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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gespräch mit Fritz J. Raddatz „Stil braucht Lässigkeit“

 ·  Der Kritiker Fritz J. Raddatz gilt als stilvolle Persönlichkeit. Mit Timo Frasch spricht er über Kunst als Dekor, die Verwüstung der Sprache und Stil als Korsett für Unsichere.

Artikel Bilder (6) Lesermeinungen (63)

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Arnim Dahlen
Arnim Dahlen (Arnidee) - 03.11.2012 14:00 Uhr

old school

sehr unterhaltsam, der alte Fritz. Allerdings auch sehr nachtragend - die von Robert Gernhardt veröffentlichte Frage, was denn das 'J' zwischen Vor- und Nachname bedeute ('Joethe wird er doch wohl nicht heißen':) hat er augenscheinlich (oder heisst es offensichtlich?;) nicht vergessen. Und die Aussage, Erziehung habe immer etwas mit Zwang zu tun, ordnet ihn deutlich (zum Glück) vergangenen Zeiten zu.

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Erika Feustel
Erika Feustel (Erfe) - 01.11.2012 20:31 Uhr

Das Messerbänkchen

ist eine dem Mangel geschuldete Einsparhilfe.
Es erspart dem Gastgeber die vollständige Darreichung höfischen Bestecks in einer Menüfolge, weil es bereits gebrauchtes Besteck - "garder le couvert!" - der Einfachheit halber für den nächsten Gang recyclet.
Wer nun bei fehlenden Messerbänkchen statt mit wortlosem Lüpfen des Bestecks zur Schonung der Tischdecke des Gastgebers mit Worten nicht spart, stellt vor allen Dingen eins unter Beweis: Mangel an Stil.

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 30.10.2012 22:14 Uhr

Licht und Schatten

Eine zutreffende Charakterisierung des Alt-Kanzlers. Das ist wirklich zum Schmunzeln.
Aber daß Selbstmord stilvoll sei, würde ich bezweifeln. Stilvoll (wenn das Wort einen Sinn haben soll) ist das Gegenteil: sich selbst mit seinen Schwächen anzunehmen und eben nicht weglaufen.

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Herbert Kern
Herbert Kern (pleiades) - 30.10.2012 20:28 Uhr

Unterhose unter der Jeans.

Aber bitte mit Stil; eine von Zimmerli (swiss made) sollte es schon sein. Zu Hemden: Ob mit oder ohne Manschettenknöpfe, auf jeden Fall doppelte Manschette. Wenn schon von der Stange, dann aber bittschön wenigstens von Van Laack, besser noch Lorenzini. Das ganze wird selbstverständlich von Hand gewaschen, gestärkt (nur Brust und Manschetten) und gebügelt von der 25-jährigen 400,- €-Jobberin aus Polen (nicht bei der Sozialversicherung angemeldet), dafür aber für die Ästhetik des im Flur hängenden Otto Dix noch zugängig. Messerbänkchen ade, bei so viel Schwund nach Einladungen an Stil bewusste Freunde. Zur Messerablage für´s Christofle de Paris oder Robbe & Berking reicht der Tellerrand eines Meißener Services (Schwerter) vollkommen aus. Notfalls tut´s auch das Royal Kopenhagen.
P.S.: Das Zeugs von Versace kommt bei uns nicht auf den Tisch und nicht in den Salon. Zufrieden, Herr Raddatz?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.10.2012 10:31 Uhr
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 31.10.2012 10:31 Uhr

... doch! ...

"400,- €-Jobberin aus Polen (nicht bei der Sozialversicherung angemeldet), "

400-Euro-Jobber ("Geringfügig Beschäftigte", "Minijob") sind durchaus angemeldet. Schauen Sie mal bei Wiki nach, wie das funktioniert. Sie könnten was lernen.

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Hubert Appenrodt

Katachrese – aber Feingeist-Elite versagt dennoch

Im Forum entdeckt: Katachrese, Wort und Bedeutung habe ich jetzt auch gelernt, kann ich jetzt auch. Aber morgen habe ich es bestimmt – wie ein Turnbeutelvergesser (katachresenhaft) – wieder verdruselt, und ich kann wieder von vorn anfangen (wie Schäuble bei seinen täglich drei Rettungsversuchen Europas). Das stimmt mich schon jetzt, in dieser Sekunde, in diesem unserem Lande des vergeblichen Rettungswahns, traurig. Fällt mir gerade auf: Fritzchen J. R. setzt sich weder für den Erhalt des Euro noch für die Europazwangsunion ein – trotz linker Raddatz-Schwingungen damals, als die Knaben noch schön waren am Thomas-Mann-Strand, trotz elitemahnenden Friedens-Nobelpreises. Mannomann – mit der Feingeist-Elite in D ist auch nicht mehr viel was los...

