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Herzblatt-Geschichten Sie hat sich rausgenacktet

Diese Woche lässt sich in den Herzblättern einiges lernen - zum Beispiel neue Wörter. Gloria von Thurn und Taxis zeigt Heidi Klum, wie der perfekte Business-Auftritt aussieht. Und ein Erotik-Star erklärt den neuen „Silikon-Po“ von Christina Aguilera.

© REUTERS Vergrößern Christina Aguilera

Wörter, die wir diese Woche gelernt haben: rausnackten und Ex-Hamster. Wort 1 stammt von Sarah Joelle Jahnel, Kandidatin bei „Deutschland sucht den Superstar“, die sich im Playboy ausgezogen hat und in Bild analysiert: „Damit habe ich mich jetzt wohl selbst rausgenacktet. Mir ist klar, dass ja vor allem Mädchen abstimmen, und die werden auf so was nicht stehen.“ Doch keine Sorge, Sarah Joelle: Bei „DSDS“ magst du rausfliegen, doch gibt es genug Sendungen im deutschen Fernsehen, in die man sich prima reinnackten kann.

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Der Ex-Hamster ist uns in mehreren Blättern begegnet; es handelt sich bei ihm um keinen Ex-Papagei wie bei Monty Python und auch nicht um ein identitätsverwirrtes Tier, das sich zum Meerschweinchen umoperieren ließ. Sondern um ein Pendant zur Ex-Freundin, gehörte der Wühler doch Justin Bieber, der ihn dann einem Fan schenkte und so zu seinem Ex-Hamster machte. Der brave Justin wiederum scheint immer mehr zum Ex-Bieber zu werden: Er schockiert „mit Ausrastern und Pöbeleien“ (Intouch) und wird laut Bunte häufiger „mit jointähnlichen Zigaretten“ gesichtet (jointähnliche Zigaretten, Bunte, sind das so was wie naturidentische Aromen?). „Er benimmt sich nicht wie ein Idiot, weil er berühmt ist“, soll sein Manager gesagt haben. „Er benimmt sich wie ein Idiot, weil er noch ein Kind ist.“ Womit er mal eben sämtliche Kinder beleidigt und damit auch alle Bieber-Fans.

Nicht mit Hamstern, sondern mit Alpakas kuschelt das Sangesduo Geschwister Hofmann. Das goldene Blatt zeigt Alexandra und Anita neben Alpaka Almacello, in den sie sich auf einer Alpaka-Farm in Sachsen „Hals über Kopf“ verliebt hätten. Auch Das neue Blatt war vor Ort, zeigt ebenfalls ein Foto und schreibt: „Vor allem Fabio hatte es ihnen angetan.“ Armer Almacello, so schnell wird man zum Ex-Alpaka. Aber es sind ja zwei Schwestern und zwei Alpakas, das sollte dann doch aufgehen.

Wir bleiben in der Familie: Die Schwester der Neues-Blatt-Leserin Marianne P. aus Recklinghausen „hört schlecht, will sich das aber nicht eingestehen. Ich habe schon mit Engelszungen auf sie eingeredet, doch sie ignoriert das Thema einfach.“ Vielleicht, liebe Frau P., sind Sie schlicht zu leise? Versuchen Sie es statt mit Engelszungen doch mal mit Höllenlärm. Es kann freilich auch sein, dass Ihre Schwester ein Typ wie Katja Riemann ist, die gerade beim NDR-Fernsehen saß und keine der zugegebenermaßen dämlichen Fragen des Moderators verstanden, geschweige denn beantwortet hat. Dabei war sie offensichtlich weder betrunken wie kürzlich Jenny Elvers an gleicher Stelle, noch hatte sie jointähnliche Zigaretten geraucht - was ihren Auftritt nicht besser macht.

Sich selbst recht gut findet auch Heiner Lauterbach. Von Bunte befragt, womit er seiner Frau zum letzten Mal „eine wirkliche Freude“ gemacht habe, antwortet er: „Mit meiner täglichen Anwesenheit. Ein größeres Geschenk gibt es doch gar nicht.“ Uns würden da, ehrlich gesagt, schon ein paar größere einfallen. Aber gewiss auch ein paar kleinere, etwa die tägliche Anwesenheit von Katja Riemann.

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Was wir gar nicht gern hätten: einen „neuen Silikon-Po“, wie er laut Intouch Christina Aguilera ziert. Der dazu befragte „Erotik-Star Annina Ucatis“ hat so einen Eingriff hinter sich und rät entschieden ab: „Die Polster liegen ja genau auf dem Ischias-Nerv.“ Eher höhere Regionen betont Heidi Klum gern, wofür Designer Guido Maria Kretschmer sie in Intouch verteidigt: „Ich finde es schön, einen Busen zu haben.“ Was seltsam ist, er hat nämlich gar keinen.

Wie „der perfekte Business-Auftritt“ aussieht, das könnte Klum bei Gloria von Thurn und Taxis lernen, die auf ihrem Familiensitz zweitägige Benimmkurse anbietet. Für 1800 Euro lehrt einen die Fürstin unter anderem, im Lokal nie einen Teller zurückgehen zu lassen: „Sonst setzt man sich der ungeheuerlichen Gefahr aus, dass die in der Küche draufspucken und das Essen dann wieder rausschicken.“ Unmöglich, dieses Dienstpersonal! Da sollte sie besser Benimmkurse für Köche und Kellner anbieten.

Einen Knigge für Kinder hat eine andere Adelstante, Tamara Gräfin von Nayhauss, im Programm. Im Goldenen Blatt verrät sie das Lied, das sie mit ihren Sprösslingen singt: „Ellenbogen, Ellenbogen, sei doch nicht so ungezogen, auf dem Tisch sollst du nicht sein, denn wir essen jetzt allein.“ Das trällern wir mit unseren Kleinen jetzt auch und haben noch eine zweite Strophe gedichtet: „Wir woll’n mit off’nem Mund nicht kauen und keinen mit dem Löffel hauen, die Gabel nicht ins Auge stechen und hinterher nur ungern brechen.“ Kommt prima an!

Wer aber weist die Kollegen der Echo-der-Frau-Leserin Hilla P. zurecht? „Unsere Kaffeeküche ist ein Saustall. Als nun ein Kollege seine Socken zum Trocknen über den Toaster legte, flippte ich aus“, klagt sie. Das, liebe Frau P., ist in der Tat „wahnsinnig peinlich“ (Katja Riemann) und zudem völlig unproduktiv: Wir packen unsere Socken immer in die Mikrowelle, da trocknen sie viel schneller.

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 16.03.2013, 19:23 Uhr