03.01.2010 · Die Feiertage sind vorbei, jetzt werden erst mal die Scherben zusammengekehrt. Denn wie schlimm das neue Jahr für unsere Promis wird, Gott, man mag sich das nicht vorstellen. Die Gazetten tun es trotzdem - ein erster Überblick, von „Schniedel-Woods“ bis Lothar Matthäus.
Von Alexander MarguierDie Feiertage sind vorbei, jetzt werden erst mal die Scherben zusammengekehrt. Denn wie immer ist während der besinnlichen Zeit auch bei unseren Prominenten so einiges zu Bruch gegangen. Besonders hoch her ging es im Ferienhaus von Charlie Sheen, wo der Hollywood-Star das erste gemeinsame Weihnachtsfest mit seiner Frau Brooke Mueller und den beiden neun Monate alten Zwillingen Bob und Max begehen wollte. Sagen wir so: Das familiäre Harmoniepotential wurde bei diesem Versuch noch nicht vollständig ausgeschöpft. Bunte zitiert einen Freund des Paares, der offenbar froh sein muss, den Festivitäten halbwegs unbeschadet entronnen zu sein: „Sie stritten sich bereits beim Abendessen, und so ging’s bis zum nächsten Morgen weiter. Und sie tranken. Das war ein Fehler.“ In der Tat, denn als wenig später die Polizei anrückte, behauptete Brooke Mueller (Restalkohol 1,3 Promille), „ihr Mann habe sie gewürgt und mit einem Messer bedroht“, während der wiederum (Restalkohol schlappe 0,4 Promille) angab, „in Notwehr gehandelt zu haben“. Dazu fällt uns der beliebte Frankfurter Stimmungshit von der Frau Rauscher aus der Klappergass’ ein: „Die Fraa Rauscher aus de Klappergass, die hoot e Beul am Ei, ob des vom Rauscher, obs vom Alte kimmt, des klärt die Bolizei.“
Sheens Kollegin Susan Sarandon (63), laut Bunte „eine der vernünftigsten Frauen Hollywoods“, ist dagegen aus dem Gröbsten raus, sie hat ihre dreiundzwanzigjährige Ehe mit dem Schauspieler Tim Robbins (51) erfolgreich zu den Akten gelegt. Ihr neuer Lover heißt Jonathan Bricklin und ist 32 Jahre jünger, was ja durchaus vernünftig ist. Erstaunlich finden wir allenfalls, wie die beiden zueinander gefunden haben: „Der gutaussehende Junggeselle und die gefürchtete temperamentvolle Rothaarige kennen sich seit 2007, als Bricklin in einem New Yorker Loft sogenannte Naked Pingpongpartys veranstaltete.“ Leider lässt Bunte uns über die Modalitäten dieser Trendsportart im Unklaren, wir hätten gern mehr gewusst.
„Schniedel-Woods“ und die organisatorische Höchstleistung
A propos körperliche Ertüchtigung: Derzeit fallen ja alle über Tiger Woods her, weil „Schniedel-Woods“ (Bild) den alten Spruch von wegen „Haben Sie noch Sex, oder spielen Sie schon Golf“ mit einer sehr eindrucksvollen Bilanz bei Auswärtsbegegnungen geradegerückt hat. Da finden wir es sympathisch, dass wenigstens sein alter Sportsfreund Boris Becker dem Seitenspringer in Das Neue Blatt zur Seite springt: „Was er da, rein logistisch, alles vertuschen musste. Dauernd die Spuren verwischen, die Telefone wechseln. Das ist organisatorische Höchstleistung.“ Und Becker weiß, wovon er redet – derweil Woods sich laut Gala „in seiner Hollywood-Villa verschanzt und den ganzen Tag Zeichentrickserien schaut“. Wahrscheinlich läuft „Fritz the Cat“.
Ähnlich einsam dürfte der Jahreswechsel für Lothar Matthäus verlaufen sein, den weltgewandten Rekordnationalspieler („I’m a German record-player“). Nach nur einem Jahr steht die Ehe des notorisch unterschätzten Fußball-Idols (48) mit dessen Frau Liliana (22) angeblich vor dem Ende. Bild bekam Matthäus im fernen Russland ans Telefon, er gestand: „Wir wollten gemeinsam Silvester hier in Moskau verbringen, aber dann hatten wir Meinungsverschiedenheiten und beschlossen, eine Auszeit zu nehmen.“ Fotos, die Liliana bei einer Party in Kitzbühel an der Seite eines Münchener Unternehmersohns zeigen („Sie hat ihre Hand auf seinem Schenkel“) lassen darauf schließen, dass die Auszeit in die Verlängerung gehen dürfte.
Sarrazin - mit Kopftuch?
Doch das ist geradezu harmlos im Vergleich zu den Schicksalsschlägen, die Semino Rossi verkraften muss: „Schock! Sein Leben steht kopf!“, titelt Echo der Frau über den „erfolgreichen Schmusesänger“, für den es sich allerdings schon bald ausgeschmust hat. Denn Herr Rossi sucht das Unglück, indem er „eine heimliche Romanze mit einer anderen Frau“ eingeht und bald darauf von seiner eigenen Gattin verlassen wird. Okay, er selbst ahnt davon noch nichts, aber wofür gibt es schließlich die „Kölner Star-Hellseherin Soraya“? Das rheinische Medium lässt sich nicht lumpen und prophezeit – wo man schon mal dabei ist – auch Seminos ältester Tochter Laura, „dass sich der Freund der 18-Jährigen von ihr trennen wird. Eine bittere Enttäuschung für die junge Frau, weil sie sich viel von der Beziehung erhofft hat.“ Ob der „Glücks-Aktivator“, den eine konkurrierende Hellseherin namens Maria Esmeralda ein paar Seiten weiter den Echo der Frau-Lesern ans Herz legt, mit seiner „unerklärlichen Strahlung (was die Unschärfe des Fotos erklärt)“ angesichts dieser vertrackten Situation noch helfen kann, muss bezweifelt werden.
Anstatt Hellseherinnen zu befragen, erfindet Bild in seiner Silvesterausgabe traditionell die besten Schlagzeilen des neuen Jahres einfach selbst. Unser Favorit: „Sarrazin – privat trage ich gerne Kopftuch“. Auch nicht schlecht: „Westerwelle & Michi Mronz: Traumhochzeit in Gelb“. Und unser eigener Vorschlag: „Nie mehr diese jungen Dinger – Lothar Matthäus zieht bei Heidi Kabel ein.“