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Karl Haessner

Selbstzweifel sind nicht sein Ding

Mit diesem Herrn kann ich nichts anfangen. Überheblichkeit ist auch Stilbruch. Über andere öffentlich zu lästern, ebenso. Herrn Sloterdijk wegen seiner Haare zu kritisieren und selbst die Haare in alle Richtungen zu stellen: na, na. Da fällt mir nur der Satz ein: Einbildung ist auch eine Bildung. Einem Sechzigjährigen das Werk von Otto Dix nicht mehr erklären zu wollen: Auf welchem Orbit kreisen Sie denn, Herr Raddatz? Haben Sie darüber mal mit Herrn Dix gesprochen? Nehmen Sie bitte Ihr Spargelbesteck mit auf Ihre Wolke und verschonen Sie Ihre Mitmenschen!

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Prof Georgy Koentges

Rumpelstilzchen mit Sti(e)lbruch

Ich kann meinen erlauchten Mitforisten nur beipflichten und bezweifle, ob derartige Manier intelligenten Zeitgenossen die Freude an Manieren, Wissen, Bildung und schoepferischer Selbstgestaltung nahebringen kann. Zu viel Beschaeftigung mit dem Stilbruch der anderen zu Zwecken der Selbst-befriedigung, zu viel Lust an den Wonnen der Gewoehnlichkeit zeigt dieser Herr, um selbst zu einem wahren Stilisten avancieren zu koennen. Zu viel Katachrese fuehrt in die Malaise.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 18:26 Uhr
Maria  Berger

Stiellose Katechese

Es heißt Katechese, für alle erlauchten, stiellosen Mitfloristen. Auch Lauch ist eine Stielpflanze, jetzt reicht es aber !!!!!!!!

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Karl S. Walter

Menno, Prof. Koentges!

SIE können aber schwere Wörter und jonglieren sogar lürisch damit. Nachdem ich aber nachgeschaut habe, kann ich »Katachrese« auch. Als Erstes stelle ich indes fest, dass Sie das Wort max. halbrichtig verwenden, wenn Sie schreiben »Zu viel Katachrese fuehrt in die Malaise.«.

Da schlägt doch wohl das Fass der Krone den steten Tropfen ins Gesicht, Prof. Koentges! Andererseits: Wer reimt, hat recht. So sei Ihnen noch einmal verziehen. (o;

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peter myer

h.schmidt

ps. besonders seiner beschreibung von h.schmidt ist nicht hinzuzufügen. sie ist dermaßen treffend auch in ihrer gemeinheit.

das hat sich der selbsternannte weltökonom schmidt, der nie mehr war als ökonomisches mittelmaß , selbst zuzuschreiben.

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peter myer

....

ich muß gestehen, ich mußte die bedeutung von "monitum" nachschlagen.

wie auch immer, immer ein vergnügen diesen klatsch und trasch und die bosheiten von raddatz zulesen. ich habe mehrfach laut lachen müssen.

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Phillip Barron

Kunstdefinition

Die Ausführungen zu Kunst und Geschmack erscheinen etwas arg verkürzt und laienphilosophisch. Durch Geschmach lässt sich gerade nicht ermitteln, was Kunst ist und was nicht. Eine Definition von Kunst im klassifikatorischen Sinn hat mit persönlichem Geschmack nichts zu tun. Es lässt sich sicher darüber streiten, ob die Arbeiten von Hirst gute oder schlechte Kunst sind. Das ist dann aber eine evaluatorische Aussage. Man kann die Texte von Frau Hegemann anspruchslos, redundant oder handwerklich schlecht finden, aber die Anwendung solcher Prädikationen macht nur Sinn, wenn man die Texte zuvor als Literatur erkennt. Oder einfacher: Ob Herr Raddatz ein Buch von Frau Hegemann lesen oder sich ein Werk von Hirst ins Wohnzimmer hängen würde, hat vielleicht etwas mit Geschmack zu tun, aber nicht damit, ob etwas Kunst ist.

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Eckart Härter

Sein Unterhaltungswert ist ungeheuer, aber...

... noch mehr davon ginge mir auf die Nerven. Auch das geistvollste Geschwätz läuft sich irgendwann tot.

Mir ist der bäuerische, unbeholfene, kauzige, oftmals peinliche und "unmöglich" gekleidete Anton Bruckner tausend Mal lieber! (mit Ausrufungszeichen).

