Was sind wir wieder froh, keine Hollywood-Stars zu sein. Und dann permanent von Paparazzi beobachtet zu werden wie die Jungstars Kristen Stewart, 22, und Robert Pattinson, 26, aus den „Twilight“-Vampirromanzen, die sich am Set auch privat ineinander verbissen. Nun aber hat Stewart beim Dreh eines anderen Films ein wenig an dessen Regisseur herumgeknabbert, wovon, weil sie nun mal ein Star ist, prompt die halbe Welt erfuhr.
Die andere Hälfte hat Stewart dann gleich selbst informiert, indem sie in einer Erklärung öffentlich Buße übte und sich bei allen, denen ihr kurzer Fehltritt Schmerz und Pein bereitet habe, entschuldigte, vor allem bei ihrem Rob: „Ich liebe ihn, ich liebe ihn, es tut mir so leid.“ Rob wiederum tat es auch leid, er ist - wiederum unter reger Anteilnahme der Weltöffentlichkeit - sofort ausgezogen. Das gläserne Leben seiner Bewohner und Stewarts Beichtritual lassen das heutige Hollywood wie ein bolschewistisches System wirken, wenn auch materiell um einiges besser gestellt.
Fernsehen ist ein hartes Geschäft
Womit wir bei Nordkorea wären, einem Land, aus dem überraschende Neuigkeiten dringen: Kim Jong Un, der „Baby-Diktator“ (Bild, es handelt sich um keinen offiziellen Titel), hat plötzlich nicht nur eine Frau an seiner Seite, sondern ist mit dieser angeblich längst verheiratet und hat sogar ein Kind. Der Auserwählten namens Ri Sol Ju, es soll sich um eine Sängerin handeln, bescheinigt Bild ein „bezauberndes Lächeln“, mäkelt freilich an ihrem Kleidungsstil herum, der „etwas altbacken“ wirke, was beim Sortiment nordkoreanischer Boutiquen indes kaum verwundern dürfte. Wir aber sind entzückt und fragen uns, was wohl als Nächstes kommen mag: hübsche Homestorys aus dem Hause Kim? Ein Chanson-Album der Gattin?
Während die Zeichen in Nordkorea, zumindest für Kim Jong Un persönlich, auf Entspannungspolitik stehen, hat sich eine Oase der Ruhe, nämlich unser „Traumschiff“, zum internationalen Brennpunkt gewandelt: „Meuterei auf der MS Deutschland“, schlägt Bild Alarm und verkündet, dass der Kapitän von Bord geschickt wurde. Forderte er bessere Drehbücher? Nein, für die hohen Wogen sorgt der Plan der Reederei, das Kreuzfahrtschiff künftig aus wirtschaftlichen Gründen unter der Flagge Maltas fahren zu lassen. Prompt meldet sich wie üblich ein CSU-Politiker zu Wort und fordert: „Das Traumschiff muss deutsch bleiben!“ Und auch wir haben keine Lust, Heide Keller und Siegfried Rauch plötzlich maltesisch sprechen zu hören, für die Quote dürfte das verheerend sein. Außerdem gilt es den Anfängen zu wehren: Wie man hört, wollen die Chinesen die „Sachsenklinik“ kaufen und die Saudis das „Großstadtrevier“ zu sich in die Wüste holen.
So bleibt uns wohl bald nur noch „Das Supertalent“, wo demnächst neben Dieter Bohlen Thomas Gottschalk in der Jury sitzt. Er glaube schon, hat Bohlen nun erklärt, dass der Kollege „ein anderes moralisches Empfinden“ habe als er selbst, was wir mal als seine Umschreibung der Tatsache verstehen, dass Gottschalk ganz altmodisch ein Herz hat. Dass Fernsehen ein hartes Geschäft ist, hat auch Heidi Klum erfahren: Um die neue Staffel ihrer amerikanischen Show zu bewerben, ließ sie sich in Unterwäsche in einem Haufen Scheren liegend fotografieren. Das „scharfe Fotoshooting“, schreibt Echo der Frau, habe Klum „ohne nennenswerte Verletzungen“ überstanden; das muss man wohl so verstehen, dass Heidi durchaus den einen oder anderen Kratzer abgekommen hat, den Echo der Frau aber nicht nennenswert findet. Weil man weiß, dass sich die Spirale immer weiterdreht, wird Heidi Klum für die kommenden Staffeln ihrer Sendung wohl auf einem Nagelbrett posieren oder sich in Beton gießen und im Meer versenken lassen. Die Show übrigens heißt „Project Runway“ und nicht, wie man annehmen könnte, „Shades of Grey“.
„Es hat jeder so seine Talente“
In sorgt sich derweil um Britney Spears, 30, weil sie die geplante Hochzeit mit Jason Trawick, 40, immer weiter hinausschiebe: „Sie will, dass ihre dritte Ehe ewig hält“, habe ein Freund von Spears mitgeteilt. In diesem Fall ist die permanente Verzögerung keine schlechte Taktik: Die Chancen auf eine Ehe, die ewig hält, steigen schließlich enorm, wenn Braut und Bräutigam bei der Heirat schon 80 oder 90 sind. Eher von der schnellen Sorte ist Schauspielerin Jessica Alba, 31: „Als ich zwei Jahre alt war, habe ich schon die Windeln meines 13 Monate jüngeren Bruders gewechselt“, teilt sie Frau im Spiegel mit. Unsere jüngste Tochter, die auch bald zwei wird und sich noch nicht mal selbst wickelt, hat das sehr beschämt.
Gefreut hat unsere Töchter und unsere Frau die Nachricht, dass Frauen bei IQ-Tests erstmals besser abgeschnitten haben als Männer. Bunte befragt hierzu unter anderem Fernsehsternchen Daniela Katzenberger, der da Folgendes einfällt: „Männer können besser einparken, Frauen kriegen ihre Tage, ohne zu verbluten. Es hat jeder so seine Talente.“ Liebe Frauen: Wenn demnächst wieder ein IQ-Test ansteht, lasst bloß nicht die Katzenberger mitmachen - sonst habt ihr euren Sieg gleich wieder verspielt.