06.04.2009 · Die Damen hatten diese Woche wieder einiges zu bieten: Schauspielerin Elke Sommer erfreut sich auch im fortgeschrittenen Alter noch einer fabelhaften Oberweite. Ministerpräsidentengattin Bettina Wulff hingegen geizt nicht mit prolligem Körperschmuck.
Von Peter LückemeierWie taktlos manche Menschen doch sind! Die Schauspielerin Daniela Ziegler (60) berichtet in Das Neue Blatt etwa, sie sei von Kollegen schon öfter zur Seite genommen worden. Um dann den Rat zu erhalten, sich „vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle liften oder operieren zu lassen“. Also, wir persönlich würden so etwas nie tun.
Wir würden noch nicht einmal dem leicht übergewichtigen Komiker Dirk Bach (95 Kilo auf nur 1,68 Meter verteilt) empfehlen, er möge sich den Magen verkleinern lassen. Zumal das auch gar keinen Zweck hätte, denn Bach sagt in Neue Welt, er habe schon einmal nur 65 Kilo gewogen: „Aber da sah ich wirklich sehr komisch aus. So, als hätte man aus einem Teddy die ganze Putzwolle rausgenommen.“
Sex auf der Motorhaube
Sehr zu ihrem Vorteil hat sich äußerlich ja die Herzogin von York, geborene Fergie, entwickelt. Auch innerlich scheint sie mit ihren 49 Jahren allmählich gereift, jedenfalls sagt sie in Das Neue Blatt über die Irrungen ihrer Jugend: „Ich war jung und unreif. Ich wäre zu gern noch mal die Braut und hätte die Regeln und Gesetze im Königshaus zu lernen. Das habe ich damals nicht getan.“ Im Übrigen deutet sie an, sie könne sich eine Rückkehr zu Prinz Andrew durchaus vorstellen, aber allein der Gedanke würde der Queen und ihrem strengen Prinzgemahl wahrscheinlich das Blut gefrieren lassen.
Zumal, wie Das Neue Blatt weiß, im Palast sowieso schon dicke Luft herrscht. Denn eine der besten Freundinnen der William-Braut Kate ist in einen „entwürdigenden Sex-Skandal“ verwickelt. Sie ist offenbar die Chefin eines Londoner Erotik-Clubs, in dem sich Erstaunliches zutragen soll: „Hinter Masken verborgen, kommen die Reichen und Schönen zu den heißesten und schmutzigsten Sex-Partys der Stadt.“ Und warum soll das so schlimm für Kate sein? Weil es in den Augen der Queen (82) „kaum ein größeres Vergehen gibt, als mit schlüpfrigen Themen in die Schlagzeilen zu geraten“. Immerhin kann Elisabeth froh sein, nicht auch noch den Autorennfahrer Jenson Button zum Familienmit-Glied zu haben, denn der junge Mann (29) ist „der Frauenheld der Formel 1“. Bild weiß über ihn: „Er hat mehr Frauen gehabt als Punkte in der Formel 1 geholt, vermuten manche. Und er hat immerhin 242 Punkte.“ Aber wo wird Mr. Button am liebsten sexuell aktiv? Das müsste doch wohl klar sein: „Auf der Motorhaube eines Autos natürlich.“
„Ich habe damals auch viel Scheiße gesungen“
Gut, das war jetzt etwas heftig, da bekommen wir sicherlich wieder ein paar Protestschreiben von Opa-Studienräten aus Gütersloh und Passau, deren schnelle Erregbarkeit wir gern umleiten möchten auf den empörenden Umstand, dass eine leibhaftige deutsche Ministerpräsidentengattin an ihrem rechten Oberarm ein ausgewachsenes Tattoo trägt - Gott, wie prollig! Es handelt sich natürlich nicht um unsere hessische Anke Koch, sondern um Christian Wulffs Gattin Bettina (35), die das in Bild auch noch mit dem kindlichen Argument entschuldigt: „Och, das habe ich schon ganz lange.“
Schon sehr lange nichts mehr gehört hatten wir vom Sänger Ricky Shayne (82), der uns einst so wunderschöne Qualitätslieder schenkte wie „Mamy Blue“ oder den Knasthit „Ich sprenge alle Ketten“. Er ist aber, wie wir Bunte entnehmen, noch immer ein munterer alter Knabe, der heute einen Kiosk betreibt und unsentimental auf sein Lebenswerk zurückblickt: „Ich habe damals auch viel Scheiße gesungen.“ Auch in der Beurteilung anderer Sänger ist Ricky (82) unbestechlich. Über Udo Lindenberg (91) sagt er: „Ein bombastischer Typ, dessen gelebte Fresse mehr erzählt als das pastorale Gesamtwerk von Herbert Grönemeyer.“
Er schmilzt nur so dahin
Schon in der vergangenen Woche hatten wir ja der Schauspielerin Elke Sommer Erwähnung getan, die unsagbar glücklich verheiratet ist, ihren Mann „Papa-Bär“ nennt und von ihm „Baby-Bär“ geheißen wird. In Bunte berichtet die alte Dame (68) nicht nur von ihrer fabelhaften Oberweite („Ich habe ein wunderbares C-Körbchen, schön ausgefüllt“), sondern auch von der unfassbaren gegenseitigen Papa-Baby-Bär-Liebe. Einmal, erzählt sie Bunte, habe Papa-Bär gesprochen: „Baby-Bär, leg dich ein bisschen hin, wenn ich jetzt einkaufen gehe. Dann bist du wieder wach, wenn ich zurück bin, und wir müssen uns nicht so lange vermissen!“ Ach, ist das schön. Und wenn Baby-Bär ihrem Papa-Bär Gefrorenes serviert, dann nennt sie ihn bestimmt ihren Eis-Bären, und er schmilzt vor lauter Rührung dahin.
Wir selbst kämen niemals auf die Idee, uns nahestehende Menschen mit Namen aus dem Tierreich anzusprechen. Unsere neue rumänische Redaktionsassistentin mit der Vorliebe für operative Verschönerung heißt weder Hase noch Reh (obwohl sie mit ihren sanften braunen Augen und der grazilen Gestalt etwas so Zart-Geschmeidiges hat), sondern einfach Ada. Woher sie so schön gefüllte Doppel-D-Körbchen hat? Och, die hat sie noch nicht so lange.
Die Welt des Boulevards
Peter Lückemeier Jahrgang 1950, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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