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Hochzeit am Kaiserhof : Die japanische Prinzessin Mako verlobt sich

Prinzessin Mako will heiraten (Archivaufnahme von 2011). Bild: AP

Die 25 Jahre alte Prinzessin will ihren Studienfreund heiraten. Die Kaiserfamilie verlässt sie damit. Bisher zählen für die Thronfolge nur männliche Nachkommen. Das könnte sich aber ändern.

          Im japanischen Kaiserhaus bahnt sich eine Hochzeit an. Nach japanischen Medienberichten wird sich Prinzessin Mako in Kürze mit einem Studienfreund verloben. Die 25 Jahre alte Prinzessin ist die älteste Tochter von Prinz Akishino, dem zweiten Sohn von Kaiser Akihito. Die Hochzeit soll laut dem Bericht im nächsten Jahr stattfinden. Prinzessin Mako wird mit der Hochzeit die kaiserliche Familie verlassen. In der Thronfolge in Japan zählen nur männliche Nachkommen.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die Nachricht kommt zu einer Zeit, in der sich die Aufmerksamkeit in Japan auf die Nachfolge im Kaiserhaus richtet. Männliche Nachkommen in der Linie gibt es nicht viele. Das Parlament soll bald ein Gesetz beschließen, das dem 83 Jahre alten Akihito den Rücktritt erlaubt. Wahrscheinlich Ende 2018 würde dann sein Erstgeborener, Kronprinz Naruhito, den Chrysanthementhron besteigen. In der Thronfolge folgen sein Bruder, Prinz Akishino, und dessen Sohn, der zehn Jahre alte Hisahito.

          Zur Debatte steht deshalb die Idee, dass auch Prinzessinnen den Thron besteigen oder nach ihrer Hochzeit zumindest Teil der kaiserlichen Familie bleiben können, um mehr mögliche männliche Thronfolger zu erhalten. Ministerpräsident Shinzo Abe und Teile der konservativen Liberaldemokraten stehen diesen Ideen aber skeptisch gegenüber.

          Prinzessin Mako hat in Tokio und im Vereinigten Königreich studiert. Sie forscht derzeit am Museum der Universität Tokio. Ihren künftigen Bräutigam, Kei Komuro aus Yokohama, lernte sie während der Studienzeit kennen. Mako nimmt für das Kaiserhaus repräsentative Aufgaben wahr. Sie ist unter anderem Ehrenvorsitzende der Japanischen Tennisvereinigung. Ende Mai wird sie offiziell nach Bhutan reisen.

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