20.02.2007 · Sie kam nach nur gut 21 Wochen zur Welt - und die Ärzte hatten wenig Hoffnung, dass die kleine Amillia aus Miami überleben könne. Doch: „Sie hat uns alle Lügen gestraft“, freuen sich die Mediziner. Das Mädchen kann nun nach Hause zu seiner Familie.
Für die Ärzte grenzt es an ein Wunder: Ein Baby, das rund viereinhalb Monate zu früh auf die Welt kam und bei seiner Geburt am 24. Oktober nur 284 Gramm wog, kann nun aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Wahrscheinlich werde die kleine Amillia keine bleibenden Schäden davontragen, teilten die behandelnden Mediziner im Baptist Children's Hospital in Miami (Florida) mit. Es sei ihrer Kenntnis nach das erste Mal, dass ein Frühchen überlebt habe, das vor der 23. Schwangerschaftswoche geboren wurde.
Nur 24 Zentimeter groß
„Wir waren nicht allzu optimistisch, aber sie hat uns alle Lügen gestraft“, sagte Dr. William Smalling, der sich in den vergangenen Monaten um Amillia gekümmert hatte. Das Baby, das bei der Geburt nur 24 Zentimeter groß war, hatte nach Auskunft der Ärzte mit Atemproblemen, einer leichten Gehirnblutung und Verdauungsstörungen zu kämpfen. Langfristig seien aber keine Probleme zu erwarten, hieß es. „Ihre Prognose ist exzellent“, sagte Dr. Paul Fassbach, der Amillia seit ihrem zweiten Lebenstag behandelt hat.
Auch nach ihrer Entlassung aus der Kinderklinik an diesem Dienstag soll Amillia weiter zusätzlich Sauerstoff erhalten, und ein Gerät soll ihre Atmung überwachen. „Sie kann in einem normalen Kinderbett liegen, sie wird normal gefüttert, sie erhält all ihre Nahrung aus der Flasche“, sagte Smalling.
Gezeugt durch künstliche Befruchtung
Amillia wurde durch künstliche Befruchtung gezeugt, weshalb sich die Dauer der Schwangerschaft auf den Tag genau bestimmen ließ. Sie kam nach 21 Wochen und sechs Tagen im Mutterleib per Kaiserschnitt auf die Welt. Mittlerweile ist sie rund 65 Zentimeter groß und wiegt etwa zwei Kilogramm.
Ethik braucht das Land!
Ju Ma (bakedbeansjulia)
- 20.02.2007, 14:42 Uhr