02.01.2005 · Wann Frauen nicht auf Männer hören sollten. Wen Shirley MacLaine zu Urzeiten in Ägypten getroffen hat. Warum Roberto Blancos Frau dem untreuen Gatten erst die Tür wies, ihn aber nun wieder zurückhaben will.- Neue Herzblatt-Geschichten.
Von Peter LückemeierJetzt, da das neue Jahr über uns gekommen ist und wir alle noch nicht wissen, ob im Zeitenschoße die schwarzen oder heitern Lose schlummern, da wandern unsere Gedanken zu Franzi van Almsick, zu Roberto Blancos Frau und zu Shirley MacLaines Hund, aber natürlich auch zu der übergewichtigen Auszubildenden Petra V. (21). Sie schreibt an 7 Tage, ihr supertoll aussehender Freund finde sie zu dick, und die Ratgebertante antwortet ernst: "Wenn Sie abnehmen möchten, dann niemals, weil ein Mann es Ihnen sagt." Wie denken Sie darüber, liebe Leser? Hat die Ratgebertante recht? Bitte besprechen Sie dies mit Ihren korpulenten Töchtern oder bitten Sie Ottfried Fischer und unseren dicken Bundesaußenminister um Rat.
Nun zu Franziska. Ausgerechnet am Fest der Liebe hat sie sich Bild zufolge vom Handballer Stefan Kretzschmar getrennt und mitgeteilt: "Unsere Vorstellungen von Liebe und Zusammenleben waren zu verschieden." Dies tut uns leid. Und die Schlagzeile in Neue Revue finden wir etwas brutal: "Mann weg, Geld weg - Franzi schwimmt in Tränen." Aber was uns jetzt mehr interessiert, ist die Antwort auf die Frage: Was geschieht mit den Tattoos an Kretzschmars Wade? Wie Sie alle wissen, hat er sich ebendort Franzis Antlitz auftätowieren lassen, was doch sicherlich, auch wenn die Wade nicht gerade im Mittelpunkt des Liebesgeschehens steht, alle künftigen Bettgefährtinnen des Handballers irritieren muß. Kretzsche hat Bild versichert, er werde die Tattoos nicht entfernen lassen. Aber dann? Wird er im Bett stets Kniestrümpfe tragen oder seine Wade mit dem Laken bedecken?
Rache für Lieblosigkeit in Kindertagen
Wir wären sehr obligiert, lieber Herr Kretzsche, wenn Sie uns das bei Gelegenheit mitteilen könnten, wollen uns aber jetzt um Roberto Blancos Frau Mireille (68) kümmern. Das Neue Blatt enthüllt nämlich, sie wolle sich jetzt doch nicht scheiden lassen, sie liebe den Stimmungsbomber noch immer und habe sich nur von ihrer Tochter aufhetzen lassen. Die nämlich habe darunter gelitten, daß ihr Vater früher für sie keine Zeit gehabt habe, nun aber Zeit "und Liebe" in seinen kleinen unehelichen Sohn investiere.
Klingt plausibel und jedenfalls nicht so abgedreht wie Shirley MacLaines Geschichte über ihre Hündin Terry. Die Schauspielerin (70) glaubt an die Wiedergeburt und faselt in Das Neue Blatt: "Terry bin ich schon im alten Ägypten begegnet. Sie ist von königlichem Blut und weilt aus überirdischen Gründen hier." Finden wir relativ unwahrscheinlich, aber es gibt ja immer wieder Nachrichten, denen man kaum Glauben schenkt, die aber dennoch stimmen. Wie die Information von Echo der Frau, daß Madonnas Töchterchen Lourdes (8) von einer eigenen Nagel-Designerin betreut wird. Andererseits muß man für seine Kinder natürlich immer das Beste tun.
Thomas Gottschalk begründet im Spiegel seinen Umzug von Amerika nach Deutschland deshalb unter anderem auch mit der Sorge um seinen Nachwuchs: "Für meine Söhne wäre es vielleicht auch mal ganz gut, nicht nur kalifornische Schönheiten mit Einheitsnasen kennenzulernen." Ja, wenn man zu seinen Kindern nicht lieb ist, kann es passieren, daß sie später in Neue Revue über einen herziehen. So wie Christiane Krüger, die über ihren Vater Hardy petzt. Gleich nach der Geburt ihres Sohnes habe er gesagt: "Paß bloß auf, daß das Kind nie Opa zu mir sagt." Gut, die Gefahr war gering: "Das ist auch nie passiert, denn er hat ihn ja nie mehr gesehen." Gottlob lieben wenigstens der Bundeskanzler und seine Frau die Kinder und haben ein Mädchen aus Rußland adoptiert. Der stern stellt die etwas törichte Frage: "Was sagt Viktoria zu Ihnen: Papa?" Und Gerhard Schröder antwortet wunderbar schlagfertig: "Klar. Soll sie ,Herr Bundeskanzler' sagen?"
58 Mal geheiratet - und Namen vieler Ehefrauen vergessen
Wir wissen nicht, wie die Kinder des saudiarabischen Geschäftsmannes Al Sajeri ihren Vater anreden, Bild berichtet, er habe zehn Söhne, das weiß er genau, und 22 bis 28 Töchter. Kein Wunder, "er hat in seinem Leben 58 Mal geheiratet. Die Namen vieler Frauen hat er vergessen."
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob man glücklicher ist, wenn man 58 Mal heiratete oder ob eine einzige große Lebensliebe nicht vorzuziehen sei. Offensichtlich haben sich die Präferenzen geändert, auch bei den Frauen, denn die amerikanische Schauspielerin Raquel Welch (64) seufzt in Neue Revue nach dem vierten Gatten: "Männer sind wie Gummibärchen. Man muß alle Farben probieren, denn alle schmecken anders."
Und wie geht es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser? Haben Sie auch gute Vorsätze fürs neue Jahr gefaßt? Schauspielerin Lara Joy Körner (26) hat dies in Bunte getan: "Ich will glücklich sein, denn ich finde, daß man auch das Glück bis zu einem gewissen Grad aktiv herbeiführen kann." Ganz unsere Ansicht. Im Türrahmen steht unsere sagenhaft hübsche Redaktionsassistentin Susi, und die werden wir jetzt bis zu einem gewissen Grad sehr aktiv unserem Schreibtisch zuführen.
Die Welt des Boulevards
Peter Lückemeier Jahrgang 1950, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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