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Herzblatt-Geschichten Ein bisschen Wahnsinn

Die Berg baut jetzt Wein an, die Fischer soll die Cindy beerben und dem Lanz assistieren. Die Schäfer modelt lieber nackt, als als Kellnerin zu arbeiten und der Kaffeebaron isst sein Müsli natürlich nicht mit Milch.

© dapd Vergrößern Baut jetzt Wein an: Andrea Berg

Breaking News: Belgiens König dankt ab. Haltet die Druckpressen an, ihr Herzblätter, schenkt uns Titelgeschichten, führt uns die ganze Bandbreite dieses Ereignisses vor Augen! Doch stattdessen: nichts. Und man versteht es ja: Selbst für uns passionierte Herzblatt-Leser liegen die eigentlichen News hier darin, dass Belgien überhaupt einen König hat. Während jedes Bäuerchen von Prinz Charles in der Fachpresse engagiert gewürdigt wird, taucht Belgiens Monarch, wie hieß er gleich, dort praktisch nie auf - was ihn uns sehr sympathisch macht. Vielleicht aber ist er auch einfach nur langweilig?

Jörg Thomann Folgen:

Momentan haben wir Deutschen eh anderes im Kopf: „Bum-Bum-Bine“ natürlich, die Frau, die in Bild Boris Beckers alte Spitznamen auftragen muss. Und mit einem Mal haben wir gemerkt, was wir in all den Jahren so vermisst haben: den prickelnd martialischen Ton in der Berichterstattung. „Ein schönes Mädchen wie Sie kann nicht zurückschlagen, dachte ich“, schwärmt Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner. „Sie sind das schöne Mädchen, das zurückschlägt.“ Sabine Lisicki selbst hat ihr Spiel gegen die Polin Agnieszka Radwanska als „Schlacht“ bezeichnet, da haben Deutsche und Polen ja schon einige Erfahrung, freilich war es diesmal, als die Deutsche zurückschlug, nicht 5.45 Uhr - und dass Lisicki selbst polnische Wurzeln hat, macht es dann doch weniger explosiv. Bild blies da ohnehin längst zum finalen Gemetzel: „Sum, sum, sum, Bine, hau sie um!“

Versunken in Fußstapfen

Übrigens ist, Kollege Wagner, manch schönes Mädchen auch zum Erstschlag fähig. Béatrice Dalle, auch als „Betty Blue“ recht wehrhaft, erinnert sich laut Bild: „Wenn mir was nicht passte, bekamen die Männer was in die Fresse.“ Darin kennt, seit er „Wetten, dass..?“ moderiert, auch Markus Lanz sich aus. Und auch er sollte sich besonders vor einer Frau in Acht nehmen. Weil Lanz’ neuer Redaktionsleiter zuvor eine Show mit Helene Fischer machte, könnte Fischer bald ihrerseits Lanz die Show stehlen. Entweder, wie Intouch glaubt, als neue Assistentin, wobei die zierliche Fischer in den Fußstapfen von Cindy aus Marzahn tief versinken würde. Oder gar als Hauptmoderatorin, wie In spekuliert, flankiert vom Musikanten Maxi Arland: „Helene ist jemand, der komplett nach vorne geht.“ Was aber würde dann aus Lanz? Dürfte er wenigstens noch Assistent sein? Könnte er wiederum die „Helene-Fischer-Show“ übernehmen - oder wenigstens ihren Part im Liebes-Duo mit Florian Silbereisen?

- Hat abgedankt: Belgiens König Albert II. © AFP Bilderstrecke 

In Frau im Spiegel treffen wir Fischer wieder, allerdings redet sie dort als „Präsentatorin der Coloration Nutrisse von Garnier“ nur über „Farben und Frisuren“. Wann, Frau im Spiegel, folgt das große Gottschalk-Interview über Gummibärchen? Denn es scheint bei dir ja Prinzip zu sein. Estefania Küster, vor Urzeiten Dieter-Bohlen-Gefährtin, stellst du in einem Textlein als „begeisterte Opel-Fahrerin“ vor und druckst auch noch ein schönes Foto: „Kindersitz, Plüschtiere, Baby-Kleidung: Alles passt in Estefania Küsters Opel Zafira Innovation.“ Da sind wir sicher, dass Frau Küsters Werbevertrag demnächst verlängert wird.

Besorgt in die Zukunft schaut Micaela Schäfer: „Ich habe große Versagensängste. Ich kann es mir auch nicht erlauben, mich jetzt auf die faule Haut zu legen. Die Konkurrenz ist groß“, klagt sie gegenüber In: „Ich habe Angst, wie Jazzy von Tic Tac Toe zu enden, die als Kellnerin arbeiten musste, weil sie pleite war.“ An dieser Stelle sei daran erinnert, welche Tätigkeit Micaela Schäfer ausübt: Sie ist, wie auch In weiß, „Nackt-Model“. Da wäre nach unserem Dafürhalten Kellnerin ein Aufstieg. Als Werbegesicht für Familienkutschen scheidet Schäfer jedenfalls aus, sie hat ja praktisch nie Gepäck dabei.

Engel, die kein Englisch sprechen

Umschulen möchte Norwegens Prinzessin Märtha Louise. Sie hat Oslo verlassen, wo sie eine Engelsschule leitete, und will laut Goldenem Blatt nun in London Schmuckdesignerin werden - an sich der Standard-Job aller unterbeschäftigten Promi-Ehefrauen. Ja, ist denn das unbedingt nötig? Sprechen die Engel denn kein Englisch?

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Bislang unbekannt war uns der Sänger David Pfeffer, aber damit sind wir nicht allein: „Es gibt immer noch Menschen, die meine Musik ignorieren, weil ich an einer Castingshow teilgenommen habe“, beschwert sich Pfeffer gegenüber In. „Ich nenne solche Leute die Musik-Polizei.“ Die Kritiker, Herr Pfeffer, träfen Ihre Worte gewiss noch ärger, wären Sie nicht selbst zwölf Jahre lang Polizist gewesen. Und auch für Kaffeebaron Albert Darboven, der laut Bunte-Interview stets „ein Müsli mit einem halben Liter schwarzen Filterkaffee“ frühstückt, haben wir einen Tipp: Wir schütten das Müsli immer in Milch. Schmeckt echt besser!

Ein anderes Getränk hat Andrea Berg entdeckt: Sie baut jetzt Wein an. Die ersten Sorten, weiß Echo der Frau, „heißen ,Stern‘ und ,Schweigepflicht‘ und erinnern an zwei Hits der gebürtigen Krefelderin“. Da haben wir aus Frau Bergs Hit-Repertoire schon Namensvorschläge für ihre nächsten Tropfen parat: „Ein bisschen Wahnsinn“, „Dich soll der Teufel hol’n“ und „Vielleicht ein Traum zu viel“.

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 07.07.2013, 12:00 Uhr