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Veröffentlicht: 02.02.2013, 19:18 Uhr

Herzblatt-Geschichten Wer ist Jeanette?

Einige unserer Fußballstars haben neue Freundinnen, während Schlagersänger Gottlieb Wendehals mit vergangenen Eroberungen prahlt. Aber zum Glück sind wir gut in Mathe und können ihn als Aufschneider überführen.

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© dapd Spricht endlich über die Gesundheitsgefahr „Modern Talking“: Dieter Bohlen

Eine Woche mit mindestens fünf Talkshows ohne, aber über Brüderle und mit gefühlt 2435 Grundsatzbeiträgen zum Thema Sexismus hat ihre Spuren hinterlassen. Der schlimmste Kollateralschaden der Dirndl-Affäre ist ganz gewiss die Ankündigung von Brüderles Parteifreund Wolfgang Kubicki, er werde nun nicht mehr mit Journalistinnen flirten. Das haben sie nun davon, ätsch. Irritierenderweise ist der Aufschrei der Damenwelt bislang ausgeblieben, und es ist auch noch keine Kollegin in Warnstreik getreten, um Kubicki von seinem perfiden Plan abzubringen. Kommt sicher alles noch.

Jörg Thomann Folgen:

Doch auch wir haben das Ganze nicht unbeschadet überstanden. Bei der an sich so heimeligen Herzblatt-Lektüre zucken wir ständig zusammen, entdecken wir doch überall Zweideutigkeiten. So scheint mit Christian Lindner gleich der nächste FDP-Hoffnungsträger zu verbrennen, durch seine Antwort auf die Bunte-Frage, was er an Frankreich liebe: „Der Rheinländer sagt über Frankreich: Baguette, Jeanette, o, là, là (...) Ich sage: Savoir-vivre ist besser als German Angst.“ Wer zum Teufel ist Jeanette? Und ist Brüderliches Savoir-vivre wirklich besser als die neue German Flirt-Angst? Ja, nicht mal Alice Schwarzers Antwort können wir unbefangen lesen, wenn sie Frankreich preist, weil sie da „selbstverständlich das Gemüse betasten darf“. Hoffentlich nicht das junge!

Modern Talking machte krank

Und darf man noch, wie Echo der Frau es tut, so etwas über eine Prinzessin schreiben: „Besonders süß: ihre kleinen, dicken Ärmchen“? Wären wir Athena von Dänemark, wir würden uns beschweren; Glück fürs Echo der Frau, dass sie erst eins ist und noch nicht lesen kann. Deutlich älter und - vermutlich - lesefähig ist Kim Kardashian, über die ein mutmaßlich männlicher In-Journalist mitteilt: „Kim Kardashian kann man derzeit nur schwer in die Augen schauen. Ihre Brüste sind durch die Schwangerschaft noch präsenter als zuvor.“ Damit erreicht er einen echten Spitzenwert auf der Brüderle-Skala.

Landtagssitzung in Kiel Will nicht mehr mit Journalistinnen flirten: FDP-Mann Wolfgang Kubicki © dpa Bilderstrecke 

Dass bei In-Journalisten, wenn sie schreiben, das Hirn nicht immer gar so präsent ist, beweist auch Kollege „BL“, der über Jennifer Lopez, 43, schreibt: „Erst kürzlich verriet die Zwillingsmama, dass ihr der Altersunterschied zwischen ihr und Lover Casper Smart (25) doch ganz schön zu schaffen macht. Satte 25 Jahre trennt das Paar!“ Hoffentlich, lieber BL, haben Sie noch einige andere Talente, Mathe und Grammatik liegen Ihnen ja nicht so. Über das Fitnessprogramm der Lopez berichtet Intouch: „Ihr Tipp für einen energiereichen Start in den Tag: um vier Uhr morgens aufstehen und erst mal 90 Minuten lang tanzen. ,Das macht richtig Spaß und wach‘, so die Latina.“ So richtig wach und frohgemut macht es sicher auch die Nachbarn.

Womit wir bei Sängerin Kristina Bach wären, die in der Bunte-Serie rund um übersinnlichen Quark Besuch von einer Raumklärerin bekommt. Das ist keine Putzfrau, sondern jemand, der festsitzende negative Energien verscheucht. Dazu schwingt sie eine Muschelrassel, lässt einen Gong 124 Mal und eine Klangschale 30 Mal ertönen - und hat am Ende nicht nur die bösen Geister, sondern gewiss auch alle Nachbarn vertrieben. Wo hat der Gong, fragt Bunte, „besonders laut gescheppert? ,Das war hier.‘ Wir stehen vor Bachs Fernseher mit dem Riesenbildschirm.“ Doch Dieter Bohlen und Florian Silbereisen werden Frau Bach nun hoffentlich nicht mehr heimsuchen. Bohlen übrigens taucht auf den Bunte-Seiten über Magenprobleme auf, mit dem Zitat: „Modern Talking machte mich krank.“ Das ist interessant, denn wissen Sie was, Herr Bohlen? Uns ging es genauso.

Wieder ist ein prominenter Aufschneider demaskiert

Frau im Spiegel klärt uns derweil auf über „das Liebes-Karussell“ unserer Star-Fußballer und ihrer Spielerfrauen, über Mario Gomez (neue Freundin, Dessous-Model), Mesut Özil (vielleicht neue Freundin, Pop-Sternchen), Marco Reus und André Schürrle (von ihren Freundinnen getrennt). Und über Oliver Kirch. Den kennen Sie nicht? Er ist bei Dortmund unter Vertrag, hat dort bislang nur drei Bundesliga-Spiele gemacht, ist aber mit einem Model verheiratet, das nebenbei noch „zwei Modegeschäfte in Bielefeld und auf der Nordseeinsel Sylt betreibt“. Doch kann man noch von einer Spielerfrau sprechen, wenn der Mann gar nicht spielt? Ist dann nicht eher der Herr Kirch ein Modelmann?

Ein längst getrenntes Paar, beide Sänger, liefert sich einen Streit in Bild. Mary Roos sagt über ihren als Gottlieb Wendehals berüchtigten Ex-Mann Werner Böhm, der an einem Buch sitzt: „Wenn Werner jeder seiner Geliebten eine Seite widmet, würde das Buch so dick wie das Hamburger Telefonbuch werden.“ Darauf Böhm: „Telefonbuch? Zwölf Bände des Brockhaus würden da nicht reichen!“ Wir halten das für übertrieben, und wir können es beweisen: 816 Seiten hat jeder Band, zwölf Bände 9792 Seiten. Sollte Böhm, 71, mit 14 Jahren zum Mann geworden sein, dann hat er knapp 21.000 Tage der Geschlechtsreife hinter sich - und müsste davon jeden zweiten Tag eine neue Geliebte empfangen haben. Und wieder ist ein prominenter Aufschneider demaskiert; sein Pech, dass wir so gut in Mathe sind.

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Quelle: F.A.S.

 

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