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Herzblatt-Geschichten Quietschen und hotten

Präsident Obama darf nach seinem Phallus-Sieg weiter eregieren, Naomi Campbell lädt ein paar Promis zum Abhotten ein. Leider ohne Nena, die sich derweil ganz profane Gedanken macht - über das Älterwerden.

© dapd Vergrößern Für ihren Liebsten nur das Beste: Naomi Campbell mietete eine indische Festung für ihren Freund Vladimir Doronin

Liebe Frauen dieser Welt: Nehmt euch mal ein Beispiel an Naomi Campbell. Ihr Freund Wladimir Doronin wurde gerade fünfzig, und so hat sie das gewürdigt: Sie mietete die historische Festung der indischen Stadt Jodhpur, ließ Diana Ross für die Show einfliegen, brachte die Gäste von Kate Moss bis Sarah Ferguson im Fünf-Sterne-Hotel unter und ließ ein riesiges Plakat drucken, das Doronin als 007 und Naomi als Bond-Girl zeigt. So eine Party würde uns auch gefallen, ordentlich abhotten mit Moss und Ross, Fergie dürfte gern zu Hause bleiben. Allerdings sind wir kein Milliardär wie der Herr Doronin, bei denen sind Frauen eher zu solchen Opfern bereit. Also auch für Veronica Ferres’ Liebsten Carsten Maschmeyer, der laut Bunte 1,05 Milliarden Euro schwer ist. Glück für Vroni, dass Maschmeyers Fünfzigster schon ein paar Jahre zurückliegt, da muss sie jetzt nicht die Naomi spielen.

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So richtig Kohle haben demnach auch Michael Schumacher (600 Millionen), Karl Lagerfeld (300 Millionen) oder die Guttenbergs, die Bunte zufolge mit 450 Millionen Ernst August von Hannover (400 Millionen) abgehängt haben; da hat sich Karl-Theodors Rückzug aus der Politik offenbar gelohnt. Überhaupt ist Politik ein unangenehmes Geschäft, auch in Norwegen: Da hat Königin Sonja die Parlamentarier zum traditionellen Stortingsmiddag geladen, und was gab’s laut Frau im Spiegel zu futtern? „Elch mit Roter Bete“. Wer will denn so was essen? Rote Bete, das ist doch eklig!

Von Pferden und Reality-Soaps

Auch nicht unvermögend ist Helmut Baron von Finck, der einen Rennstall besitzt und in Bunte berichtet, wie alles anfing: In Baden-Baden „hat mir ein Pferd direkt in die Augen geschaut und gesagt: ,Ich gewinne, ich mache das schon.’ Daraufhin habe ich 10.000 Mark auf das Pferd gesetzt - und 30.000 Mark gewonnen.“ Kein Wunder, dass wir selbst auf keinen grünen Zweig kommen, denn wir wären, hätte uns ein Pferd angequatscht, schleunigst abgehauen und daheim unter die kalte Dusche.

Wir würden auch nicht auf einer Bühne mit Stühlen plaudern wie Clint Eastwood. In dessen Ehe scheint es nach Bunte-Informationen zu kriseln, freilich nicht wegen Clints chair affair, sondern wegen einer Reality-Soap seiner Gattin Dina über die Familie. „Ich denke, es war Clint peinlich, dass Dina sein Privatleben für so eine billige Show hergibt“, wird ein Insider zitiert. Gezeigt wird unter anderem, wie Tochter Francesca, 19, „eine 100.000 Dollar teure Hermès-Tasche verbrennt“. Ganz so billig scheint die Show also nicht zu sein.

Das Quietschen in der Kirche

Wie Eastwood ein Freund Romneys ist der Bauunternehmer Thomas Karmer, der bei Bild soeben „Verlierer des Tages“ war. Nicht wegen Romneys Schlappe, sondern weil Karmer hinterher als Gast bei Anne Will sagte, Obama habe einen „Phallus-Sieg“ errungen. Damit wollte er nicht umschreiben, dass Obama um Längen vorn lag, sondern hatte sich schlicht versprochen. Kopf hoch, lieber Herr Karmer, so was hätte uns auch passieren können, nur nimmt unser aufmerksames Korrektorat solche Freudschen Schnitzer stets raus. Gewonnen hat aber nun mal Obama, eregiert jetzt weiter im Oral Office. Ob ihn seine erste Dienstreise nach der Wiederwahl genitalien führt?

People Jenny McCarthy Jenny McCarthy bevorzugt es unten ohne in der Kirche © dapd Bilderstrecke 

Das führt uns ohne größeren Umweg zu Jenny McCarthy, Model und Schauspielerin, die mit gerade 40 Jahren schon siebenmal im Playboy zu sehen war und laut Bild ebendort zu Protokoll gab, sie gehe gern mal ohne Unterwäsche in die Kirche: „Ich mag es, wenn meine Pobacken auf der Kirchenbank quietschen.“ Für manchen vielleicht ein Grund, mal wieder zur Kirche zu gehen. Wenn’s quietscht, dann könnte das freilich auch Robert Pattinson sein, den Bild mit den Worten zitiert: „Ich knutsche ungewöhnlich laut. Es klingt, als würde ich in Gummistiefeln rumlaufen. Absolut unsexy.“ Hoffen wir wenigstens, er tut’s nicht in der Kirche.

Knackig aussehen

Apropos Quietschen: Nena hat sich zu Wort gemeldet. Sie habe, gesteht sie gegenüber Grazia, „Gedanken und Ängste“, was das Älterwerden betrifft: „Aber sie dringen nicht bis zu meiner Basis vor. Denn in unserem Zentrum sind wir alle knackig und stark.“ Woher weiß Nena, wie’s in unserem Zentrum aussieht? Da herrschen Verfall und Leerstand, wohin man schaut. Auch nicht jünger wird die Reality-TV-Geißel Robert Geiss, der sich laut Closer einem Eingriff am Gesicht unterzogen hat: „Gerade in der heutigen Zeit wäre man schön blöd, wenn man es nicht machen lassen würde.“ Er hat es machen lassen und sieht nun blöd schön aus.

Geissens Trash-Rivalin Daniela Katzenberger, 26, hingegen hat sich einem geistigen Eingriff unterzogen, wie sie In erzählt: „Ich habe in einer Rückführung erfahren, dass ich Ende 1760 gelebt habe. In Krombach.“ Seinerzeit hat sie noch nicht im Fernsehen genervt, sondern war ein „Hufschmied und Kutscher“ namens Benjamin Schindler: „Ich habe viel gearbeitet, war selten zu Hause. Und ich habe meine Frau betrogen.“ Das, lieber Herr Schindler, hätten Sie mal besser bleiben lassen, denn sehen Sie: Die kleinen Sünden straft der liebe Gott sofort. Und die größeren manchmal erst nach 250 Jahren.

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 11.11.2012, 19:16 Uhr