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Herzblatt-Geschichten Die Farben der Seele

Nach Silvester wird es besinnlich: Christine Kaufmann und Daniela Katzenberger besuchen ein Medium in der Schweiz, Frank Langella schreibt ein Buch über Hollywood und Charlie Sheen genießt seine neue Liebe.

© dpa Vergrößern „Love is in the air“: Charlie Sheen knutscht mit Porno-Sternchen Gerogia Jones

Die Sektflaschen sind längst im Altglascontainer, das Orakelblei ist vom Parkettboden abgekratzt, aber in den Knallblättern rumoren immer noch die Ausläufer des Jahresendgewitters. Der Rums, mit dem die Ehe des Traumpaars van der Vaart ihr Ende fand, hat die Metaphern-Pyrotechniker der Fachpresse in Champagnerlaune versetzt: „Bomben-Stimmung“ machte die aktuelle auf einem Twitter-Foto aus, das Rafael und Sylvie kurz vor ihrem ominösen Zusammenstoß am Silvesterabend zeigt.

Sascha Zoske Folgen:    

Welches „Feuerwerk der Gefühle“ (Frau im Spiegel) da explodierte respektive wer im Alkoholnebel auf wen gefallen ist, mögen die Scheidungsanwälte klären. Vielleicht besitzt Sylvie nun eine ähnliche Talisman-Kollektion wie Heidi Klum. Die Model-Dominatrix trägt angeblich alle Zähne, die sie jemals verloren hat, in einem Beutel bei sich. Ob die Schäden an der Klumschen Kauleiste auf Meinungsverschiedenheiten mit ihrem Ex-Gatten Seal zurückzuführen sind, haben die Rechercheure des Goldenen Blatts leider nicht ergründet.

Zungengymnastik mit Pornosternchen

Ernsthafte Sorgen machen wir uns auch um die Integrität des Gebisses von Charlie Sheen. Der Serienrüpel, sozusagen die amerikanische Ausgabe von Helmut Berger, hat laut der Bunten für seine Mitmenschen „immer einen kessen Spruch parat“. Bei der Eröffnungsfeier seiner Bar, zu der auch der Bürgermeister von Los Angeles gekommen war, begrüßte Sheen die Gäste demnach mit einem Kraftausdruck der Ferkelitude neun auf der nach unten offenen Berger-Skala.

British Fashion Awards Arrivals London Lily Allen hält per Twitter ihr Fans über ihre Verdauung auf dem Laufenden © dapd Bilderstrecke 

Dass das Stadtoberhaupt daraufhin die sofortige Deportation von Mister Sheen in ein südamerikanisches Dschungelcamp veranlasst habe, ist natürlich nur ein Gerücht. Keine ernsthaften Zweifel gibt es dagegen an der Profession von Sheens neuer Freundin, die im Magazin In zu bewundern ist, mit ihrem Liebsten oral Flüssigkeit austauschend. Die In-Redaktion fasst den Sachverhalt elegant zusammen: „Mit Zigarette und Zigarre bestückt, schlabbert der 47jährige im mexikanischen Cabo sein neues Porno-Sternchen Georgia Jones (24) ab.“

Babyglück

Genug von diesen Vulgaritäten, wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu. Die Popsängerin Lily Allen hat gerade ein Baby entbunden, ein Wunder, über dessen nahende Vollendung die Welt schon vorher selbstverständlich via Twitter informiert werden musste. „Ich dachte schon, ich bekäme Wehen, aber ich musste doch bloß pupsen“, lautete In Touch zufolge das jüngste medizinische Bulletin.

Auch Letizia von Spanien darf nach Überzeugung des Goldenen Blatts auf Bauchgrimmen hoffen: Der Kronprinzessin wurde nämlich „neues Babyglück“ geweissagt. Allerdings ist der Urheber der Prophezeiung „ein renommierter spanischer Astrologe“, was in unseren Ohren etwa so vertrauenerweckend klingt wie „ein seriöser italienischer Mafioso“.

Einblicke in die Seelen

Wenn wir aber nun schon bei übersinnlichen Wahrnehmungen sind, begeben wir uns doch zusammen mit der Bunten auf eine Reise zum dunklen Kontinent des Okkulten. Die erste Folge einer neuen Serie berichtet davon, wie Christine Kaufmann Besuch von ihrem toten Ex-Mann Tony Curtis bekam. Kim-Anne Jannes, ein Medium aus der Schweiz (das bürgt ja wohl für Seriosität), hat den Geist des verblichenen Hollywood-Beaus in Gegenwart seiner einstigen Frau und eines Bunte-Reporters heraufbeschworen. „Die Botschafterin der Verstorbenen sagt, sie spüre Tony Curtis, höre ihn reden, fühle, was er fühlt.“ Frau Kaufmann ist zuerst skeptisch, lässt sich dann aber durch Details aus Mister Curtis’ Krankheitsgeschichte vom „netten, oft sehr emotionalen Plausch mit dem Unsichtbaren überzeugen“. Wir sind gleichfalls tief bewegt und freuen uns riesig auf den nächsten Teil der Serie, in dem laut Ankündigung „Kultblondine“ Daniela Katzenberger beim Aura-Fotografen zum ersten Mal „die Farben ihrer Seele“ sieht.

Wenn Frank Langella eine Seele hat, dann muss sie schwarz sein. „Hollywoods berühmtester Nebendarsteller“ (Bunte) hat ein Buch geschrieben, in dem er seitenweise perfide Anekdoten über Kollegen zum Besten gibt. Robert Mitchum etwa soll ihm einmal „die zehn ödesten Schauspieler Hollywoods“ aufgezählt haben: „Gregory Peck, Gregory Peck, Gregory Peck...“

Große Indiskretionen

Kolossal war Langella zufolge der Größenwahn Charlton Hestons. Der soll auf Partys, bei denen er selbst nur Gast war, andere Besucher regelmäßig mit den Worten begrüßt haben: „Ich danke Ihnen, dass Sie der Einladung gefolgt sind.“ Dagegen hat es Laurence Olivier offenbar nicht an gesunder Selbsteinschätzung gefehlt. Er erklärte Langella das Scheitern seiner Ehe mit Vivien Leigh so: „Meine Frau ist eine Nymphomanin, ich leide unter vorzeitigem Samenerguss. Das passte einfach nicht.“

Lebhaft wundert sich die Bunte darüber, dass noch niemand wegen all dieser Indiskretionen gegen Langella vorgegangen ist. Was vermutlich daran liegt, dass Olivier längst tot ist. Würde er noch leben, bräuchte Mister Langella wohl bald keine Zahnbürste mehr.

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Quelle: F.A.S.

 
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