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Darrell Winfield : Der Marlboro-Mann ist tot

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Männlich, individuell, freiheitsliebend: So soll der typische Marlboro-Raucher sein Bild: Picture-Alliance

Ein Leben für die Zigarette: Der einzige Marlboro-Mann, der kein Schauspieler, sondern echter Cowboy war, ist tot. Darrell Winfield starb am Montag im Alter von 85 Jahren.

          Darrell Winfield, besser bekannt als der Marlboro-Mann, ist am Montag im Alter von 85 Jahren gestorben. Das berichtet der amerikanische Nachrichtensender CNN auf seiner Website. Winfield fungierte ab Ende der 1960er Jahre als Werbefigur in Fernsehspots, Zeitungsanzeigen und auf Plakaten für die amerikanische Zigarettenmarke. Der Mann aus Wyoming gilt als der einzig wahre Marlboro-Mann, weil er, anders als die übrigen Protagonisten der Werbekampagne, kein Schauspieler, sondern richtiger Cowboy war.

          Die Werbung rund um den grimmigen und gut aussehenden Marlboro-Cowboy, die in den 50er Jahren gestartet wurde, gilt als eine der erfolgreichsten Kampagnen für eine Zigarettenmarke, weil sie rauchende Männer als besonders maskulin, individuell und freiheitsliebend darstellte.

          Nach Angaben der Los Angeles Times sollen mindestens vier der Darsteller des Marlboro-Mannes an den Folgen des Rauchens gestorben sein. Die Werbekampagne mit dem Cowboy endete 1998, als sich amerikanische Rechtsanwälte und die Zigarettenindustrie darauf einigten, keine Menschen oder Cartoons mehr für die Werbung von Tabakprodukten zu nutzen.

          In den Fotoshootings für Marlboro soll Darrell Winfield häufig seine eigene Kleidung getragen und auch mehrere Tiere organisiert haben. In einem Nachruf auf ihn heißt es, er hätte Pferde, Rodeoreiten und „die Lebensart eines Cowboy“ geliebt. Winfield wäre zudem ein Fan von Western, Indianern und amerikanischer Geschichte gewesen. Er hinterlässt seine Ehefrau, sechs Kinder, drei Enkel sowie einen Urenkel.

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