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 11:14 Uhr
Eckart Härter

noch ein Nachtrag...

man beachte, dass die feinsinnige FAZ das Interview nicht im Feuilleton, sondern unter "Gesellschaft" eingeordnet hat.

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Marcus Grundschok

Wieder was gelernt!

Jetzt weiß ich warum Fashion und Fashism den selben Wortstamm haben. Ich sollte eine Wiederstandsgruppe gründen. Wie wär "Die weiße Hose... mit Bremsspur"?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.10.2012 11:30 Uhr
Maria  Berger

Watt ihr Volt

hallo, Herr Ohm,
Mußte schmunzeln. Loriot würde sagen, sie seien ordinär.

Er hatte, wie wir alle(da menschlich)den Hang zum Ordinären.
Er würde den "dirty young men" im Schwimmbad "schlitzverstärkte Feinrippware" empfehlen, damit sie ihren "Kosakenzipfel" und die Jeans schonen.
Er ist halt immer noch der Größte, da wirklich stilvoll.
zum Korrrekktor tauche ich übrigenz überhaut nicht. diese kradwanderung haut den stärksten Raddatz um.

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Marcus Grundschok

Ja, richtig.

Als Hobbyelektroniker sollte ich eigentlich wissen, wie man Widerstand schreibt. Aber Ihr Hinweis, ich sei ordinär, bringt mich auf ganz andere Ideen: Statt eine Widerstandsgruppe zu gründen, sollte ich das Thema Bremsspur auf ein paar hundert Seiten saftig ausbreiten und veröffentlichen! Das wird bestimmt 'n Bestseller! Sofern Ihnen nicht schlecht wird, dürfen Sie gern Korrektur lesen. Und während Herr Raddatz vor Ärger über soviel geballte Stillosigkeit sein Messerbänkchen verschluckt, schwimme ich eine morgentliche Runde in meinen frisch verdienten Milliönchen.

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Maria  Berger

Widerstandsgruppe

Min. halbrichtig.

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Maria  Berger

Loriot

Huch, sind Sie aber ordinär....

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Peter Krolle

Nicht drauf reinfallen

Das Interview ist köstlich und kurzweilig. Eine große Inszenierung mit vielen bösen Hieben und Widersprüchen. Die Kritik an Gernhardt ärgert mich auch, aber R. ist ja ein Schelm: Mit diesem Satz eröffne sich ihm keine neue Welt: Das heißt nichts anderes, als dass er die durch Gernhardt Beschriebene wohl gut kennt. Auch eine Offenbarung.
Wie wohl überhaupt: R. liefert den Schlüssel für seine Entlarvung in jeder Antwort - ehrlich, wenn auch nicht ganz offen. Er ist ein frühes Marketingtalent. Wie Bill Gates und andere zumindest wirtschaftlich wesentlich Erfolgreichere als er.
Die Welt ist bunt, möge er uns noch lange erhalten bleiben.

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J. Seelig
J. Seelig (jseelig) - 30.10.2012 09:52 Uhr

Gernhardt

Gernhardts Kritik an seinem Schreib-"Stil" muß ihn schwer getroffen haben, wenn er ihn "Herr" Gernhardt nennt.
Dabei hat Gernhardt in mehreren lesenswerten Artikeln die Inkompetenz Raddatz´ herausgearbeitet. Da ist seine mit Fehlern gespickte Tucholsky-Biographie, da sind seine sinnlosen Wortschöpfungen. "Erbitternis", "zersieben", lauter Lachnummern, für die er von Gernhardt zurecht verspottet wurde. Von den reinen Grammatikfehlern sollte man lieber schweigen, sonst wird es nur noch peinlich.
Die Frage bleibt, wie ein so kenntnisloser Stümper wie Raddatz so einen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Bezeichnend für das deutsche Feuilleton ist das hoffentlich nicht.

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J. Seelig
J. Seelig (jseelig) - 30.10.2012 09:41 Uhr

Gernhardts Kritik

Gernhardts Kritik an seinem Schreib-"Stil" muß ihn schwer getroffen haben, wenn er ihn "Herr" Gernhardt nennt.
Dabei hat Gernhardt in mehreren lesenswerten Artikeln die Inkompetenz Raddatz´ herausgearbeitet. Da ist seine mit Fehlern gespickte Tucholsky-Biographie, da sind seine sinnlosen Wortschöpfungen. "Erbitternis", "zersieben", lauter Lachnummern, für die er von Gernhardt zurecht verspottet wurde. Von den reinen Grammatikfehlern sollte man lieber schweigen, sonst wird es nur noch peinlich.
Die Frage bleibt, wie ein so kenntnisloser Stümper wie Raddatz so einen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Bezeichnend für das deutsche Feuilleton ist das hoffentlich nicht.

