13.08.2006 · Was ist für Boris Becker wichtiger als Sex? Wie schlecht geht es Paul McCartneys Noch-Gattin? Und wie kriegt Robbie Williams hübsche Mädchen in seine Suite? Neue Herzblatt-Geschichten.
Von Peter LückemeierDürfen wir gleich mit einer schwierigen Frage beginnen? Danke. Also, Barbara Herzsprung (knapp 52), die Frau des Schauspielers Bernd Herzsprung, hat sich liften lassen und sieht jetzt glatt zwei Monate jünger aus. Sie ließ sich operieren, ohne ihren Gatten davon zu informieren. Bunte will wissen, warum. Frau Herzsprung aber sagt: „Warum soll ich denn meinen Mann fragen, wenn ich mich liften lassen will. Das geht ganz allein mich etwas an.“
Jetzt die Frage: Hat Frau Herzsprung recht? Einerseits schon, klar, es ist ihr Gesicht. Aber gibt es nicht auch mißglückte Schönheitsoperationen? Kann nicht manche streng geliftete Frau nur noch lächeln, indem sie das Bein anwinkelt und den Arm hinterm Kopf verschränkt? Sollte der Ehemann von diesen Risiken nicht vorher wissen? Wie denken Sie darüber? Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Partner, wir haben keine Zeit dazu, wir denken weiter über die Frauen nach.
Ich bin wie ein teures Menü
Wie unendlich hart diese Frauen doch sein können. Denken Sie nur an Anna Kournikova, den kurvigen Tennisstar - superhübsch, aber voll die Zicke: „Ich bin wie ein teures Menü“, soll sie zu einem Verehrer gesagt haben, „du kannst es dir anschauen, aber du kannst es dir nicht leisten.“ Sind alle Frauen so eingebildet? Nein, gottlob nicht. Ulrike Sommer, die nur ganz wenig füllige Frau des DGB-Chefs, zeigt in Revue liebenswürdige Selbstironie. Auf die Frage, ob der Gewerkschaftsboss gelegentlich im Haushalt helfe, sagt sie prustend vor Lachen: „Der Sommer kocht phantastisch. Das sehen Sie doch auch an meiner Figur.“
Tadellos gewachsen ist Michaela Z. (37), die als „Ottis Bikini-Mädchen“ zu Kurzzeitruhm kam. In Bild zeigt sie jetzt nicht nur ihre sehr erfreuliche Bauch-Brust-Partie, sondern kündigt an, ein Buch zu schreiben. Über Otti. Ein Enthüllungsbuch. Nun möchte man sich den extrem korpulenten Schauspieler ja nur ungern enthüllt vorstellen, erfährt aber schon jetzt in Bild: „Fast vier Monate lebten wir wie ein Ehepaar. Wir gingen händchenhaltend durch Bamberg, saßen küssend in Lokalen.“
Drei halbleere Flaschen Allzweckreiniger
Da wundert man sich doch sehr, daß Ottis Gattin ihn zurückgenommen hat, ist zugleich aber darüber froh, denn bei Fischers sind die Konflikte nicht so eskaliert wie bei den McCartneys. Sir Pauls Leibwächter haben kürzlich ja sogar die Polizei gerufen, weil Gattin Heather nach Bunte-Beobachtungen drei halbleere Flaschen Allzweckreiniger aus seinem Landhaus mitgenommen hatte. Du liebe Güte, ist das nicht schlimm? Einst lebte sie in Saus und Braus an der Seite eines reichen Mannes, jetzt entwendet sie seinen Allzweckreiniger.
Jetzt zu den Männern. Neid ist uns eigentlich fremd. Aber als Bild jetzt in Wort und Fotos dokumentierte, daß Robbie Williams nur an einem sehr hübschen Mädchen vorbeizugehen braucht, sie nett anlächelt - und schon strahlt sie ihn begeistert an, aber damit nicht genug: Kurz darauf läßt das Minirock-Mädel sich von Robbies Bodyguard etwas ins Öhrchen flüstern, nickt, geht zum Fahrstuhl und bleibt drei Stunden in seiner Suite. Da wird man als Normalo doch verrückt vor Neid, oder? Gut, bei uns im Urlaub lief's jetzt auch nicht so schlecht, aber das ist ja nicht unser Thema. Vielmehr wollen wir einen Gedanken verschwenden auf das Pech der Verena K., der Lebensgefährtin des Torwarts Kahn.
Wer ist Tony Blair?
Verena hatte einen jungen Mann für den Neffen des schwerreichen Reeders Niarchos gehalten, hatte mit ihm herumgemacht und also ihren Torwartfreund Kahn verraten. Schlimm genug für Kahn, Revue schreibt, sein Antlitz sei „eine zerklüftete Landschaft aus Zorn und Verletztheit“, doch auch Verena steht schön dumm da, denn der Reedersneffe entpuppte sich als Arbeitsloser mit Ein-Zimmer-Apartment. Offensichtlich also ist Verena ähnlich intelligent wie ihr Vorbild Paris Hilton. Die wurde kürzlich gefragt, wie sie Tony Blair finde, fragte aber zurück: „Wer ist das?“
So doof werden Sie, liebe Leserinnen, niemals sein. Im Gegenteil, Ihre soziale Intelligenz wird durch Revue und Zsa Zsa Gabor (104) jetzt noch gesteigert. Die hat nämlich lebensklug geäußert: „Versöhne dich mit einem Mann nie an einem Sonntag. Da haben die Juweliere geschlossen.“
Fasziniert von dem Wesen Frau
Zum Schluß ein Wort über Boris Becker. Der Mann scheint geradezu kathartisch geläutert. Nicht nur kümmert er sich um sein süßes uneheliches Töchterchen Anna, nicht nur sagt er wunderschöne Dinge wie: „Ich bin generell fasziniert von dem Wesen Frau.“ Nein, er hat jetzt auch eine fein differenzierte Einstellung zum Sex: „Wir wollen es alle, wir brauchen es alle. Aber noch mehr geht es mir darum, Werte zu vermitteln.“
Ja, Spitze! Supi! Werte! Wir riefen gleich nach unserer neuen Redaktionsassistentin Betti (sehr zierlicher Hardbody, aber gut proportioniert): „Betti, kannste mal bitte kommen, wollen wir uns gegenseitig mal ein paar Werte vermitteln?“ Sie kam sofort. Es wurde sehr wertvoll.
Herzblattgeschichten sind die besten
Ulrich Walter (UlrichWalter)
- 24.08.2006, 13:25 Uhr
Die Welt des Boulevards
Peter Lückemeier Jahrgang 1950, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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