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Veröffentlicht: 01.09.2013, 12:03 Uhr

Herzblatt-Geschichten Okay, ich kann fliegen

Was wäre Fußball ohne Spielerfrauen? Wahrscheinlich das Gleiche wie Oper ohne Anna Netrebko. Wenn die demnächst noch à la David Copperfield durch die Philharmonie schwebt, ist der Weg zur RTL-Show nicht mehr weit.

© dpa Gleich hebt sie ab: Anna Netrebkos Flugstil gleicht ihrem Schwimmstil. Gut zu wissen.

Normalerweise würden wir so was nie schreiben, aber hier sei es ausnahmsweise erlaubt: Der Geiger André Rieu ist ein langweiliger Scheißkerl. Pardon, aber wir zitieren nur, und zwar - Rieu selbst. „Privat bin ich ein ziemlich langweiliger Scheißkerl“, hat er der Bild-Zeitung verraten. Beruflich aber scheint sich Rieu für einen Teufelskerl zu halten oder, präziser, für einen kleinen Messias: „Jedes Konzert endet mit einer Party“, erzählt er. „Bei mir sind Leute im Rollstuhl, die stehen plötzlich auf und tanzen.“ Es könnte sich hierbei natürlich auch um eine Fehlinterpretation des Künstlers handeln: Vielleicht versuchen die Leute nur zu fliehen.

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Dann ginge es ihnen so wie dem kleinen Sohn von Operndiva Anna Netrebko, welche Bunte anvertraut: „Er hört gern Musik. Aber meinen Gesang mag er überhaupt nicht. Er schreit, wenn ich zu Hause singe: ,Mama! Stopp!‘ Bei Stimmübungen schließe ich dann immer die Tür.“ Mutter Anna wiederum sind Fluchtinstinkte ebenfalls nicht fremd: „Wenn ich eine Situation nicht mag, sage ich, okay, ich kann fliegen, tschüs. Ich fliege, wie ich schwimme. Ich arbeite mich mit meinen Händen in die Höhe.“ Komisch nur, dass sie dann, als Bunte nach ihrer angeblichen Ehekrise fragt, nicht einfach wegfliegt.

Gut schwimmen kann Andrea Berg, die sich in einem Unterwasserstudio als Meerjungfrau ablichten ließ. „Während des Shootings schwebte ich mit Bleigewichten an den Füßen fast vier Meter unter der Wasseroberfläche“, berichtet sie Bild. Finden wir äußerst mutig von Frau Berg, sich mit Gewichten an den Füßen versenken zu lassen; das hätte schließlich auch eine Falle sein können. Es gibt ja doch einige Leute, die ihre Musik nicht mögen.

Andre Rieu performs in hometown Lahme können wieder sehen, Blinde wieder gehen. Rieu ist Teufelsgeiger und Messias in Personalunion. © dpa Bilderstrecke 

Die Überraschung der Woche liefert Bergs Kollege Andreas Gabalier, 28, auch „Alpen-Elvis“ genannt: Der Sänger ist „das Sexsymbol, das noch nie Sex hatte“, staunt Bunte. „Das Versexte ist wohl eher die Wahrnehmung des Publikums. Die glauben mir einfach nicht, dass ich Jungfrau bin, und denken: Der Lump, der treibt’s doch im Heu.“ Weder dort jedoch noch anderswo treibt er’s, und wieso? „Bei mir gibt es keinen Sex vor der Ehe“, erklärt Gabalier, „das läuft in Österreich noch anders.“ Nun verstehen wir endlich, warum der in Österreich lebende Maximilian Schell (82) seine Freundin Iva (35) jetzt unbedingt noch heiraten wollte.

Sex während, vor und nach der Ehe gab es bekanntlich bei den van der Vaarts, deren Freundes- und Exfreundeskreis uns auch diese Woche in Atem hält. Sylvies Kurzzeit-Lover Guillaume moniert gegenüber Closer, dass Rafael und Neu-Partnerin Sabia „so viel mit der Presse gesprochen“ hätten - da klagt der Richtige -, und behauptet, Sabia habe gedroht: „Wenn ich mit Rafael durch bin, schnappe ich mir Guillaume.“ Sabia erzählt derweil Bild „die schmutzige Wahrheit über Sylvie“, darunter dies: „Die Liste von Sylvies Affären ist lang. Ein paar davon möchte ich nennen.“ Wobei „möchte“ gewiss wörtlich zu verstehen ist. Sylvie ist laut Bild „sprachlos über so viel Unmoral“, bis ihr doch etwas zu Sabia einfällt: „Bitch“ steht auf dem T-Shirt, das sie auf der Bild-Titelseite trägt. Bild übersetzt: „Schlampe, Miststück, Luder, Zicke, boshaftes Weib“. Ist damit der Textilienkrieg eröffnet?

Welche modischen Statements werden Sabia, Sylvie, Rafael, Guillaume noch abgeben? Denkbar wären T-Shirts mit den Worten: „Sie hat angefangen“, „Einfach mal Fresse halten“, „Bitte weitergehen, hier gibt’s nichts zu sehen“, „Langweiliger Scheißkerl“ oder „Lesen Sie auch mein ausführliches Interview in Closer Nr. 36/28.8.2013“. Doch die Schlacht, fürchten wir, wird auch jenseits des Kleiderschranks weitergefochten: Noch hat sich nicht jeder Ex-Partner, One-Night-Stand, Friseurin oder Nanny zur Sache geäußert. Und bedenken wir, wie groß allein die Zahl von Sylvies Stylistinnen ist, dann möchten wir am liebsten sagen: Okay, wir können fliegen. Tschüs!

Am besten, alle Beteiligten nähmen sich ein Beispiel am Künstlerpaar Marina Abramović und Ulay, das einst, wie Frau im Spiegel weiß, aus seiner Trennung eine Kunst-Aktion machte: „Beide bewegten sich 90 Tage lang auf der Chinesischen Mauer aufeinander zu - und als sie sich schließlich trafen, verabschiedeten sie sich voneinander.“ Könnten nicht auch Sylvie, Rafael und all die anderen 90 Tage lang aufeinander zugehen, vielleicht auf einer Kaimauer im Hamburger Hafen? Wenn sie sich dann treffen, könnten sie einander gern kratzen, an den Haaren ziehen oder ins Hafenbecken werfen. Aber die 90 Tage Stille davor wären einfach herrlich.

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Viel los war auch um Rainer Brüderle, doch nun scheint Ruhe eingekehrt. Obwohl Ehefrau Angelika in Bunte Bestürzendes über ihn offenbart: „Wenn er mal zwei Minuten nichts zu tun hat, ruft er mich an. Meistens gehe ich ans Handy, nicht immer.“ Offenbar weiß der Mann mit sich allein nichts anzufangen, was uns erstmals in unserem Leben auf den Gedanken gebracht hat, womöglich die FDP zu wählen - aus humanitären Gründen. Man stelle sich vor, Brüderle habe nach der Wahl permanent nichts mehr zu tun: Den Telefonterror möchte man seiner Frau echt ersparen.

Quelle: F.A.S.

 

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