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Herzblatt-Geschichten Immer noch ungezogen

Prinzessin Madeleine verlässt sich auf die Glücksgöttin „Tihi“, Til Schweiger wechselt von „Tschauder“ zu „Tschiller“. Währenddessen hat Olivia Wilde Sex wie ein Marathonläufer und auch Angelina Jolie ist im Bett sehr ungezogen.

© dpa Vergrößern Setzt bei ihrer Verlobung auf die Macht der Glückgöttin „Tihi“: Schwedenprinzessin Madeleine

Wieder was gelernt die Woche, und zwar tihi. Tihi, weiß Bunte, „steht für die griechische Göttin des Glücks“, wird „wie ein Smiley an eine SMS gehängt und bedeutet Lachen“. Nun hat Schwedenprinzessin Madeleine ihre Verlobung mit Chris O’Neill dem Volk nicht per SMS mitgeteilt, sondern per Video, an dessen Ende sie ihrem Liebsten ein „tihi“ entgegenhaucht. Auf dass die Göttin achtgebe, dass diese Verlobung Madeleines nicht so ende wie ihre erste mit Jonas Bergström, der sich außerpalästlich mit einer Handballerin vergnügt hatte.

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Ob Chris O’Neill Ballspiele schätzt, wissen wir nicht, auch ihm jedoch begegnet man mit gewisser Skepsis. Schließlich, schreibt Bunte-Chefin Patricia Riekel, kämpften bürgerliche Schwiegersöhne „gegen das Vorurteil, sich ins gemachte Netz zu setzen“, wobei sie offenlässt, ob es sich um das soziale oder um ein Spinnennetz handelt. Für etwas Netzwärme dürfte O’Neill gewiss dankbar sein, gehört er als Investmentbanker doch einer Branche an, die gerade ziemlich im Regen steht; da ist man froh über jeden, der weg von der Straße ist.

Tschiller statt Tschauder

Was den einen ihr tihi, ist dem anderen sein tsch. „Nick Tschauder“ hatte Til Schweiger im „Tatort“ heißen sollen, was wir hier vor sechs Wochen als Einladung interpretierten, seine Filme tschauderhaft zu finden. Offenbar hat er sich das zu Herzen genommen und seinen Kommissar umgetauft. Der heißt nun - Nick Tschiller. Vielleicht waren die Taschentücher mit den Initialen ja schon gedruckt, vielleicht findet Schweiger es auch einfach sexy, dieses tsch, und kämpft in seinem ersten Fall dann gegen Tschetschenen, die sein Töchterchen Tschaqueline nach Tschernobyl entführt haben. Immerhin schwingt bei „Tschiller“ sowohl die deutsche Klassik mit als auch die coole Chill-out-Zone und ein bisschen Bond („Licence to tschill“).

Apropos: Zum fiesesten Bond-Girl aller Zeiten darf man Bérénice Marlohe erklären, die gegen Daniel Craig nachtritt. Der, petzt sie in Intouch, sei „superschüchtern“ gewesen und habe „versucht, beim Dreh unserer Dusch-Szene die Unterhose anzubehalten“. Muss sie den Mann derart bloßstellen? Wenig respektvoll klingt auch, was „Bauer sucht Frau“-Kupplerin Inka Bause ihren Kandidaten in In als „Schönheits-Tipp“ mitgibt: „Da reicht bei vielen schon: rein in die Badewanne, Nägel schneiden.“ Aber vorher die Unterhose ausziehen!

Neue Kommissare fuer Hamburg-"Tatort" Eine Mischung aus deutscher Klassik, der coolen Chill-out-Zone und ein bisschen Bond: Nick Tschiller alias Til Schweiger © dapd Bilderstrecke 

Viel weiter ist da Hansi Hinterseer: „Im Internet verrät der Schlagerstar, dass er Pastellfarben liebt - und auch trägt“, berichtet Das goldene Blatt und lobt ihn überschwänglich: „Mintgrün zum Beispiel symbolisiert Naturverbundenheit, Geborgenheit und Harmonie“, Pastellfarben generell stünden für „Reinheit und Klarheit“, und ihre Träger verfügten „über ein besonders großes Einfühlungsvermögen“. Komisch nur, dass Hinterseer auf dem Foto dazu schwarze Hosen trägt, das kann nichts Gutes bedeuten.

Eher kein Pastellmann scheint Dieter Wedel zu sein. Während eines Drehs hatte er eine Romanze mit einer Schauspielerin, die aber laut Aktueller nach der letzten Klappe endete: „Plötzlich sieht die Frau ganz anders aus und redet auch ganz anderen Text - und der ist schlechter, weil er nicht von mir stammt“, habe Wedel geklagt. Das hätten Sie gerne, Herr Wedel: Abends die Dame mit dem Drehbuch für den nächsten Tag zu Bett schicken („Du bist toll, Dieter“) und morgens erst mal für zwei Stunden in die Maske.

Sex wie kenianische Marathonläufer

Das führt uns zu einem alten Wedel-Kumpel: „Für 15.000 Euro ging ein Tag (inkl. Abendessen) mit Mario Adorf weg“, schreibt Bunte über eine Charity-Gala. Müsste „ein Tag“ aber nicht auch „inkl. Frühstück“, „inkl. Absacker an der Bar“ und „inkl. Gutenachtgeschichte“ bedeuten? So viel Zeit würden wir echt nicht mit Herrn Adorf verbringen wollen, schon gar nicht für 15000 Euro. Er aber sicher auch nicht mit uns.

Geld sparen kann auch Prinz Harry, der nicht mehr nach Vegas muss, um abzufeiern. Direkt neben dem Kensington-Palast hat laut Intouch eine „Nobel-Skihütte“ namens „Bodo’s Schloss“ eröffnet, mit Gondeln und Kellnerinnen im Dirndl: „Gäste, die auch im Trachtenoutfit kommen, sparen sich übrigens die rund 19 Euro Eintritt.“ Wird Harry sicher tun, er trägt ja gern mal deutsche Trachten.

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Afrika-affin ist Schauspielerin Olivia Wilde, die in Intouch behauptet: „Mein Freund Jason und ich haben Sex wie kenianische Marathonläufer.“ Doch haben kenianische Marathonläufer überhaupt Sex, sind die nicht ständig am Trainieren? Oder will Olivia uns sagen, dass Jason und sie es nur in Höhenlagen tun, nur im Rudel - oder dass sie immer früher fertig sind als alle anderen?

Angelina Jolie wiederum, hat ihr Verlobter Brad Pitt mitgeteilt, „ist immer noch sehr ungezogen beim Sex“ - womit er, wie In glaubt, ihre Karriere pushen will: „Anstatt den Männern als sexy Vamp die Köpfe zu verdrehen, ist die sechsfache Mutter nur für Kinderprojekte gebucht“, so in einem Dornröschen-Film oder als Stimme in „Kung Fu Panda 3“. Arme Angie! Am Ende wird sie noch eine Kindergärtnerin spielen müssen im dritten Teil von „Keinohrhasen“, dem Erfolgsfilm von Tschill Tschweiger. Tihi!

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 03.11.2012, 19:45 Uhr