die weitgehend kenntnis-arme, ahnungslose Artikelschreiberin, Julia Kern, kaum bis keinen Einblick. Schade. Die Attacke gegen Kreationisten ist letztlich uninformiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2013 19:42 Uhr
Richard Albrechtsdorf

Nagel's Kognitionskritik

ist nicht so handfest wie es auf den ersten Blick scheint.
Das betrifft auch nur indirekt die ET und viel eher den Monismus (Nagel kritisiert hier eine metaphysische Position) Dabei bedient er sich der gängigen Erwartungshaltungen an die "Qualiakonstrukte", die ohne Erklärungswert den gleiche Lückenbüßereffekt erfüllen sollen ist wie für die Kreationisten ihr Gotteskonstrukt.
Schließlich stellt er ein duales System her, bzw. interpretiert ein duales System das streng genommen so eben nicht vorhanden ist.

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Frank Lehmann
Frank Lehmann (FBML) - 27.06.2013 08:57 Uhr

Ich bin ein Sektierer ;-))) niedlich....

....das Denken nehme ich Dir nicht ab. Forsche nach, streng Dein Hirn an und finde raus, was wirklich wahr ist. Ich bin doch nicht so blöd, Dir was vorzukauen, nur damit Du in Deiner Oberflächlichkeit irgendwelche Scheinargumente missbrauchst, um in Deiner bisherigen Denkwelt zu verharren. Auch manipuliere ich Dich nicht (das Zeichen jedes Sektierers), sondern ich lasse Dir die Freiheit bei Deiner Suche genau so vorzugehen, wie Du das möchtest.

Im übrigen: Die fachkundigen Leser meines Beitrags haben mir durchaus Recht gegeben, das könnte für Dich ein Indiz sein, dass es sich lohnt nachzufragen

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Karl Albrecht Eichhorn

Szientismus

Nun ist sog. Kreationismus aber doch ein Randproblem, hierzulande wenigstens. Und kein besorgniserregendes, denn Widersprüche, wie die zwischen Glauben und Wissen, rufen Zweifel hervor und Zweifel führt, bei intelligenten Menschen immerhin, zum Denken. Das größere Problem sehe ich in einer anderen Grenzüberschreitung, derjenigen einer sich absolut setzenden Naturwissenschaft, einem sich zur Lebensdeutung und allzuständigen Erklärungsmacht übersteigernden Szientismus.

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Closed via SSO

Die Schöpfungslehre macht weitaus mehr Sinn als

alle abstrusen Lehren von Außerirdischen (Wie sind denn die entstanden? Da wird das Problem doch nur verlagert) und diese ganzen kruden Evolutionstheorien, die eben doch nur Theorien sind, deren Verfechter sich aufs heftigste widersprechen und in denen mittels Zirkelschlüssen passend gemacht wird, was ansonsten nicht zusammen passt. Man geht zum Beispiel hin und macht anhand des 'Alters von Gesteinen fest wie alt fossilien sind und später geht man hin und macht anhand von Fossilienfunden das Alter der Gesteinsschichten fest. Tolle Wissenschaft!

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Inger Wehnemann

Was ist Wahrheit?

Der letzte Satz im Artikel bringt den Widerspruch Glaube/Wissenschaft auf den Punkt. Würde Junker sich den Beweisen beugen, wenn die letzten Wissenslücken in der Evolutionstheorie geschlossen wären? "Wohl eher nicht."

Junker missachtet die Tatsachen. Er bildet seine Überzeugungen nicht aufgrund empirischer Erkenntnisgewinnung (wissenschaftlich), sondern aufgrund zuvor zurechtdefinierter Glaubenssätze (dogmatisch).

Egal welche Erkenntnisse die Realität für ihn bereithält, eine Falsifizierung seiner Überzeugung ist nicht einmal theoretisch möglich. Die Möglichkeit des Irrtums ist einfach nicht vorgesehen. Glaube heißt, blind die Realität ignorieren zu können, und diese Ignoranz für Wahrheit zu halten.

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Maria  Berger

Diese Diskussion ist völlig veraltet...

U.a. Pierre Teilhard de Chardin, ein französischer Theologe und Paläontologe hat Theologie und Naturwissenschaft ( im Hinblick auf Schöpfung und Evolution) schon lange ausgesöhnt.

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Maria  Berger

Die Diskussion, Religion oder NaturWissist völlig obsolet

und wurde eigentlich schon imletzten Jahrhundert abgeschlossen.
U.a.

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Roman Das
Roman Das (ElKassel) - 26.06.2013 19:25 Uhr

Ich glaube

zwar nicht an die Bibel, aber an außerirdisches, weit höher entwickeltes Leben als auf der Erde. Sobald diese Wesen unseren kleinen Planeten in hoffentlich friedlicher Absicht erreichen, wird der Großteil der Menschheit diese Wohl als Götter verehren.
Die moralische Überlegenheit der Schriftgläubigen: Erklärung des Sinn des Lebens. Ich glaube die Menschen sind lediglich eine Zwischenstufe der Evolution hin zu intelligenten Maschinenwesen. Diese könnten in weit unempfindlicheren Hüllen als unser Fleisch eine wahre Ausbreitung im Universum starten. Unser Sinn ist daher nichts weiter als dass wir uns so weit entwickeln um diese Maschinenintelligenzen zu erschaffen. Wenn diese dann religiöse Programme installiert bekommen hätten sie tatsächlich Grund uns als göttliche Erschaffer zu verehren. Und irgendwie vereint diese Theorie ja auch Kreationismus und Evolution, wenn auch erst für die Wesen nach uns.

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22.06.2013, 19:23 Uhr

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