Sagen Sie mal, Männer, haben Sie eine besonders fürsorgliche Frau? Das ist schlecht. Aber davon später, jetzt machen wir uns erst einmal Sorgen um Udo Jürgens (70).
Nach Darstellung von Bunte hat seine Frau Corinna ihn ja verlassen. Dergleichen kommt vor. Von seltenem Umfang jedoch sind Udo Jürgens' Weltschmerz und Männerselbstmitleid. In Bild schluchzt der Frauenheld: „Ich komme mir wie ein Mann vor, der mit einem kleinen Boot auf dem Atlantik treibt und seine Ruder verloren hat.“ Ach Gottchen. Welchen Fehler hat er gemacht? Auch hier zeigt der Sänger sich total zerknirscht: „Ich habe Corinna nie zugehört. Wenn es zum Beispiel Probleme im Haushalt gab, hat mich das erschreckend wenig interessiert.“
Na gut, lieber Udo Jürgens, das läßt sich ja doch ändern. Vielleicht mal mit der Gattin ein Schwätzchen über Buntwäsche bei 60 oder 30 Grad halten oder sie mit einem hübschen Backofen- und Grillreinigungsset mit Zitrusduftnote überraschen. Und Vorbilder suchen. Hätte für die Ehe der Weppers vor Jahren auch nur irgend jemand eine Flasche Dr. Beckmann Backofen Aktiv-Gel gegeben? Eben. Und heute gewähren die beiden Frau im Spiegel lustige Interviews, in denen Angela Wepper sagt: „Es kribbelt noch“, und Fritz Wepper auf die Frage „Sind Sie inzwischen treu?“ antwortet: „Diese Frage ist mir zu indiskret.“
„Hey Baby, sei nicht so scheu“
Gottlob gibt es aber auch auskunftsfreudige Menschen wie Prinzessin Michael von Kent. Gegenüber einem Journalisten, der sich als reicher Araber ausgab, plauderte die angeheiratete Kusine der Queen munter aus, daß Prinz Charles seine ökologisch angeblich wertvolle Himbeermarmelade unter seinem Namen in Fabriken herstellen lasse.
Nun ist es nicht schön, wenn Prominente ihren Ruhm nutzen, um Marmelade zu fälschen, aber immer noch besser, als wenn sie ihr Startum für grobe Attacken nutzen: „Warren Beatty war ziemlich unangenehm“, erzählt die Fotografin Gabriele Oestreich-Trivellini in Bunte, „der kam an, umfaßte gleich meine Hüften von hinten und sagte zu mir: ,Hey Baby, sei nicht so scheu.'“
Lieber scheu als blöd. Du, Frau im Spiegel, mußt uns jetzt mal erklären, wie du das gemeint hast in deinem Artikel über Wahrheit und Liebe. Das verstehen wir ja noch: „Der Langweilige möchte langweilig geliebt werden, der Haltlose haltlos.“ Aber dann: „Der Dicke möchte dick geliebt werden.“ Was soll das bedeuten? Daß sich dicke Männer dicke Liebhaberinnen wünschen? Das ist doch Unfug: Joschka Fischer hat doch eine schlanke Freundin.
„Niemand hat Kontakt zu Harald Schmidt“
Selbst Menschen wie Herbert Feuerstein, klein, kein Beau und immerhin schon 68, haben eine Frau gefunden, sogar eine deutlich jüngere. Doch anders als J. Fischer oder W. Beatty streckt Feuerstein weder den Bauch raus, noch faßt er Frauen unaufgefordert an die Hüften. Ganz bescheiden sagt er in Neue Revue über seine Gattin: „Ich kann es selber oft nicht fassen, daß sie mit mir zusammen ist, und zweifle dann auch an ihrem guten Geschmack.“
Übrigens wird er in dem Interview auch gefragt, ob er noch Kontakt zu Harald Schmidt habe, doch er outet seinen ehemaligen Partner als Autisten: „Mal ganz ehrlich: Niemand hat Kontakt zu Harald Schmidt.“ Was aber nicht ganz richtig sein kann, denn in Frau im Spiegel steht, Schmidt sei zum vierten Mal Vater geworden.
Bei dieser Gelegenheit stellte er fest, daß in Kölner Kreißsälen die Mütter Musik aus vielen CDs wählen könnten und sich die meisten wohl für Karnevalsklänge entschieden: „Natürlich wollen die Frauen bei der Entbindung dieselbe Musik hören wie bei der Zeugung.“
Guter Witz, aber jetzt ein ernstes Wort an dich, Franz Beckenbauer. Wir müssen uns bei dir entschuldigen. Dafür, daß wir immer, aber auch wirklich immer, wenn wir dich im Fernsehen entdecken, sofort weiterzappen, weil du in den allermeisten Fällen, in denen wir dich früher gesehen und angehört hatten, fortwährend Stuß geredet hast.
Esoterisch und ein bißchen durchgeknallt
Wir entschuldigen uns in aller Form, denn was wir jetzt in Das Neue Blatt lasen, daß du, obwohl du es nicht müßtest, deiner ehemaligen Lebensgefährtin Diana Sandmann (57) monatlich schlankerhand 3000 Euro zahlst, das finden wir hochanständig, das rührt uns fast so sehr wie Heinos wunderschönes neues Lied auf seine Frau: „Sie gab mir Liebe, gab mir Kraft. Ich hätt' es sonst wohl nicht geschafft.“ Ach, wenn man so dichten könnte!
Oder wenn man zu so schöner, befreiter Offenheit fände wie Nina Hagen, die in der TV-Sendung „Menschen bei Maischberger“ feststellte: „Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh.“ Dabei hatte Frau Ditfurth lediglich sachlich festgestellt: „Ich halte dich für esoterisch und ein bißchen durchgeknallt.“
Übrigens sind aggressive Frauen besser im Bett. Sagt die Zungenbrecher-Zeitschrift Men's Health. Besonders heißblütig sind Frauen auch, wenn sie Erdbeereis bevorzugen. „Ein Problemfall ist allerdings die Fürsorgliche. Sie hat einen zu hohen Progesteron-Spiegel, und der senkt die Libido.“
Erdbeereis macht agressiv
Manfred Schönfeldt (harley0104)
- 19.09.2005, 01:53 Uhr
FAZ-immer für eine Überraschung gut
(bherr)
- 25.09.2005, 22:56 Uhr