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Herzblatt-Geschichten Alle meine Hasen

Dieter Bohlen beleidigt deutsche Frauen, Rae Garvy ist beim Boxen lieber allein und für Lilly Becker ist die Economy-Klasse „shit“. Derweil wünscht sich Gérard Depardieu 20 Kinder - fast so viele Namen hat Uma Thurmans Tochter.

© dpa Vergrößern Vier sind für ihn zu wenig: Gérard Depardieu hätte gerne 20 Kinder mit zehn verschiedenen Frauen

Die Konkurrenz der Juroren beim „Supertalent“ wird immer schärfer. Da schafft es Thomas Gottschalk zum Bild-Aufmacher, indem er Florian Silbereisen schmäht (“größter Irrtum der TV-Geschichte“), prompt zeigt Dieter Bohlen, wessen Kernkompetenz das Beleidigen wirklich ist. Bei einem Konzert in Russland, berichtet Bild, versprach er, all die hübschen Damen im Publikum mit nach Deutschland zu nehmen, denn, so das Originalzitat, „in Germany we always has (sic) ugly girls“. Wir in Deutschland, könnte man ergänzen, haben übrigens auch entsetzliche Musiker. Es sei ein Scherz gewesen, hat Bohlen später gesagt: „Das gehört dazu, dass man mal lacht.“ Über Sie doch immer, Bohlen!

Ganz anders tickt Rea Garvey, ebenfalls Musiker und Fernseh-Juror (“The Voice“). „Ich habe gelernt, eine Frau nicht nur aufs Frau-Sein zu reduzieren“, sinniert er in In: „Das habe ich schon als kleiner Junge gemerkt: Wenn mir meine Schwester eine reingehauen hat, habe ich kapiert, dass sie auch stark ist.“ Cleveres Kerlchen! Außerdem teilt Garvey mit: „Ich bin auch gern mal allein, beim Motorradfahren oder beim Boxen.“ Auch das ist klug, denn wer alleine boxt, den kann keiner mehr hauen.

Geld ist nicht alles

Als Frauenfreund zeigt sich auch Gérard Depardieu. „Sie haben vier Kinder mit drei verschiedenen Frauen“, stellt Frau im Spiegel fest, und der Schauspieler antwortet: „Und ich würde mich glücklich schätzen, wenn ich 20 Kinder mit zehn verschiedenen Frauen hätte.“ Ambitionen, die besonders Depardieus Freundin Clémentine mit Interesse registriert haben dürfte. Romantisch durchaus zur Genügsamkeit befähigt ist Extremhüpfer Felix Baumgärtner, der laut Bunte seiner Flamme Gitta Saxx einst mitteilte: „Ich bin so verknallt, ich rufe alle meine Hasen an und sage: Es gibt nur eine - dich.“ Auch den Hasen Gitta hat Baumgartner mittlerweile freilich abgeschossen.

Nach seinem Rekordsprung dürfte sich Baumgartner einen riesigen Stall leisten können, er sollte aber aufpassen: Geld ist nicht alles. Bild.de nämlich präsentiert die 25 „reichsten Menschen, die jemals gelebt haben“, und wundert sich: „Auffällig ist, dass nur noch drei der wohlhabendsten Männer aller Zeiten leben.“ So wäre Super-Krösus Mansa Musa, 1312 bis 1337 Herrscher von Mali, heute umgerechnet 305 Milliarden Euro schwer, ist aber längst tot. Hätte er mal, statt nach Gold zu gieren, mehr auf seine Gesundheit geachtet!

Photocall Jury "DSDS" Beleidigt gerne: Dieter Bohlen findet deutsche Frauen häßlich © dapd Bilderstrecke 

Mit Reichtum verbindet man Afrika nicht mehr; da ist es logisch, dass dort Charity-Events stattfinden, zu denen, nicht so logisch, Lilly Becker eingeflogen wird. Für Unmut, unter anderem beim Echo der Frau, sorgt, was Boris Beckers Gattin vom Flug getwittert hat: Dass sie nach Afrika in der Economy-Klasse fliegen müsse, hielt sie für shit; später immerhin nannte sie die Reise „nett und eng“. Über Botschaften Lillys nach ihrer Landung wissen wir nichts, können sie uns aber lebhaft vorstellen: „Verdammt heiß hier und total trocken. Und es gibt fast gar nichts zu essen!“

Ein ganz „stilles, aber deutliches Statement“ hingegen gab Inka Bause ab, wie Echo der Frau beim „Bauer sucht Frau“-Schauen bemerkt hat: Die Schleife seines Dirndls hatte der vermeintliche Single Bause rechts gebunden - ein „Geheim code“ dafür, dass sie wieder vergeben ist. Ein „Fauxpax“ sei den Stylisten garantiert nicht unterlaufen, glaubt das Blatt, schließlich werde die Show von RTL „auf höchstem Niveau“ produziert. Lustig!

Ein paar dumme Namen

Robbie Williams hat derweil Besuch bekommen, Gwyneth Paltrow war da, deren Töchterchen Apple Williams laut Frau im Spiegel fragte: „Will die kleine Melon einen Apple? So peinlich - ich hab’s verwechselt! Das passiert, wenn du einen dummen Namen hast.“ Einen dummen Namen hat Paltrows Kollegin Uma Thurman ihrem Baby nicht gegeben - sondern gleich ein paar: Rosalind Arusha Arkadina Altalune Florence Thurman-Besson heißt die Kleine, wird von Mom und Dad aber kurz Luna genannt. Wozu dann der ganze Zirkus?

Als Schauspielerin nicht ganz so berühmt ist Franziska Schlattner, wir kannten sie auch nicht, erfahren aber in Frau im Spiegel, dass ihr Mann zuletzt „fast sieben Wochen mit der Fußball-Nationalmannschaft unterwegs war - er ist ihr Yogalehrer“. Jetzt verstehen wir endlich, was in den letzten 30 Minuten gegen Schweden passiert ist: Das war Yoga! Wir selbst sind aber auch außer Form, weshalb wir die Sängerin Siw Malmkvist verstehen, die im Neuen Blatt sagt: „Ich sehe immer noch aus wie vor 30 Jahren - nur, dass jetzt alles 30 Zentimeter weiter unten sitzt.“ Ist bei uns ganz genauso, bis auf unsere Stirn: Die sitzt jetzt 30 Zentimeter höher.

Dankbar sind wir daher dem Fitness-Rat gefolgt, den uns Das neue Blatt gibt: „Zehn Luftballons aufzublasen beansprucht die tiefen Muskeln in der Körpermitte so effektiv wie ein zehnminütiges Bauchtraining.“ Haben wir ausprobiert und bei zehn längst nicht aufgehört - mit dem Ergebnis, dass unser Bauch nicht flacher, unsere Wohnung aber mit Hunderten Ballons verstopft ist. Den Kindern gefällt’s, und unsere Frau haben wir mit Lilly Beckers Worten besänftigt: Es ist nun richtig nett und eng.

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Quelle: F.A.S.

 
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