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Herzblatt-Geschichten Pointen fürs Finanzamt

 ·  Ein Milliardär aus Hongkong will für 50 Millionen Euro seine lesbische Tochter an den Mann bringen. Otto Waalkes findet seine Scheidungsrichterin attraktiver als seine Noch-Ehefrau. Und David Hasselhoff hat Angst vor Wasser.

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© dapd Vergrößern Angebot: 50 Millionen Euro bietet Cecil Chao demjenigen, der seine lesbische Tochter heiratet

So eine Chance bietet sich nur einmal: 50 Millionen Euro, berichtet Bild, stellt der Milliardär Cecil Chao aus Hongkong jenem Mann in Aussicht, der das Herz seiner hübschen Tochter Gigi (33) gewinnt. Leicht verdientes Geld für Herzensbrecher, hätte die Sache nicht ein, zwei größere Haken: Erstens ist Gigi seit fünf Monaten glücklich verheiratet, und das zweitens mit einer Frau. Deutschlands große Machos würde all das normalerweise nicht vom Kampf um die „Umdreh-Prämie“ (Bild) abhalten, doch noch hat sich keiner gemeldet. Über die Gründe wollen wir mal munter spekulieren: Rolf Eden wäre die Reise nach China zu beschwerlich, Bushido darf, seit er verheiratet ist, nicht mehr nach 18 Uhr raus, und Lothar Matthäus ist die Dame natürlich viel zu alt.

Weiterbildung in Rockmusik

Zu Wort gemeldet hat sich der in Finanzdingen versierte Uli Hoeneß, allerdings nicht zum Fall Gigi, sondern in einer Talkshow über Arm und Reich: „Unsere Spieler spielen eine Halbzeit fürs Finanzamt“, hat er laut Bild gesagt. „Deshalb spielen sie manchmal auch eine Halbzeit schlecht.“ Das klingt einleuchtend, setzt aber den FC Bayern dem Verdacht aus, in seinen ersten Saisonspielen Steuern hinterzogen zu haben, die hat er ja allesamt ordentlich gespielt. Als gewiefter Taktiker nicht nur in Geld-, sondern auch in Frauenfragen präsentiert sich Otto Waalkes, dessen Noch-Ehefrau, wie wiederum Bild berichtet, einen monatlichen Unterhalt von 10.000 Euro erstreiten will. „Sie ist immer noch eine schöne Frau“, so Otto. „Aber die Richterin gefiel mir fast noch besser.“

Einen Prozess verloren hat Dieter Bohlen, die arme Sau. Das sind natürlich nicht unsere Worte, sondern jene eines Mannes, der über seinen früheren Mitmusiker sagte: „Aber im Grunde ist er eine arme Sau - und das weiß er auch.“ Jetzt wissen es sogar alle, weil Bild berichtet, dass es sich bei dem Satz laut Gerichtsurteil um eine „hinzunehmende Meinungsäußerung“ handelt. Dabei ist doch bekannt, dass Dieter Bohlen stinkreich ist!

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© dpa Vergrößern Beeindruckt: Otto Waalkes steht mehr auf seine Scheidungsrichterin, als auf Eva Hassmann (r.)

Bohlens Kollege Heinz Rudolf Kunze hat eine neue Einnahmequelle entdeckt, er bietet Workshops an. Überraschender Teilnehmer: Christian Wulff. Unser jüngster Altbundespräsident „bildet sich in Rockmusik weiter“, weiß Bunte, und Kunze bestätigt: „Christian gibt offen zu, in dem Bereich ein Defizit zu haben.“ Laut Kunze plant Wulff keinen Rückweg in die Politik, dabei spricht die Weiterbildungsmaßnahme doch fürs Gegenteil - hat er doch das leuchtende Beispiel Sigmar Gabriels vor Augen, der es vom Pop-Beauftragten der SPD zum Parteichef brachte.

Die leichte Angst vor dem Wasser

Zurück zum Geld: Wir hoffen doch, Neues Blatt, dass Du ein hübsches Sümmchen einstecken konntest für Deinen „Bericht“ über Birgit Schrowange: „Bei ihrem Besuch in einem Adler-Modemarkt verliebte sich die Moderatorin (54) in dieses bunte Dirndl. ,Es gibt wirklich tolle Sachen dort‘, schwärmte sie.“ Was man eben so sagt, wenn man das Werbegesicht der Marke ist. Erstaunlicher schon diese Aussage der Bademeisterlegende David Hasselhoff: „Ich habe eine leichte Angst vor Wasser“, zitiert ihn Bild - was auf „die vielen Drehs im eiskalten, unsteten Meer“ zurückgehe. Deshalb also hat Hasselhoff Wasser jahrelang gemieden und sich eher anderen Getränken zugewandt. Wie, die Pointe gefällt Ihnen nicht? Dann verraten wir Ihnen ein Geheimnis: Die ist fürs Finanzamt gewesen. Wobei wir uns etatmäßig jetzt nicht als Bayern München der Kolumnisten betrachten würden, sondern eher als Greuther Fürth.

Und haben Sie, Florian Silbereisen, echt das gesagt, womit Sie nun im Goldenen Blatt auftauchen: „Ja, es gibt Gott - und er schaut uns zu“? Dann hoffen wir für Sie, dass Gott kein Fernsehkritiker ist, sonst könnte es beim Jüngsten Gericht ungemütlich werden. Ihrem Satz „Ich bin ein Teil von seinem Plan“ zufolge allerdings scheint Gott eher Programmdirektor zu sein.

Hula-Tanz im Baströckchen

Die Räuberpistole der Woche steht mal wieder in der Aktuellen: „William geschockt! Kate überfallen!“ posaunt sie auf ihrem Cover, das Kate mit hinter den Händen verborgenem Gesicht zeigt. In dem Tonfall geht es weiter. „++ Der brutale Überfall ++ Der brutale Überfall ++“ steht über dem Artikel, der die Schlagzeile trägt: „Der Schuss kam aus dem Nichts!“ Treue Aktuelle-Leser ahnen längst, dass es sich bei besagtem „Schuss“ um jene altbekannten, nun verbotenen Fotos handelt, bei denen Kate barbusig vom weit entfernten Paparazzo „überfallen“ wurde. Ach übrigens, William und Kate: Könnt Ihr, wo Ihr schon mal dabei seid, jene neuen Fotos, die Euch beim Hula-Tanz im Baströckchen auf Tuvalu zeigen, nicht gleich mit verbieten lassen? Die gehen nämlich gar nicht.

Eine schlechte Phase scheint auch Mark Medlock zu haben, RTL-„Superstar“ von 2007, über den In schreibt: „Mit einer Axt bewaffnet stand er pöbelnd vor dem Haus seiner Managerin.“ Da liegt die frühere „DSDS“-Jurorin Anja Lukaseder wohl nicht falsch mit ihrer Einschätzung, Medlock sei „falsch beraten“. Ihr eigener Rat allerdings scheint uns bei einem Mann, der mit Äxten hantiert, auch nicht so klug zu sein: „Ich würde“, empfiehlt Lukaseder, „jetzt sofort einen Cut machen.“

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