Ob die deutsche Elf ihr Spiel gegen Portugal gewonnen hat, das wissen wir an diesem Samstagnachmittag noch nicht, und auch eine andere Fußballfrage, welche vor allem den Boulevard bewegt, können wir nicht beantworten: Hat Jérôme Boateng spielen dürfen oder nicht? So oder so ist es dem Verteidiger gelungen, dieser EM einen ersten modischen Akzent zu verpassen: Seine Basecap mit der einem Jay-Z-Song entliehenen Aufschrift „I got 99 problems“ ist dank Bild groß herausgekommen, weil er sie bei seinem nächtlichen Hotel-Treffen mit dem Ziemlich-Nackt-Modell Gina-Lisa Lohfink, 25, trug. Besagte Begegnung ist für ihn nun zum Problem Nummer 100 geworden.
Sehr spät erst ist Boateng an jenem Abend ins Bett gegangen, angeblich immerhin ins eigene: „Echt jetzt, das Treffen mit Boateng war harmlos“, beteuert Gina-Lisa in Bild. „Er hat doch nix gemacht.“ Echt jetzt: Boateng hat nur geredet? Mit Gina-Lisa? Himmel, worüber denn bloß? Da waren frühere Kicker von anderem Schlag. Gina-Lisa jedenfalls darf aufatmen, sie hat ihren Stammplatz bei Bild, den sie zwischenzeitlich eingebüßt hatte, zurückerobert.
Ex-Prinzessin will 6 Millionen Euro prellen
Lohfink zählt auch zu jenen vier Damen, die laut Intouch im „Busen-Krieg am Ballermann“ gegen Daniela Katzenberger antreten. Katzenberger nämlich feiert Erfolge im Fernsehen und mit ihrem Café auf Mallorca, obwohl sie eigentlich gar kein Talent hat. Gina-Lisa und ihre Silikonbusenfreundinnen finden das zu Recht unfair, schließlich haben auch sie allesamt kein Talent.
Jérôme Boateng freilich sollte sich nicht zu sehr grämen, nachts im Hotel ertappt worden sind schon andere. „Prinzessin Maha al-Sudairi“ etwa, Ex-Frau des Kronprinzen von Saudi-Arabien, „wurde mit ihrem 60-Mann-Gefolge erwischt, als sie nachts um 3.30 Uhr aus dem Nobelhotel ‚Shangri-La‘ flüchten wollte - ohne ihre 6-Millionen-Euro-Rechnung zu bezahlen“, berichtet Bild. Das ist eben der Nachteil, wenn man so viel Personal hat: Mit 60 Leuten unauffällig abzuhauen ist eine echte Herausforderung; vielleicht hätte sie gleich den einen oder anderen Lakaien zurücklassen müssen.
Gegen die zechprellende Prinzessin ist Merkels Teppichluder nur ein kleiner Fisch. Wobei es uns schon beunruhigt, dass der BND, seines Zeichens immerhin Geheimdienst, nichts davon gewusst haben will, dass er mit dem von Dirk Niebel beim Botschafts-Basar erworbenen Stück dessen Privatgut befördert hat. Andererseits ist der BND ja ein Auslandsnachrichtendienst und Niebel ein Inländer.
Dieter Bohlen hatte einen erstaunlich guten Einfall
Doch nicht mal die Bild-Zeitung weiß immer alles. Erstmals in ihrer langen gemeinsamen Geschichte hat sie keine persönliche Nachricht von Dieter Bohlen bekommen, sondern muss vom Spiegel abschreiben, dass Bohlen seiner Ex-Freundin für den gemeinsamen Sohn mehr Unterhalt zahlen muss - für Klavierunterricht und den Besuch einer Privatschule, wo, wie Mutter Estefania glaubt, man ihn „nicht als Sohn eines Prominenten“ erkennt. Bohlen hatte nicht zahlen wollen und vorgeschlagen, einfach den Namen des Jungen zu ändern. Das halten wir auf jeden Fall für eine gute Idee, kein Kind sollte Bohlen heißen müssen. Und was die Klavierstunden angeht: Vater Dieter hat bewiesen, dass eine Karriere auch ganz ohne Musikkenntnisse möglich ist.
Nein, wir beneiden sie nicht, die Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen: Günther Jauch etwa braucht bloß in einem SZ-Interview einen witzig gemeinten Spruch fallen zu lassen („Mit mir möchte niemand befreundet sein“), schon setzt Die Aktuelle sein zerknautschtes Konterfei auf den Titel und dichtet: „Jetzt ist es raus! Was in seinem Privatleben wirklich los ist“. Über den Kollegen Markus Lanz wiederum schreibt Das goldene Blatt: „Die Latte der neuen Herausforderungen explodiert förmlich.“ Da heißt es: In Deckung gehen! Wenigstens kann man eine explodierte Latte nicht mehr reißen.
Lagerfeld, seine Katze und deren iPad
Sportexpertin ist auch die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, 46, die Bunte erzählt: „Mich faszinieren an Männern Kleinigkeiten, etwa die Art, wie einer seine Augenbrauen hebt.“ Ein Schlag ins Gesicht aller Kerle, die mühevoll ihre Bauchmuskulatur stählen und darüber ihre Augenbrauen vernachlässigen. Eine andere Körperpartie hat es Bunte bei Joachim Gauck angetan, nämlich die Hände: „Ungewöhnlich groß sind sie für einen Intellektuellen und kräftig wie die Wurzeln einer Eiche.“ Beim Blick auf unsere eigenen, gauckgroßen Hände verstehen wir, warum es bei uns nicht zum Intellektuellen gereicht hat und wir stattdessen die Herzblätter durcharbeiten müssen.
Über die Frage wiederum, ob es verwerflich ist, dass Karl Lagerfelds Katze Choupette - wie ein Foto in Bild beweist - ihr eigenes iPad besitzt und bedient (und dort womöglich all ihre Mäuse für teure Apps ausgibt), wollen wir ein anderes Mal nachdenken. Gleich ist nämlich Anpfiff, und wir möchten vorher rasch selbst ein wenig Sport machen. Auf dem Programm steht verschärftes Augenbrauentraining.
herrlich
Kerstin Schmidt (freigeistin)
- 10.06.2012, 11:52 Uhr
Sehr hübsch.
Ilse Engels (I.Engels)
- 10.06.2012, 10:55 Uhr
Danke, köstliche Pointen,
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 10.06.2012, 01:52 Uhr