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Frankreich Justizministerin bringt Tochter zur Welt

03.01.2009 ·  Mit 43 Jahren ist die ledige französische Justizministerin Rachida Dati zum ersten Mal Mutter geworden. Über den Vater des Kindes schweigt sie sich beharrlich aus: „Mein Privatleben ist kompliziert“ antwortete sie bisher nur auf Nachfragen.

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Die französische Justizministerin Rachida Dati ist am Freitag Mutter geworden. Wie aus einer regierungsnahen Quelle verlautete, brachte sie zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein Mädchen in einer Klinik der Pariser Region zur Welt. Die kleine Zohra ist das erste Kind der ledigen 43-Jährigen.

Die Schwangerschaft der temperamentvollen Ministerin hatte bereits vor der Geburt reichlich für Schlagzeilen gesorgt, weil Dati ein Geheimnis um den Vater ihres Kindes macht. „Mein Privatleben ist kompliziert“, kommentierte sie bislang alle Gerüchte. Zu den Männern, denen eine Liaison mit Dati angedichtet wurde, gehören neben Sportminister Bernard Laporte auch der frühere spanische Regierungschef José Maria Aznar. Die Weigerung Datis, den Namen des Vaters preiszugeben, brachte ihr inzwischen den Spitznamen „die unbefleckte Empfängnis“ ein.

Stammt aus großer Familie

Dati stammt aus einer Einwandererfamilie mit zwölf Kindern und hat eine in ihrer Jugend arrangierte Hochzeit anullieren lassen. Mit dem Namen Zohra ehrt Dati ihre aus Algerien stammende Mutter Fatim-Zohra Delhoum, die insgesamt elf Kinder zur Welt brachte. Ein Sprecher Datis bestätigte am Samstag in Paris, dass die Ministerin vom Klinikbett aus weiterarbeite. Die 43-Jährige werde in wenigen Tagen wieder im Ministerium sein.

Als treue Mitarbeiterin von Präsident Nicolas Sarkozy hat Rachida Dati heftig umstrittene Justizreformen auf den Weg gebracht. Sie stand aber wegen ihres mondänen Auftretens und vieler Fotos in der Klatschpresse stark in der Kritik. Dies führte zu Spekulationen über ihre Ablösung nach der Durchsetzung der Reformen. Gerüchten zufolge könnte Dati, die auch Bürgermeisterin des Pariser VII. Bezirks ist, im Sommer zur Europawahl antreten oder zum Ölkonzern Total wechseln.

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