03.10.2004 · Deutschlands Fachzeitschriften für Promi-Angelegenheiten haben erneut erschreckende Detaills aus den Leben der Berühmtenen und Adeligen zutage gefördert. Neue Herzblatt-Geschichten.
Von Alexander MarguierZum Glück geht das Oktoberfest heute zu Ende, die vielen Fotos von bedirndelten Schlagersternchen und koksenden Seriendarstellern in Krachlederhosen fallen uns nämlich so langsam auf den Wecker. Außerdem kommen die wirklich wichtigen Dinge vor lauter Bierzelt-Seligkeit viel zu kurz.
Daß Roberto Blanco, der Idi Amin der deutschen Fernsehunterhaltung, nach bald vierzig Ehejahren von seiner Frau verlassen wurde, hat sich zwar mittlerweile rumgesprochen. Nun aber droht dem volkstümlichen Glamour-Paar schlechthin, unserer Antwort auf June Carter und Johnny Cash, ein vergleichbares Schicksal - die Rede ist von Stefanie Hertel und Stefan Mross.
Es geht nichts über Romantik
Wie wir dem gewöhnlich gut informierten Fachblatt Echo der Frau entnehmen, gehen der Trompeter(28) und die Sängerin(25) künftig getrennte Wege - er als Moderator der Sendung "Stefan auf Touren", sie als Heimchen am Herd. Böse Geschichte. Und was wird aus dem angeblich gemeinsamen süßen Töchterchen Johanna?
"Diese organisatorischen Details wurden nicht besprochen, als Stefan für seine Sendung ausgerechnet Stefanie in einer romantischen Kutsche interviewte", mahnt schwiegermütterlich-spitz das Echo der Frau. Wir aber sagen: Es geht nichts über Romantik, auch wenn die Wege sich trennen.
Der blaße kleine Prinz von Dänemark
Nehmen Sie zum Beispiel König Heinrich VIII. von England (1509-1547). Laut neuesten Forschungsergebnissen von Das goldene Blatt "hatte der es am tollsten getrieben": Heinrich "befreite sich allein von fünf Frauen, die sechste überlebte ihn", so der Chefhistoriker des Magazins.
Müssen denn immer gleich Köpfe rollen? Ist es nicht schon schlimm genug, wenn bei Verlassenen die Tränen kullern? Daß es ohne Überreaktionen heinrich'schen Ausmaßes auch funktioniert, beweisen dieser Tage ja Prinz Joachim und Prinzessin Alexandra von Dänemark.
Von denen hatten wir zwar bisher, ehrlich gesagt, noch nie etwas gehört, aber 7 Tage präsentiert uns die beiden als das wahrscheinlich fröhlichste Trennungspaar des Jahres: Gutgelaunt zerren Joachim und Alexandra ihren gemeinsamen Sohn Prinz Nikolai (schätzungsweise 6) aus der örtlichen Grundschule, um nicht mehr vorhandene Zweisamkeit zu überspielen. "Verständlich, daß Königin Margrethes sonst so temperamentvoller Enkel ein wenig blaß um die Nasenspitze war", urteilt 7 Tage völlig zu Recht. Ja, Kinder und Haustiere sind oft die wahren Leidtragenden, wenn Ehen auseinanderbrechen.
Mehr Respekt vor der Katze, bitte
Apropos Haustiere: Wir haben dich, Goldenes Blatt, ja schon mal ermahnt, künftig etwas mehr Mühe auf die Fotomontagen zu verwenden. Aber was du auf deinem aktuellen Titelbild mit der Katze von Hansi Hinterseer angestellt hast, entbehrt wirklich jeglichen Respekts vor der Schöpfung Gottes. Die sieht ja aus wie ausgestopft!
Was kann denn das Viech dafür, daß es einem Schlagersänger gehört? Das behaarte Cortison-Monster auf Seite6 kommt übrigens auch nicht besser rüber. Ihr glaubt wohl, nur weil Katzen nicht zum Anwalt rennen, könnt ihr euch mit denen alles erlauben? Aber so nicht, verstanden!
Geizskandal um Bohlen
Da haben eure Kollegen von Bunte schon mehr Mumm in den Knochen: Auf einer einzigen Doppelseite servieren die uns Prinzessin Stephanie von Monaco mit ihrem neuen Freund als Zuschauer im Fußballstadion (der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte läßt grüßen), spekulieren über ein Face-Lifting bei Sabine Christiansen und dichten Kate Moss eine Schwangerschaft an. Habt ihr im Lotto gewonnen, oder ist euer Justitiar im Urlaub?
Gut gefallen hat uns auch die Berichterstattung über Dieter Bohlens mißglückten Mallorca-Aufenthalt. Der erfolgreiche Musikproduzent hat zwar angeblich 130 Millionen Euro auf dem Konto, ist aber noch geiziger als die Königin von England.
In Bunte beschwert sich ein gewisser Angelo, Besitzer des italienischen Restaurants "Pavarotti" in Port d'Andratx, über die Ernährungsgewohnheiten Dieter Bohlens und seiner knackigen Freundin Estefania: Fast jeden Abend hätten sie bei ihm Penne all'arrabiata für 7,50 Euro gegessen, von dreißigmal aber höchstens fünfmal die Rechnung beglichen. Du liebe Güte, Angelo, jetzt hab' dich mal nicht so wegen der paar Nudeln. Stell dir vor, Bohlen und seine Maus hätten Champagnerorgien gefeiert und nicht ein einziges Mal gezahlt...
Zurück nach Sylt
Kein Wunder, daß der "Pop-Titan" angesichts solcher Kleingeisterei nach nur fünf Monaten seine 68-Quadratmeter-Wohnung auf Mallorca entnervt weiterverkauft hat - zumal sich nicht einmal die 25Jahre alte Spa-Rezeptionistin des Dorint-Hotels in Camp de Mar von ihm befummeln lassen wollte.
Seine Urlaube verbringt Bohlen künftig wieder auf Sylt, da sind die Penne günstiger und die Rezeptionistinnen nicht so prüde. Falls Sie übrigens Ihren gewohnten Herzblatt-Geschichten-Autor vermissen: Der macht gerade Urlaub. Angeblich auf Sylt.