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Veröffentlicht: 20.03.2017, 16:40 Uhr

Bildungschancen Einwandererkinder besuchen seltener eine Krippe

Trotz Kinderkrippen und Ganztagsschulen hängt Erfolg in Deutschland noch immer von der Herkunft ab. Das bemängelt die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

von , Berlin
© dpa Kinder spielen im Oktober 2012 in einer Kinderkrippe in Hannover. Bisher konnten weder Krippen, noch Kitas oder Ganztagsschulen herkunftsbedingte Ungerechtigkeiten ausgleichen.

Weder Kinderkrippen, Kindertagesstätten noch Ganztagsschulen gelingt es in Deutschland bislang, bei Kindern „herkunftsbedingte Benachteiligungen“ auszugleichen. Das ist das Fazit einer statistischen Auswertung, die von der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe (AGJ) am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

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Demnach besuchen mittlerweile ein Drittel aller Kinder im Alter von einem bis drei Jahren eine Kinderkrippe, doch sind Kinder aus Einwanderer-Familien oder aus Elternhäusern mit geringer Bildung dabei unterrepräsentiert. Die Vorsitzende der AGJ, Karin Böllert, sagte, gerade bei den Eltern von Flüchtlingskindern müsse offensiver für den Kita-Besuch ihrer jungen Kinder geworben werden. Die Zahl der Plätze müsse zu diesem Zweck steigen. Im Idealfall solle „allen der 120.000 Flüchtlingskinder unter sechs Jahren ein Kitaplatz angeboten werden“.

Zahl der von Armut bedrohten Kinder ist gesunken

Mit Blick auf die Schulen bemängelte Böllert, die Ganztagsschulen hielten ihre Versprechen nicht. Zwar besuchten mittlerweile 40 Prozent aller Kinder der Klassen 5 bis 10 eine Ganztagsschule, doch gebe es bislang keine Nachweise dafür, dass dies die Schulleistungen dieser Kinder verbessere.

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Insgesamt zeichnet der „Deutsche Kinder und Jugendmonitor“ ein positives Bild. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die von Armut bedroht seien oder deren Eltern keine Arbeit oder keine Ausbildung hätten, liege zwar immer noch bei 28 Prozent (3.7 Millionen Kinder), sei aber immerhin im letzten Jahrzehnt um vier Prozentpunkte gesunken.

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