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Erika Feustel
Erika Feustel (Erfe) - 30.10.2012 09:01 Uhr

Memento mori

Ein geckenhafter Vouyeur, aber ein schönes Interview, das auf eigene Weise eine Lektion über Stil erteilt.
Wie lächerlich die Empörung über den geschenkten Pilz! Nahezu ekelhaft ist die Passage über Uriniergewohnheiten des kranken Rühmkorf.
Wie beglückend dagegen ist es, alte Menschen mit Lebenserfahrung und -weisheit kennenlernen zu dürfen, die sich Aufgaben suchen und gebraucht werden.
Die haben Stil - jenseits aller Socken und Messerbänkchen.

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Klaus Hillebrandt

"... dann war die Tür eben wieder auf."

Sehr geehrter Herr Raddatz,
muss es nicht "offen" heißen?
MfG, Hillebrandt

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 18:41 Uhr
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 30.10.2012 18:41 Uhr

Aufklärung, Herr Walter

In richtigem Deutsch heißt es: Die Treppe hinauf (oder herauf, je nach Standpunkt).

Übrigens spricht man hochdeutsch dort, wo Deutschland hoch ist (im Süden). Das Gegenteil von hochdeutsch ist niederdeutsch ;)

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Karl S. Walter

Wohl wahr, Herr Marvin Parsons!

Wenn ich schreibe »die Treppe hoch« – was sollte das Anderes sein als Hochdeutsch? Niederdeutsch? Da schriebe ich doch »de Trepp runner«, odrr. Dabei lassen wir mal »treppauf/treppab« außen vor. Beachten Sie aber die im Norddeutschen obligate Selbstdehnung zu »selber«.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 30.10.2012 10:05 Uhr

Norddeutsche

halten ihre sprachlichen Marotten für hochdeutsch (vg. "die Treppe hoch" und "außen vor").

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paul brandt
paul brandt (stromtid) - 30.10.2012 05:14 Uhr

die Nichtigkeit der Reeperbahn

Zeit seines Lebens,nun wieder in seinem Erscheinen in der FAZ,hat Herr Raddatz sich in eine Maske gefluechtet. Peinlich ist nicht,dass er sich aller Welt bedient, um Bedeutung zu gewinnen, schlimm ist und ,darf ich sagen,erschuetternd,dass er weiss, und obendrein feiert, was schlechthin nichtig ist.
Wie,so ist zu fragen, ist einem zu helfen,der so verwegen seine geistlosen Gebaerden zu zelebrieren, das Nichts seiner selbst,versucht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 20:16 Uhr
Maria  Berger

Maske ??

Ich flüchte mich in eine Gesichtsmaske, gefällt mir.

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Karl S. Walter

Kommt ein Wanderer des Weges ...

Kommt ein Wanderer des Weges und singt »Auf der Reeperbahn nichts um halb Eins ...«

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Hubert Appenrodt

Fritz Raddatz, immer ein bißchen tipsy - nie langweilig

Und wenn ich der einzige bin, der ihn gern hat – ich liebe Fritz Raddatz zum Beispiel für diese Sätze: „Zunächst ist Walter Jens, der kein Wort Französisch konnte, ein schlechter Zeuge für diesen Vorgang. Er beherrschte ja keine lebende Sprache, knapp Deutsch.“ Über Damien Hirst: „Das ist Masche, nicht Kunst.“ Und zur Gegenwartsmusik: „Stampfmusik (...), dann denke ich: Sind da Bauarbeiten im Gange?“ Trefflich Helmut Schmidt charakterisiert: „Dieser an Geschwätz-Diarrhoe leidende Ersatz-Hindenburg benutzt den Apparat des Bundeskanzleramtes, immerhin steuerbezahlte Leute, als seien sie seine persönlichen Domestiken. (...) Warum nimmt er sich das also heraus? Ist er was Besseres als die anderen? Nein. Er ist ein gescheiterter Politiker und ein Angestellter eines Zeitungsverlages. Nichts anderes.“ Fritz Raddatz, immer ein bißchen tipsy, nie langweilig - ich liebe ihn. Sein Sozialismus-Gehabe von einst: stilvoll vergessen. Raddatz ist einfach großartig! Und er ist keine Seerose!

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Claus F. Dieterle

Seneca!

Herr Raddatz sagte:
"Auch da erschöpft sich für mich Stil nicht in der Frage, welche Hemden jemand trägt, ob mit Manschettenknöpfen oder ohne, wenngleich ich darauf Wert lege."

Das erinnert mich an Seneca (Epistolae Morales):

Goldene Zügel machen ein Pferd nicht besser.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle

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