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Düsseldorfer Landgericht : Angehörige von Germanwings-Opfern klagen auf Schadenersatz

  • Aktualisiert am

Am zweiten Jahrestag des Germanwings-Absturz gedenken Angehörige den 149 Opfern nahe des Absturzortes im Südwesten Frankreichs. Bild: AFP

Gut zwei Jahre nach dem Absturz der Germanwings-Maschine verklagen Hinterbliebene die Fluggesellschaft. Am Düsseldorfer Landgericht laufen die schriftlichen Vorverfahren.

          Gut zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz haben Angehörige von Opfern die Fluggesellschaft auf über drei Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Es gebe zwei Zivilverfahren am Düsseldorfer Landgericht mit einem Streitwert von insgesamt mehr als drei Millionen Euro, sagte eine Gerichtssprecherin. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. Nach Informationen der Zeitung erheben drei Kläger aus Südamerika gegen Germanwings Forderungen von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro. Die Opfer-Angehörigen stammten aus Paraguay und würden durch eine Kanzlei in Frankfurt vertreten.

          Die Klagen werden bei der 22. Zivilkammer des Gerichts geführt und befinden sich in einem schriftlichen Vorverfahren. Einen Termin gebe es noch nicht, bestätigte die Gerichtssprecherin. Laut „Bild“ würde das Landgericht Düsseldorf damit die ersten Schadenersatzklagen von Angehörigen verhandeln.

          Ende März hatte auch der Hinterbliebenen-Anwalt Christof Wellens fünf Klagen beim Landgericht Düsseldorf eingereicht, um höhere Schmerzensgelder für die Angehörigen zu erstreiten. „Teilweise haben nahe Angehörige noch nichts erhalten, teilweise nur den Betrag in Höhe von 10 000 Euro“, teilte er damals mit. Dies werde dem Leid der Angehörigen nicht gerecht.

          Nach dem Absturz hatte Germanwings nach Angaben der Lufthansa 50 000 Euro Soforthilfe für jeden Todesfall gezahlt. In Deutschland seien zudem noch 10000 Euro Schmerzensgeld an nächste Angehörige sowie 25 000 Euro je Verstorbenem an die Erben gezahlt worden.

          Beim Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich am 24. März 2015 waren 150 Menschen ums Leben gekommen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Copilot die Maschine absichtlich gegen einen Felsen gesteuert.

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