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Herzblatt-Geschichten Die mopsfidele Familie

 ·  Promis haben Fehler. Während Heidi Klum schon wieder ein Topmodel kürt, arbeitet Keith Richards seine Schulden aus den 60er Jahren auf. Und Til Schweiger trinkt bei Oliver Geissen.

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© dpa Vergrößern Heidis Topmodel-Familie: Die äußerst belesene Sabrina, die nachdenkliche Luise, Geburtstagskind Heidi Klum, Gewinnerin und demnächst-Single Lovelyn, und die Zweitplatzierte Maike

Unsere Gedanken sind in dieser Woche bei Eddie. Eddie kommt aus Hamburg, ist 16 und Mitschüler sowie fester Freund von Lovelyn, ebenfalls 16, soeben ernannt zu „Germany’s Next Topmodel“. Was Bild Anlass zur Häme gegenüber Eddie gibt: „Sag schon mal Tschüss zu deinem Freund, süße Lovelyn.“ Angeblich nämlich hat sich bisher jede „Topmodel“-Siegerin kurz darauf von ihrem Freund getrennt, und was Heidi Klum nun sagt, klingt auch nicht gut für Eddie: „Um erfolgreich zu werden, muss sie Deutschland verlassen und noch mal ganz von vorn anfangen.“

Um so ihre Mitwirkung an der blöden Show vergessen zu machen? Wir jedenfalls wünschen dem jungen Paar eine starke, immerwährende Liebe, auch wenn Eddie in Sachen Komplimente noch zulegen kann: „Sie hat ein tolles Lachen - und generell einen tollen Körper“, preist er seine Liebste. „Generell“ im Sinne von „im Großen und Ganzen“ oder „durchgängig“, Eddie? Und übrigens: Frauen schätzen es, wenn man neben ihrem Körper auch ihre inneren Werte lobt, und damit meinen wir nicht etwa die Leberwerte.

Sicher traurig sind nun die anderen „Topmodel“-Kandidatinnen, die uns in allen möglichen Blättern als sichere Siegerinnen präsentiert wurden. Etwa Luise, die gegenüber In demonstriert, wie sehr sie Klums Körperregiment verinnerlicht hat: Sie würde „vieles für die große Karriere tun - auch mehr abnehmen, als normal ist“. Insofern sind wir unsicher, ob Luise es tatsächlich „total süß“ finden sollte, dass Fans „mich ansprechen oder sogar anfangen zu weinen“. Es könnten ja, Luise, auch Tränen des Mitleids sein. Über sich selbst übrigens sagt sie: „Ich bin sehr nachdenklich. Das ist meine große Schwäche.“ Als echtes Klum-Kind sollte sie die überwinden können.

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© dpa Vergrößern Daniela Katzenberger durchlebt gerade ein Familiendrama. Die Gründe der Streitereien mit ihrer Mutter und ihrer Schwester sind geplatzte Träume, gebrochene Versprechungen und Kompromisse. Oder in einem Wort: Silikon.

Ein Beispiel nehmen könnte sie sich an Mitbewerberin Sabrina: „Außer ,Shades of Grey‘ habe ich kein einziges Buch“, erzählt sie Bild, „und das habe ich nicht zu Ende gelesen.“ Gut, zu Ende gelesen hat „Shades of Grey“ wohl niemand, da geht es ja nur um die Stellen. Einen Gleichgesinnten findet Sabrina im alles andere als „Topmodel“-verdächtigen Volksmusiker Heino: „Ich habe in meinem ganzen Leben außer meinem Sparbuch noch nie ein Buch gelesen“, protzt er ebenfalls in Bild. Bücher fand er „immer langweilig“, und „Rosamunde Pilcher schaue ich mir lieber im Fernsehen an. Da muss ich mich nicht ewig durch bilderloses Papier wühlen und bin 90 Minuten viel besser unterhalten.“ Zum absoluten Glück dürfte Heino jetzt nur noch fehlen, dass endlich jemand sein Sparbuch verfilmt.

Aber er tut schon gut daran, sich von Druckwerk fernzuhalten. Kollege Keith Richards hingegen, petzt Bunte, hat aufgrund seines drogendurchlöcherten Gedächtnisses fünfzig Jahre lang vergessen, aus der Bücherei in Dartford entliehene Bücher zurückzugeben: „3.500 Euro Gebühr plus Strafe bekam er jetzt aufgebrummt.“ Wird er also noch ein paar Jahre weiterspielen müssen. Interessant, dass Richards seine Leselust schon zum zweiten Mal zum Verhängnis wird, nachdem er 1998 in seiner Privatbibliothek von der Leiter gefallen war. Wie Richards seit langem und Heino seit neuestem tritt demnächst auch Karel Gott, wie Bild meldet, auf einem Rockfestival auf: „Vielleicht lege ich etwas an Härte zu“, kündigt er an. Möglich, dass er anstelle der „Biene Maja“ dann von der „Hornisse Herta“ singt.

Richtig hart zur Sache geht es auch in der Familie Katzenberger: „Praller Busenzoff“ herrscht dort, weiß In. Fernseh-Trulla Daniela, 26, nämlich hat ihr Versprechen nicht gehalten, Schwester Jennifer (20) eine Brustvergrößerung zu spendieren, mit deren Hilfe sie in Danielas, äh, Fußstapfen passt an der Stelle nicht wirklich. Mutter Iris’ Vorschlag - „Eine Portion sponsert Dani, die andere zahlt Jenny“ - blieb ungehört, und offenbar kam es Jenny auch nicht in den Sinn, erstmal nur eine Seite machen zu lassen. Jetzt sind sie alle sauer aufeinander, und Iris schimpft: „Daniela hat auch den ersten Mops nicht bezahlt, so wie alles, was sie verspricht und nicht hält.“ Fürwahr eine mopsfidele Familie. Andere Hunde zieht Model Gisele Bündchen vor, die auf einer Intouch-Fotoserie erst ihren Mann, dann Töchterchen Vivian (5 Monate) und zum Schluss Rottweiler Lea knutscht. Hoffen wir, dass Intouch die Bilder auch wirklich in der richtigen Reihenfolge gedruckt hat.

Schockierende Fotos von Til Schweiger liefert Closer: „Alkohol-Blamage - Endet er wie Jenny Elvers?“, fragt das Heft, was seltsam ist, weil Jenny Elvers gottlob noch höchst lebendig ist. Schweiger jedenfalls saß bei Oliver Geissen in der „Ultimativen Chartshow“, trank dort Sekt und griff, wie Closer sich empört, „sogar zu einem Hierbas - einem Kräuterlikör mit 40 Prozent Alkohol!“ Und eine Zuschauerin berichtet: „Er wirkte am Anfang der Show noch so gelangweilt. Doch dann trank er, und seine Stimmung wurde besser.“ Verstehen wir völlig, Closer, und weißt du was? Hätten wir neben Geissen in der „Chartshow“ sitzen müssen, wir hätten uns bestimmt noch viel heftiger die Kante gegeben.

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