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Veröffentlicht: 18.06.2017, 13:27 Uhr

Herzblatt-Geschichten Sex und Salatpflanzen ist Gottesdienst

Amal und George Clooney erwarten ein überdimensional großes Baby. Fernsehpfarrer Jürgen Fliege sollten die beiden die Taufe ihres Kindes nicht überlassen.

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© AP Erwarten ebenfalls Zwillinge: George und Amal Clooney

Wer dieses Heft nicht kauft, ist ein Meister der Selbstbeherrschung: „Maren Gilzer – Frisch verliebt – Erstaunlich, womit ihr Neuer sein Geld verdient“, titelt Freizeitspass. Sofort setzt sich da das Gedankenkarussell in Gang, welchen exotischen Job der Mann haben mag: Ob er wohl Aktmodell ist? Raubtierdompteur? Bankräuber? Oder geht er derselben Arbeit nach, die seine Freundin berühmt machte – ist er Buchstabenumdreher in einer Fernsehshow?

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Vor der Aufklärung erzählt uns Freizeitspass erst einmal einen packenden Kurzroman, in der Hauptrolle: Gilzers Hündin Tinka. „Mein Hund hat mich verkuppelt“, sagt nämlich Gilzer, deren Ehe vor vier Jahren zerbrochen war. „Für Marens Hund Tinka war klar: Ohne tierische Hilfe findet Frauchen so schnell keinen neuen Mann.“ Also nahm Tinka „die Sache in ihre bewährten Pfoten“, und zwar in einem Tapas-Restaurant. „Er saß draußen mit seinem kleinen, süßen Mischlingshund Bobby“, erinnert sich Gilzer, „und ich kam mit Tinka angedackelt.“ Wer nun glaubt, bei Tinka handele es sich um einen Dackel, der liegt falsch, sie gehört der Rasse Bolonka Zwetna an, aber „ich kam mit Tinka angebolonkazwetnat“ klingt nicht gut. Seit jenem Tag auf jeden Fall ist Gilzer mit Bobbys Herrchen Harry zusammen, und hier kommt nun endlich die heißersehnte Auflösung des Rätsels, womit ihr Neuer sein Geld verdient: Harry arbeitet „als erfolgreicher Unternehmer in der Zahnersatz-Branche“. Das ist ja wirklich ein Ding.

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Schweigsame Sportart

Welchem Beruf sie ausüben, das spielt in den „Steckbriefen“, welche Bild den Fotos ihrer sogenannten Bild-Girls beifügt, keine Rolle, dafür wird nach so essentiellen Dingen gefragt wie dem „schlimmsten Dessous-Fehlkauf“; anscheinend gehört es zum Dasein eines Bild-Girls dazu, sich regelmäßig unpassende Unterwäsche zuzulegen. Der schlimmste Dessous-Fehlkauf von Bild-Girl Carolin (26) aus Erfurt jedenfalls war „neon! Die Farbe steht mir gar nicht.“ Liebe Bild, liebe Carolin (26) aus Erfurt: Neon, so leid es uns tut, ist keine Farbe – ebenso wenig wie, zum Beispiel, Acryl, Öl, Wasser oder Tarn. Auf dem Foto übrigens, das Bild von ihr zeigt, verzichtet Carolin weitgehend auf Dessous, womöglich aus Angst, dass die ihr wieder nicht stehen könnten.

47007090 © dpa Vergrößern Die Art wie der TV-Pfarrer Jürgen Fliege Gott ehrt, erinnert eher an die Praktiken einer Hippie-Sekte. Man muss davon ausgehen, dass er die Bibel nur nach ein paar Bier in die Hand genommen hat.

Wer die Institution des Bild-Girls per se als frauenfeindlich ablehnt, der dürfte auch keine Freude daran haben, was Udo Riglewski, „ein smarter Ex-Tennisprofi“, Bunte über seine Jugendjahre erzählt: „Ich war in einer Gruppe mit Boris Becker, wir haben uns in Leimen immer gepusht, täglich gingen wir ans Limit. Der Schlechteste unter uns Jungs musste dann immer ein Match gegen Steffi Graf spielen.“ Unsere Steffi, nicht mal ein Trostpreis, sondern eine Strafe! Hoffen wir, dass sie die Jungs stets besiegt hat.

