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Herzblatt-Geschichten Dieser Akzent!

24.05.2009 ·  Äußerst beruhigend wirkt Jürgen Flieges Nachricht, dass Gott auch im Internet sei. Dirk Nowitzki hat derweil frauentechnisch die Qual der Wahl und Sänger Abi Ofarim erinnert sich an den Hintern seiner Ex Iris Berben. Die neuen Herzblatt-Geschichten.

Von Peter Lückemeier
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Beginnen wir mit einer guten Nachricht: „Gott ist auch im Internet.“ So schreibt es Jürgen Fliege in Das Goldene Blatt. Wo genau aber findet man Gott im Internet? Natürlich unter www.juergen-fliege.de. Unter dieser Adresse können Sie auch die Zeitschrift Fliege bestellen, sie ist sicherlich sehr interessant und kostet nur 39 Euro für zwölf Ausgaben, auch Gott wird sich gewiss über Ihr Abo freuen.

Gar nicht wohlgefällig aber kann eine höhere Gewalt auf das Treiben Dirk Nowitzkis und seiner Basketball-Kollegen aus der amerikanischen NBA blicken. Der stern bringt die Sache gewohnt unbestechlich auf den Punkt: „Nowitzki lebt in einer Welt, in der es Millionen regnet, doch nichts bezahlt werden muss. In der es Frauen und Mädchen gibt an jeder Ecke.“ Und was tun die Frauen und Mädchen mit den Baskettballern? Auch das weiß der stern: „Sie stehen Schlange. Sie gehen mit ins Auto oder aufs Zimmer, aber auch ein Geräteraum der Sporthalle passt schon, wenn der Held halt wenig Zeit hat.“ Unglaublich, oder?

„An ihren süßen Hintern“

Doch während Sie als Frau jetzt den Kopf schütteln über diese Mädchen, Frauen und Basketballermänner - schauen Sie sich doch jetzt einmal genau Ihren Gatten an. Ahnen Sie, wie es hinter seiner Stirn arbeitet? Wie er sich selbstanklägerisch fragt: „Warum bin ich Idiot denn nur kein Basketball-Star geworden? Eine ganze Schlange von Mädchen und Frauen würde auf mich warten. Und ich könnte sagen: Na gut, nehmen wir heute mal die kleine Dunkelhaarige da mit dem Röckchen oder doch lieber die Blonde mit den Mordsargumenten? In Wirklichkeit bin ich Wirtschaftsprüfer geworden und habe eine Sekretärin mit Konfektionsgröße 44. Und warum guckt mich meine Frau jetzt so böse an?“

Möglicherweise würde sie noch grantiger dreinschauen, wenn sie in Neue Welt läse, was der Sänger Abi Ofarim (71) auf die Frage „Kannst du treu sein?“ geantwortet hat: „Ich weiß einfach nicht, was Treue ist. Was soll das sein? Ich bin fair, möchte niemanden verletzen, aber finde, dass Treue ein schlechtes Wort ist.“ Hmm, eine seltsame Aussage. Immerhin ist Abi aber zu loben für seine Ehrlichkeit, denn als Neue Welt ihn an seine frühere Freundin Iris Berben erinnert und von ihm wissen will: „Woran erinnerst du dich?“, antwortet er frank und frei: „An ihren süßen Hintern.“

Ihre Lage ist leider rufzeichenschlimm

In diesem Zusammenhang ein Wort in eigener Sache. Leser Oliver Wolf aus 72072 Tübingen hatte schon vor geraumer Zeit angeregt, einmal eine skandinavische Redaktionsassistentin einzustellen: „Dieser Akzent! Diese nordische Ausstrahlung!“ Und da wir stets auf unsere Leser hören, haben wir uns für die blonde Freja (25) aus Schweden entschieden. Diese Sprache! Dieses frische Lächeln! Ihr Gang ist etwa so hüpfend wie ihr Akzent, und ihr Lachen wirkt ansteckend wie die Schweinegrippe - nein, das war jetzt kein hübscher Vergleich.

Aber egal, wir können uns jetzt nicht mit treffenden Vergleichen aufhalten, wir haben hier noch eine Menge zu besprechen. Vor allem wollen wir Das Neue Blatt loben. Es gedenkt einer Frau, an die sich nicht mehr viele erinnern werden: Roy Blacks Mutter Elisabeth (87). Ihre Lage ist leider rufzeichenschlimm: „Keiner kümmert sich um sie! Sie sehnt sich so nach ihren Enkelkindern! Vor einigen Monaten starb auch noch ihr Hündchen!“

Matthew McConaughey durfte nie fernsehen

Tja, manche Menschen haben es echt schwer, andere machen es sich selber schwer. Wie der Schauspieler Uwe Friedrichsen (74), der in Neue Welt sonderbar stolz erklärt: „Ich gelte allgemein als schwierig und habe sogar den Namen Uwe Schwierigsen verliehen bekommen. Ja, ich würde sagen, dass es nicht leicht ist, mit mir zu leben.“ Auch der spanische Thronfolger Felipe hat es im Zusammenleben mit seiner schönen Letizia offenkundig nicht leicht, Neue Welt jedenfalls weiß: „Ehe am Ende!“ Das Blatt schonungslos offen: „Im Schloss ist man schockiert angesichts der Kälte, mit der sich Felipe und Letizia begegnen.“

Gottlob ist wenigstens am dänischen Königshofe alles in Butter, Kronprinz Frederik und seine hübsche australische Gattin Mary scheinen einander noch immer zu lieben. Ungemach droht ihnen nur von einer Buchveröffentlichung, in der Frederik nach Angaben von Das Goldene Blatt „als dumm und arbeitsscheu“ bezeichnet wird und seine Mary als raffgierig, arrogant und zu sehr auf ihr Aussehen fixiert. Dass der Prinz von Dänemark nicht der Hellste sein soll, haben wir schon öfter gehört, aber das soll er ja mit dem Schweden Carl Gustaf gemein haben, und der hat es auch zum König gebracht.

Zum Schluss etwas Bedenkenswertes aus Frau im Spiegel. Dort wird der hübsche Schauspieler Matthew McConaughey zitiert, der als Kind nie fernsehen durfte und dessen Mutter ihm einimpfte: „Schau dir nicht an, wie jemand etwas im Fernsehen macht, wenn du es selbst machen kannst.“ Da dachten wir, sie hat recht. Und riefen nach Freja.

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Jahrgang 1950, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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