14.11.2008 · SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hat eine Brille, die ähnlich verwirrt wie sein Name. Optikermeister Detlev Michel erklärt, warum Gesicht und Brille nicht zueinander passen. Die Lösung: Eine Brille in nostalgischer Pantoform.
SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hat eine Brille, die ähnlich verwirrt wie sein Name. Optikermeister Detlev Michel erklärt, warum Gesicht und Brille nicht zueinander passen.
Die Lösung: Eine Brille in nostalgischer Pantoform.
Herr Michel, Sie sind nicht nur in Münster ein gefragter Optikermeister. Zu Ihnen kommen Kunden aus ganz Deutschland. Was halten Sie von der Brille des neuen hessischen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel?
Das ist ein Unding, was der Mann da in seinem riesengroßen Gesicht hat. Diese Brille würde ich nur einer 1,60 Meter großen Studentin geben.
Was müsste Schäfer-Gümbel denn ändern bis zur Neuwahl am 18. Januar?
Er hat es schwer, aber zu machen ist da schon noch etwas. Der Mann ist sehr kurzsichtig, vor allem auf dem rechten Auge. Da hat er über den Daumen gepeilt mindestens zehn Dioptrien und links acht. Die dicken Gläser mit den großen Augen – das Problem hat ja auch Frank-Walter Steinmeier, der Außenminister. Wenn man Schäfer-Gümbel auf fünf Dioptrien runterlasern könnte, dann könnte er eine größere Brille nehmen, die ihm besser steht.
Wer hat dem Mann denn die Brille verpasst?
Das Ding ist von der Stange, und für Schäfer-Gümbel ist daran so ziemlich alles falsch. Die Brückenweite – der Abstand zwischen den Gläsern – muss viel größer sein. Die Gläser sind auch zu flach, die müssten höher sein. Die ovale Form – ganz falsch! Und die Bügel, die der Kollege ihm da angepasst hat, müssten viel länger sein. Wenn ich meinen Kunden so etwas auf die Nase setzen würde, dann wäre ich schon pleite. Mir graut es sowieso, wenn ich im Fernsehen die Politiker mit ihren Brillen sehe. Eine Ausnahme ist Donald Rumsfeld, der frühere amerikanische Verteidigungsminister. Und auch bei FDP-Chef Guido Westerwelle sitzt die Brille ganz gut.
Welche Brille wäre denn gut für ein relativ großes Gesicht?
Jedenfalls nicht die, die er trägt, mit diesem schwarzen Oberrand. Das betont das lange Gesicht, das zudem unten auch noch dicker wird. Die meisten Menschen wissen ja nicht, dass die Augen fast in der Mitte des Gesichts sitzen, es hälften. Bei Schäfer-Gümbels Brille kommen aber 80 Prozent Untergesicht raus, mit so einer kleinen schmalen Denkbeule obendrauf. Der Oberkopf sieht bei ihm aus – da will man sofort mit einem Grafikprogramm dran! Sein Imageberater sollte sich bis zum 18. Januar auch mal um seine Frisur kümmern.
Noch einmal: Zu welcher Brille würden Sie dem Spitzenkandidaten, der ja selbst den Verbesserungsbedarf erkennt, denn raten?
Eine in nostalgischer Pantoform, pantoskopisch verrundet, wie sie unsere Opas seit den zwanziger Jahren getragen haben. Die haben schon mal 25, 26 Millimeter Brückenweite. Die Gläser kosten pro Stück höchstens 200 Euro und die Fassung 200 bis 400. Herr Schäfer-Gümbel sollte aber um Gottes willen zu einem Kollegen gehen, der bei der Beratung von den Brillengläsern ausgeht und nicht von „modischen“ Fassungen.
Wenn es nur die Brille wäre, dann wäre die Hälfte schon gewonnen
Claus Behrens (chipin)
- 14.11.2008, 18:14 Uhr
Niveau ist keine Tagescreme!
Julia Schulz (JuliaSchulz)
- 14.11.2008, 18:16 Uhr
Tut das zur Sache?!?
Leon Hartner (l.hartner)
- 14.11.2008, 18:31 Uhr
Da hat er Recht.
heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)
- 14.11.2008, 19:42 Uhr
Hmmmm!?
Christina Walther (pustekuchen1981)
- 14.11.2008, 20:07 Uhr