Liebe Christine Kaufmann, was Sie da in einem „Exclusiv-Interview über Liebe, Ehe und Familiengeheimnisse“ dem Goldenen Blatt gestehen, ist wirklich nicht die feine Art: „Die Ehe ist ganz toll für Kameradschaft, aber groß und prickelnd fürs Liebesleben? Das ist eine Lüge.“ Dabei sind Sie doch erst seit wenigen Jahren ein Liebespaar - und schon diese sexuelle Müdigkeit?
Daß Sie knackigen, badebehosten Männern vom Strand ältere Herren in handgenähten Schuhen vorziehen, wundert uns schon ein wenig. Eine Gattin wie Christine Kaufmann haben Sie, Klaus Zey, einfach nicht verdient. Verlassen Sie dieses Miststück, am besten sofort, rufen wir Ihnen zu. Ihr treudoofer Bassetblick ist völlig verschenkt.
Wie die gefönte Mähne eines Ponys
Mette-Marit aber wird im fernen Norwegen seufzen und sich wünschen, in das Leben der Christine K. fliehen zu können. Die Frau des schicken Thronfolgers Prinz Haakon, deren Frisur so aufregend ist wie die gefönte Mähne eines Ponys, versinkt derzeit in bösen Erinnerungen, die ein einstiger Geliebter dem Land in Buchform präsentiert. Ein besonders hübsches Foto aus dem Werk des selbsternannten Literaten John Ognby zeigt die Zeitschrift Echo der Frau. Man sieht Mette-Marit neben einem jungen Mann im Auto sitzen und ihre Zunge sehr, sehr obszön kreisen. Königin Sonja und König Harald weinen nachts und fürchten neue, noch grausamere Details. Norwegen ist nervös.
Ständiges Grübeln, würde unser Lieblingsprofessor Detlev Nutzinger jetzt warnen, kann krank machen, liebe Kronprinzessin. „Nehmen Sie sich jeden Tag etwas vor, das Ihnen gut tut“, sagt er im Neuen Blatt. Preßschlaf, raten wir: Legen Sie sich zur Ruhe, auch wenn Sie hellwach sind, und verdrängen einfach all die Bosheiten. Das Leben ist meist nicht so wahnsinnig kompliziert, wie wir meinen.
„Reich oder taub?“
Paris Hilton, jene blonde Hotelerbin, die wimperntuschend vor einem Prinzessinenspiegel hockt oder kamerabeäugt durch Kuhmist watet, ist dafür ein wunderbares Beispiel. Gelassen streichelt sie mit der Stoßstange ihres 290.000 Euro teuren Ferraris die Bordsteinkante, im Gesicht eine überdimensionierte Sonnenbrille, und rauscht davon. Papi bezahlt ja. „Reich oder taub?“ fragt die Neue Revue. Wir aber hoffen, daß sich Paris Hiltons niedliches Pelz-Accessoire, Frettchen Rascal, bei dieser Unachtsamkeit nicht um ihre Füße wickelte und plötzlich von spitzen Absätzen durchbohrt wurde.
Daß der Schönheitswahn, lieber Leser, nicht nur die Diven New Yorks regiert, ist natürlich längst kein Geheimnis mehr. Aber mußte er sich ausgerechnet Prinz Charles' Gattin Camilla, die einst in häßlichen Gummistiefeln posierte, bemächtigen? Das Neue Blatt zitiert artig den Königshof, der „Nonsens“ ruft, und wir sehen eine strahlende Camilla, die einem Jungbrunnen entstiegen zu sein scheint. „Honigblond“, schwört die Nobel-Friseurin Jo Hansford. Eine Farbe, die Frische ins Gesicht zaubere. Und nebenbei hängende Lider und Mimikfalten wegoperiert? Natürlich gönnen wir Camilla ihre beinah jugendliche Aura.
Welche Frau wünscht sich nicht, wenigstens ein bißchen hübsch auszusehen? Doch anstatt über die frisch operierte Frau an seiner Seite glücklich zu sein und bescheiden der Dinge zu harren, sehnt Charles schon seinen ersten offiziellen Besuch in Amerika herbei. Es ist eine liebgewonnene Gewohnheit des britischen Thronfolgers, auf Staatskosten die Welt zu bereisen. Anfang des Jahres war er in Australien. So ein Flug im Privatjet kostet schließlich nur schlappe 300 ooo Euro, recherchierte das Goldene Blatt. Und Queen Elizabeth nimmt's bestimmt ganz gelassen.
Prostitutions-Schnäppchen in Prag
Wie sparsam sind da doch unsere VW-Manager und -Betriebsräte! Prag liegt ja nur einen Steinwurf von Deutschland entfernt, und die Prostituierten spielen mit den VW-Männern für den Schnäppchenpreis von 1000 Euro. „Ich mag Louis Vuitton“, erzählt eine Prostituierte der Bild-Zeitung. Die Herren schenkten der Hure also ein Täschchen. Einfach so. „Er wollte Oralsex ohne Kondom. Das habe ich abgelehnt.“ Wo, fragen wir uns, bleibt denn da die Dankbarkeit?
Die schönste Nachricht der Woche lasen wir aber in der Bunten: „Ich lebe jetzt glücklicher . . . ohne Gerhard“, sagt Hillu Hensen, geschiedene Schröder. Wir verstehen Sie so gut, liebe Hillu, uns geht es genauso wie Ihnen!
Glücklicher Single ist auch Corinna Jürgens. Sicher war es eine harte Zeit für Sie, doch auch Ihnen wird das Glück wieder begegnen. Bei Sätzen wie: „Ich gehe gestärkt und zuversichtlich in alles, was da auf mich zukommen mag, da ich von lieben Freunden umgeben bin“ müssen wir allerdings sagen: Vergessen Sie die Moral! Schnappen Sie sich einen richtig reichen Typen, der Sie nicht wie Udo Jürgens ständig betrügt, und lassen Sie ihn finanziell bluten! Christine Kaufmann weiß, wie das geht.