http://www.faz.net/-gum-8zbdv

Shitstorm gegen Kendall Jenner : Immer Ärger um die Kardashian-Schwestern

  • Aktualisiert am

Kendall Jenner (links) und ihre Schwester Kylie bei der Verleihung der 2015 American Music Awards in Los Angeles Bild: dpa

Kendall und Kylie Jenner wollten T-Shirts verkaufen, auf denen sie Bilder von sich selbst über Aufnahmen von Hip-Hop-Größen druckten. Dann schaltete sich die Mutter von Notorious B.I.G. ein.

          Es läuft nicht gut für Kendall Jenner: Im Frühling hatte sie sich mit einem Werbespot blamiert, in dem sie Rassenunruhen mit einer Pepsi-Dose schlichtet. Jetzt hat sie ihr Konterfei und das ihrer Schwester Kylie über Aufnahmen von Hip-Hop-Größen wie Notorious B.I.G. und Tupac Shakur auf T-Shirts drucken lassen – offenbar ohne deren Hinterbliebene und Nachlassverwalter um Erlaubnis zu bitten. Die Kollektion wurde zurückgezogen, nachdem sie nur einen Tag online zu kaufen war. Wie kam es dazu?

          Die beiden 21 und 19 Jahre alten Halbschwestern von Kim Kardashian hatten als Teil ihrer jüngsten Kollektion eine Reihe von „Rap vs. Rock“-Oberteilen herausgegeben; Vintage-Oberteile verschiedener Bands und Musiker „verschönert“ mit Verzierungen der beiden. Die „Rock“-Shirts zeigten Konterfeis von Musiklegenden wie Led Zeppelin, Metallica, Ozzy Osbourne oder The Doors, die „Rap“-Shirts zeigen die Gesichter verschiedener Hip-Hop-Stars, teils mit „K.K.“ überdruckt, den Initialen der Schwestern, teils gar mit einem Foto von Kendall.

          Verärgerte Reaktionen in den sozialen Netzwerken ließen nicht lange auf sich warten. Viele empfanden die Collagen als unsensibel, schrieben etwa: „Wer hat Kendall und Kylie gesagt, es sei cool, Tupac und Biggie als Hintergrund für sich selbst auf T-Shirts zu benutzen? Das ist es nämlich nicht.“ Andere beschwerten sich über den Preis oder die Einfallslosigkeit des Designs: „Wow!!! So originell““ I wünschte ich könnte über ein Band-Shirt aus dem Secondhandladen kritzeln und es für den fünffachen Preis verkaufen.“

          Dann schaltete sich gar Voletta Wallace, die Mutter des verstorbenen Rappers Notorious B.I.G., persönlich ein und erklärte in einem Beitrag auf Instagram, die Nachlassverwalter des Künstlers seien nicht um Erlaubnis gebeten oder auch nur kontaktiert worden. Sie habe nicht die geringste Idee, warum die beiden dächten, sie könnten den Tod Tupacs und ihres Sohnes ausnutzen, um Shirts zu verkaufen. Das sei „respektlos, widerlich und ausbeuterisch“.

          Sie war nicht die einzige Prominente, die sich öffentlichkeitswirksam ärgerte: Der Manager der Doors nannte die Shirts im Magazin „Rolling Stone“ einen „Schlag ins Gesicht“. Die Ehefrau und Managerin von Ozzy Osbourne, Sharon, schrieb auf Twitter: „Mädels, ihr habt nicht das Recht, eure Gesichter mit musikalischen Ikonen zusammenzusetzen. Macht das, womit ihr euch auskennt...Lipgloss.“

          Kendall Jenner entschuldigte sich daraufhin via Twitter: Das Design der Shirts sei nicht durchdacht gewesen und sie und ihre Schwester wollten sich bei allen entschuldigen, die verärgert oder verletzt seien, besonders bei den Familien der betroffenen Künstler. Die Klamotten seien aus dem Handel zurückgezogen worden.

          Damit ist die Sache womöglich nicht vorbei: Gegenüber dem Magazin „People“ erklärte der Nachlassverwalter von Notorious B.I.G., man sei zwar dankbar für die Entschuldigung. Dennoch bedürfe die nicht autorisierten Verwendung der Bilder einer weiteren Klärung.

          Die letzte Kontroverse um Kendall Jenner ist nicht lange her: Im April spielte sie in einer Pepsi-Werbung mit, die nach heftiger Kritik zurückgezogen wurde. In dem knapp zweieinhalbminütigen Spot posiert sie für einen Fotografen, als sie einen Tumult auf der Straße bemerkt. Sie schließt sich den Demonstranten an, die kurz darauf von der Polizei gestoppt werden. Die Lage scheint zu eskalieren, doch da überreicht Kendall Jenner einem der Polizisten eine Pepsi-Dose und alles ist wieder gut. Vor dem Hintergrund der Polizeigewalt gegen Schwarze und gegen Demonstrationen der „Black Lives Matter“-Bewegung erschien dieser Spot vielen geschmacklos.

          Bei der Rücknahme der Werbung hatte Pepsi sich dafür entschuldigt, Jenner in eine unangenehme Position gebracht zu haben. Dieses Mal hat sie sich ganz ohne fremdes Zutun in eine solche Position gebracht. In ihrer Erklärung zu den missglückten Shirts schrieb Kendall Jenner jetzt, sie bedauere ihren Fehler sehr - und wolle daraus lernen.

          Quelle: lfe.

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Theresa May hat im Unterhaus eine Niederlage einstecken müssen.

          Brexit-Schlappe für May : Das Parlament besteht darauf

          Kurz vor dem EU-Gipfel bringt das britische Parlament der Premierministerin mit dem Veto-Recht eine bittere Niederlage bei. Was bedeutet das für Theresa May?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.