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Bond-Girl Léa Seydoux : „Ich sehe das Leben als Kampf“

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„Ich hoffe, ich bin auch sexy, aber eben auf eine modernere Weise“: Léa Seydoux Bild: Intertopics

Die Schauspielerin Léa Seydoux ist das neunte Bond-Girl mit französischen Wurzeln. Hier spricht sie über ihren Auftritt in „Spectre“ und darüber, wie die Schauspielerei ihr dabei half, einen Platz in der Welt zu finden.

          Erst ein Auftritt in „Mission Impossible“ und nun einer als Bond-Girl an der Seite von Daniel Craig. Werden Sie zur französischen Geheimwaffe für ikonographisches Agenten-Kino?

          Man kann die beiden Filme schon vergleichen, aber letztendlich sind es dann doch verschiedene Welten. Die eine ist amerikanisch und die andere britischer. Und Bond ist noch berühmter und auch aufregender, finde ich.

          Was finden Sie denn aufregender?

          Bond ist origineller, hat mehr Humor, es passiert einfach mehr. Bond hat eindeutig mehr Sexappeal. Die Autos, die Outfits, die exotischen Locations und Gadgets, all diese Dinge sind sexy. Bond ist ein starker Mann und wirkt trotzdem verletzlicher als jemals zuvor. Er hat eine tiefere Verbindung zu seinem Innenleben. Auch das macht diese Filme attraktiv.

          Wann haben Sie Ihren ersten 007-Film gesehen?

          Die Filme, die mir am präsentesten sind, sind tatsächlich diejenigen mit Daniel. Denn er wurde Bond, als meine Karriere vor ungefähr zehn Jahren begonnen hat. Ich bin damals ständig ins Kino gegangen, weil ich neugierig auf jede Art von Film war, auf das Kino im Allgemeinen. Und dazu gehörte auch Bond. Deswegen habe ich mir „Casino Royale“ angesehen. Ein bisschen bin ich auch wegen Eva Green gegangen, die damals das Bond-Girl war. Sie ist Französin, und ich finde sie als Schauspielerin wirklich gut. Ich sage das jetzt nicht nur so, aber ich habe „Casino Royale“ geliebt. Er hat mich sehr beeindruckt und ist immer noch mein Lieblings-Bond.

          Was genau macht ihn zu Ihrem Liebling?

          Ich mochte die Liebesgeschichte sehr. Sie fühlte sich für mich als Zuschauerin sehr echt an. Und für mich ist James Bond auf jeden Fall Daniel Craig. Die Rolle passt ihm wie angegossen, finden Sie nicht? Er ist wie für diese Rolle gemacht, einfach exzellent. Und Eva Green ist mein Lieblings-Bond-Girl.

          Sie hätten beinahe schon einmal mit Daniel Craig gearbeitet. Denn eigentlich sollten Sie die Rolle der Lisbeth Salander in David Finchers Remake von „Verblendung“ spielen.

          Ich habe Daniel zum ersten Mal bei einem Casting in Los Angeles getroffen. Eine sehr seltsame Situation, denn alle Bewerberinnen kamen im Lisbeth-Salander-Outfit. Sie können sich vorstellen, wie eigenartig das war. Wir mussten dann eine nach der anderen eine Szene mit ihm spielen.

          Was haben Sie mit ihm gespielt?

          Mit Daniel Craig in einem der ruhigeren Momente in „Spectre“

          Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern. Ich war dermaßen nervös! Mussten wir uns küssen? Auf jeden Fall mussten wir verrückte Dinge miteinander machen. Und dann habe ich ihn noch einmal getroffen, weil ich einen Film mit seiner Frau Rachel Weisz gemacht habe. Er heißt „The Lobster“, und wir haben an einem sehr abgelegenen Ort in Irland gedreht. Da tauchte er dann eines Tages auf, um sie zu besuchen. Damals wusste ich allerdings noch nicht, dass ich die Rolle im Bond haben würde. Als das klar war, haben wir uns dann zum dritten Mal gesehen, zum Abendessen. Und Sie werden nicht glauben, was es gab: Lobster (lacht). So schließt sich der Kreis. Manchmal ist es komisch, wie alles miteinander verbunden ist. Und ich bin letztendlich wirklich froh, dass ich „Spectre“ mit Daniel gemacht habe und nicht „Verblendung“.

          Das wäre mit Sicherheit eine ganz andere Erfahrung gewesen. Wie passen Sie in die Tradition der Bond-Girls?

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