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Freitag, 17. Februar 2012
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Herzblatt-Geschichten Camillas Geheimnis und Anni Friesingers Vorzüge

08.08.2004 ·  Was findet Prinz Charles an Camilla? Vielleicht reizt ihn ihre Raffinesse: Camilla braut einen Rosenlikör mit stark anregender Wirkung. Abends trinkt der Thronfolger davon zwei, drei Gläschen, und dann... - Neue Herzblatt-Geschichten.

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Natürlich fragen auch Sie sich seit Jahren, was Prinz Charles an Camilla findet. Schön ist sie nicht, jung ist sie nicht, und nur ein ähnliches Humorverständnis und dauerndes gemeinsames Ausreiten reichen ja wohl nicht für eine beinahe lebenslängliche, irgendwie rührende Treue. Nun aber hat Echo der Frau das Rätsel gelöst. Charles sei Camilla mit Haut und Haaren verfallen, weiß das Blatt, weil sie sich eines uralten Liebeszaubers bediene: "Manchmal beträufelt sie eine Muskatnuß im Morgengrauen nach einer Vollmondnacht mit Rosentau. Diese Muskatnuß legt sie dann unter Charles' Kopfkissen, damit seine Liebe für sie immer wieder neu entflammt."

Raffiniert, aber längst noch nicht alles. Camilla braut nach Mitternacht auch einen Rosenlikör mit stark anregender Wirkung. Abends trinkt der Thronfolger davon zwei, drei Gläschen - "und danach ziehen sie sich früh ins Schlafgemach zurück", erzählen zwei Küchenmädchen kichernd dem Echo der Frau.

„Sie haben einen sehr schönen, sehr großen Busen“

Auch wir haben natürlich gleich so einen Rosenlikör gemixt, doch was damit passierte, erzählen wir später. Zunächst gilt es, Boris Becker zu loben. Die meisten Männer nämlich werden in Gegenwart einer Frau mit einem großen, schönen Busen unruhig, rutschen hin und her, blicken zu Boden und schielen dann doch wieder heimlich hin. Der vorbestrafte Ex-Tennisspieler aber ist frei genug, seine Beobachtungen offen zu verbalisieren. In seiner Talkshow auf DSF hat er laut Neue Revue die obenrum prächtig ausgestattete Anni Friesinger gefragt: "Sie haben einen sehr schönen, sehr großen Busen. Wie kommen Sie da im Training zurecht?" Ja, wir lieben offene Worte und fanden es auch gut und wichtig, daß Nick Carter in Bild nicht lange über sein etwas gestörtes Verhältnis mit Paris Hilton hinwegschwadronierte: "Unsere Beziehung basierte auf Mißtrauen. Sie traute mir nicht, ich traute ihr nicht."

Aber auch du, TV-Kommissar Jürgen Heinrich, bist zu loben für deine klaren Worte in Echo der Frau über die Zehn Gebote: "Also, ich habe noch niemanden umgebracht. Aber ich habe gelogen, daß sich die Balken bogen, ich habe gestohlen, ich habe meines Nächsten Weib begehrt und die Ehe gebrochen." - "Weiß Ihre Frau das?" bohrt Echo der Frau nach, und der beliebte Schauspieler antwortet cool: "Ja, sicher." Sollte sich seine Frau aber darüber grämen, so halten wir ihr zum Trost ein Wort der Schauspielerin Jada Pinkett Smith aus Bunte entgegen: "Keine Frau respektiert einen Mann, der nicht von anderen Frauen begehrt wird."

Schill, werden Sie in Hamburg noch erkannt?

Ehe wir gleich auf Dieter Bohlen kommen, wollen wir schnell noch den Einwohnern des Hamburger Stadtteils St.Georg still gratulieren. Denn Ronald Schill wird von Bunte gefragt: "Werden Sie in Hamburg noch erkannt?" Und der ehemalige Innensenator und Junggesellendenunziant sagt: "Auf jeden Fall! In zivilisierten Stadtteilen grüßt man mich, im Problemviertel St.Georg rufen die Leute: ,Hallo Schill, du Idiot!'"

Jetzt zu Bohlen. "Schrumpft der Pop-Titan?" fragt Bunte. Sieht fast so aus, denn in seiner Beziehung zu Estefania kriselt es, sie soll sich heimlich mit einem anderen getroffen haben, und das auch noch "im Wald". Viel schwerer aber dürften seine "miserablen Imagewerte" wiegen, die verhindern nämlich neue Werbekampagnen. Der Chef einer großen Werbeagentur ahnt bereits, die Leute hätten sich an Bohlen satt gesehen: "Ich würde ihm empfehlen, sich zwei Jahre zurückzuziehen." Wir persönlich würden gern ein kleines Schweigegebot aussprechen. Lebenslänglich.

Was Udo Jürgens als Gnade empfindet

Aber auch Bohlen wird ja älter und dann vielleicht auch etwas schweigsamer. Ja, das Älterwerden ist überhaupt keine so leichte Angelegenheit, wie wir schon von Udo Jürgens (69) wissen. Bis Ende 50, bekennt er in 7Tage, habe er es als ganz normal empfunden, wenn sich jüngere Frauen nach ihm umdrehten, "heute empfinde ich das fast als Gnade". Ja, lieber Udo Jürgens, das ist dann doch ein wenig oberflächlich gedacht, wir legen dir hiermit ein sehr tiefes Wort Liza Minnellis ans Herz: "Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern."

Was jetzt in Ihnen, liebe Herren Leser, vor sich geht, wissen wir genau. Ihnen haben die Frauen noch nie hinterhergeschaut, weder mit Ende 50 noch mit Ende 20. Aber Sie arbeiten ja auch nicht im fünften Stock der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Hier setzt unsere Verlagsgeschäftsführung jeden Samstag die allerattraktivsten Redaktionsassistentinnen ein. Knappste Kleidung. Sündigste Kurven. Entzückendste Umgangsformen. Der neuen Blondine hielten wir gestern entgegen: "Sie haben einen sehr schönen, sehr großen Busen. Wie kommen Sie damit bei der Arbeit zurecht?" Sie sagte: "Bestens." Dann boten wir ihr zwei, drei Gläschen Rosenlikör dar und nestelten ihr eine mit Morgengrauen-Rosentau beträufelte Muskatnuß unters Bauchnabel-Piercing. Die Folgen waren unbeschreiblich. Nur etwas irritierend, daß sie dauernd stöhnte: "O Charles!"

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.08.2004, Nr. 32 / Seite 58
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