Wir wechseln die Disziplin. Andrea Kiewel habe ihre Eltern als „nicht wirklich gesprächig“ bezeichnet, und als Kind „suchte sie dann mit dem Schwimmen auch noch eine Sportart aus, bei der man ebenfalls wenig redet“, schreibt Das goldene Blatt. „Wenig“ ist gut, ihr Sportskanonen vom Goldenen Blatt – versucht mal, beim Kraulen nur einen Satz zu sagen, ihr habt sofort Wasser im Mund.

Eine Frau, eine Geburtstation

Ins Nasse zieht es auch den früheren Fernsehpfarrer Jürgen Fliege, der mit seiner neuen Partnerin am Starnberger See lebt und Freizeitrevue anvertraut: „Manchmal fahre ich mit dem Segelboot raus und springe nackt ins Wasser. Das ist das Glück.“ Vielleicht für ihn, nicht aber für den Starnberger See, wo es nun zu massiven Stornierungen kommen dürfte. Die Villa am See, lesen wir weiter, brauchte Fliege gar nicht: „Mir würde eine Klosterzelle reichen. Ich mag das einfache Leben. Deshalb fliegt er auch gerne mit Andrea in sein Haus nach La Palma. Wie gern würden auch wir so einfach leben, doch ein Haus auf La Palma können wir uns leider nicht leisten. Dort jedenfalls lebten er und Andrea „viel näher zusammen“, fährt Fliege fort und behauptet: „Sex und Salatpflanzen ist Gottesdienst.“ Eine Menge Leute werden jetzt überrascht sein, wie intensiv sie sich regelmäßig religiös betätigen, und wir meinen nicht nur Gärtner. Immerhin ist Fliege so diskret, zu verschweigen, wie häufig er mit seinen 70 Jahren noch Gott dient.

Nicht ganz so große Fans des einfachen Lebens scheinen Amal und George Clooney zu sein, denn für die Geburt seiner Zwillinge Ella und Alexander reservierte das Paar „im Londoner Chelsea and Westminster Hospital einen ganzen Flügel“, weiß Bunte. Noch professioneller gingen es Beyoncé und ihr Mann JayZ vor der Geburt der Zwillinge an: „Auf seinem Hollywood-Anwesen ließ der Musikmogul eine Geburtsstation einrichten – für rund 1,1 Millionen Euro.“ Da muss die Gattin aber noch eine ganze Menge Babys kriegen, bis sich die Sache rechnet.

Kopie von 47035168 © Reuters Vergrößern Geburtsstation auf dem Anwesen? Wie viele Babys müsste Beyonce da wohl noch bekommen, bis sich das rechnet.

Männer mit schönem Charakter

Ebenfalls gut betucht ist wohl der neue Freund der Hamburger Designerin Jessica Klatten, was Bunte zum Urteil bewegt, sie verfüge „offensichtlich über ein feines Gespür für einnehmende Ausnahmemänner“. Ausdrücklich gewarnt hingegen sei vor ausnehmenden Einnahmemännern, das sind nämlich häufig Heiratsschwindler.

Welche Sorte Mann sie bevorzugt, lässt Model Angelina Kirsch Closer wissen: „In meinem Job treffe ich viele schöne Männer, aber viel wichtiger ist ihr Charakter. Ich mochte immer die Südländer-Typen: groß und dunkel...“. Alle Männer mit großem und dunklem Charakter dürfen sich dann gewiss gern bei ihr melden.

47007113 © dpa Vergrößern Wer mit Model Angelina Kirsch anbandeln will, muss nicht besonders gut aussehen. Allerdings sollte man über einen südländischen Charakter verfügen: dunkel und groß.

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