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Veröffentlicht: 26.03.2013, 14:31 Uhr

Fotokunst More Than Likely

Was steckt in einem Namen? Und wer? Der Künstler Jon Adrie Hoekstra antwortet mit sprechenden Bildern aus drei Städten. Mehr als wahrscheinlich, dass dabei Unwahrscheinliches wahr wird.

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© Jon Adrie Hoekstra Fotoserie: More Than Likely

Was für eine Idee! Jon Adrie Hoekstra wollte drei Personen zusammenbringen, deren Nachnamen den stehenden Ausdruck „More Than Likely“ ergeben. Im Frühjahr 2011 kontaktierte er dafür im Großraum New York mehr als 110 Personen mit den Namen More, Than oder Likely. Und wirklich: Am 21. Mai 2011 nahm der Künstler sein Gruppenporträt von Frederick Gerald More, Elizabeth Than und Patrick Likely auf.

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Es war der Beginn eines faszinierenden Gesamtkunstwerks. Denn die semantische Unschärfe von „Mehr als wahrscheinlich“ setzt einen Kontrast zur Präsenz der drei Personen. Zudem, so erklärt es Hoekstra, ist die hohe Wahrscheinlichkeit der Aussage ein Widerspruch zur Unwahrscheinlichkeit, dass sich genau diese drei Personen zufällig begegnen.



Von seinem Erfolg beflügelt, trieb Hoekstra das Projekt auf die nächste Stufe: In Auckland (Neuseeland) standen die Porträtierten für eine andere sprachliche und kulturelle Geschichte. Dann Berlin. Dort ist es für den Künstler genauso spannend: „Das Berliner Telefonbuch lässt sich als breites Wörterbuch zur Arbeit mit deutschen und englischen Ausdrücken lesen.“

Für die Recherche nutzt Hoekstra öffentlich zugängliche Namensverzeichnisse, in New York zum Beispiel das im Jahr 2010 zum letzten Mal flächendeckend herausgegebene Telefonbuch, in Neuseeland das öffentlich einsehbare Wählerverzeichnis. Dieser Künstler gibt dem Zufall eine Chance: Frau Genau sagt ab und wird durch Frau Fast ersetzt; Herrn Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf oder Sechs gibt es in Berlin nicht, Herrn Sieben schon; Frau Schon macht Steppdecken in Handarbeit, die Hoekstra zwei Wochen zuvor fast gekauft hätte; Frau Schön hat mit ihm studiert. More than likely!

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