16.06.2006 · Das amerikanische Magazin Forbes kürt jedes Jahr die „mächtigsten“ Prominenten. Jene Menschen, die am häufigsten abgelichtet werden, am meisten verdienen und dabei auch noch beliebt sein sollen.
Wer ist wirklich wichtig? Wer viel Geld verdient, den größten Einfluß hat oder in den Medien präsent ist? Das Magazin „Forbes“ erstellt jedes Jahr eine Liste der seiner Recherche nach „mächtigsten“ Prominenten, bezieht dabei das Einkommen der Stars, deren Popularität und Präsenz in den Medien ein. Dazu zählen Auftritte im Fernsehen sowie Titelbilder auf den 26 wichtigsten amerikanischen Magazinen sowie Suchergebnisse bei Google.
In diesem Jahr hat Hollywoodstar Tom Cruise den Spitzenplatz der Prominenten-Liste erobert. Der „Mission Impossible“-Darsteller verdiente in den letzten zwölf Monaten 67 Millionen Dollar (rund 53 Millionen Euro). Zudem sorgte er mit seinen Liebesbeteuerungen für Katie Holmes und der Geburt von Töchterchen Suri für einen riesigen Medienrummel.
Platz zwei für die alten Herren der Rolling Stones: Nicht nur ein neues Album und eine Welttournee brachte sie in die Schlagzeilen, auch mißlungene Baumbesteigungen und kräftiger Alkoholzuspruch der Bandmitglieder sorgten für Aufmerksamkeit der Medien.
In Deutschland ist Oprah Winfrey wenig bekannt - im Amerika ist die 52jährige mit ihren Talkshows zu einem Star aufgestiegen, der tägliche Lebenshilfe für Millionen liefert. Eine Zeitschrift, Radiosendungen, Workshops, Kosmetiklinien und vieles mehr runden das Gesamtprodukt Oprah ab. Neuestes Projekt: Das Broadway-Musical „Die Farbe Lila“, das elf Tony-Nominierungen erhielt. Im vergangenen Jahr führte die reichste Afro-Amerikanerin die Forbes-Liste noch an, jetzt rutschte sie mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 225 Millionen Dollar auf Platz drei.
Platz vier für die irische Band U2: Die Musiker führten mit ihrem Album „How to dismantle a atomic bomb“ die Charts an. Den wahren Auftrieb in der Plazierung verschaffte der Band allerdings Sänger Bono, der mit seinem humanitären Engagement für Aids-Projekte und die Entschuldung der Dritten Welt immer wieder im Mittelpunkt stand.
Bester Sportler in der Liste ist der Golfer Tiger Woods. Der 30jährige verdiente mit Turnieren und Werbung 90 Millionen Dollar und damit den fünften Platz auf der Liste. Seit nunmehr fünf Jahren spielt sich der Golf-Profi unter die Top 5.
Mit seinem Film „Krieg der Welten“ nahm Regisseur Steven Spielberg im vergangenen Jahr geschätzte 600 Millionen Euro ein. Platz 6 für den erfolgsgewohnten Film-Mogul.
Ein Radiomoderator, Howard Stern, belegt Platz 7. Der zynische und provozierende Kultsprecher hat 2005 den Arbeitgeber gewechselt und streicht nun astronomische 100 Millionen Dollar pro Jahr ein.
Unter den amerikanischen Rappern landete 50 Cents unter den ersten 10. Der Sänger hat nicht nur erfolgreiche Alben verkauft, er besitzt auch ein weitreichendes Imperium, das Videospiele, Handytöne und sogar ein Mineralwasser namens Formula 50 im Auftrag des ehemaligen Drogendealers vertreibt.
Die Filmfamilie der Sopranos belegt Platz 9. In den Vereinigten Staaten lief gerade die letzte Staffel der Mafia-Truppe mit großem Erfolg.
Nicht nur seine erfolgreichen Bücher waren erfolgreich, auch die Verfilmung des „Da Vinci Code“ ist es. Und die Aufmerksamkeit, die der Plagiatsvorwurf dem Autor Dan Brown einbrachte, hat der Popularität des Mannes auch nicht geschadet.
Der deutsche Formel-Eins-Weltmeister Michael Schumacher brachte es auf Platz 30, um einiges schlechter als der 17. Platz im vorigen Jahr. Super-Model Heidi Klum ist auf Rang 96 zu finden, abgeschlagen hinter Kollegin Gisele Bündchen auf Platz 71.
Als Jüngste schaffte es Michelle Wie mit ihrem Golfschlag unter die Celebrity 100. Werbeverträge brachten ihr schon vor dem 16. Geburtstag 10 Millionen Dollar ein.
Ronaldinho darf sich über seine erste Plazierung freuen. Mit 26 Millionen Dollar landete der Fußballstar auf Platz 53. David Beckham ist ihm auf Platz 43 um einige Punkte überlegen.
Brad Pitt rutschte überraschend von Rang 11 auf Platz 20 ab. Für seine Freundin Angelina Jolie ging es dagegen aufwärts. Fehlte sie im letzten Jahr auf der Liste, so belegt die Jungmutter nun Platz 36. Dagegen hatte Jennifer Aniston, frühere Ehefrau von Pitt, mit 18 Millionen Dollar Einnahmen auf Rang 35 die Nase vorn.