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Veröffentlicht: 26.09.2012, 17:40 Uhr

Carlo Schmid 22 Jahre alter Weltumflieger ist fast am Ziel

Zentimeterdick vereiste Tragflächen über Alaska und in Saudi-Arabien die Wüste von oben: Der 22 Jahre alte Schweizer Carlo Schmid hat die Welt fast ganz umflogen. Jetzt landete er in Hamburg.

© dpa Fast am Ziel: Der 22 Jahre alte Carlo Schmid am Hamburger Flughafen vor seiner Cessna 210.

Ein 22 Jahre alter Schweizer, der als jüngster Weltumflieger ins Guinness-Buch der Rekorde möchte, ist kurz vor seinem Ziel in Hamburg zwischengelandet. Am Mittwoch brachte Carlo Schmid seine Cessna 210 auf dem Flughafen Fuhlsbüttel sicher zu Boden. Es war die letzte Station vor seiner Rückkehr in die Schweiz.

Bevor er sich den Fragen der vielen Journalisten stellen konnte, musste er auf dem Rollfeld noch einige Minuten warten. Eine Linienmaschine aus seiner Schweizer Heimat hatte Vorfahrt. Als der große Airbus an Schmids Cessna vorbeifuhr, wurde deutlich, wie klein die sechssitzige Cessna eigentlich ist. Mit dem Gerät hat der 22 Jahre alte Schmid 40 000 Kilometer zurückgelegt und 21 Länder bereist.

Mit seiner Aktion will der junge Pilot Spenden für das Kinderhilfswerk Unicef sammeln. Einen Spendenzwischenstand konnte Carlo Schmid nicht nennen. Gestartet hatte er seine 80 Tage andauernde Reise um die Welt am 11. Juli. Den Rekord als jüngster Weltumflieger hält bisher der Amerikaner Irving Barrington, der dies mit 23 Jahren geschafft hat. Der Hamburger Flughafen-Chef Claus Wehr übergab Schmid einen Scheck über 500 Euro.

22-jähriger Weltumflieger macht in Hamburg Zwischenstopp © dpa Vergrößern Ankunft in Hamburg: Am Flughafen wurde der junge Pilot mit einer Wasserfontäne begrüßt.

Auf dem letzten Flughafen vor seinem Ziel in der Schweiz spendierten zwei Feuerwehrautos eine Wasserfontäne. So angenehm war es aber nicht immer während der Reise. „In Asien hatte ich mehrfach starke Turbulenzen“, sagte Schmid. In Russland sei er kurz gestrandet, weil er auf eine Überfluggenehmigung warten musste. „Als ich über Alaska geflogen bin, waren die Flügel meiner Cessna mit einer drei Zentimeter dicken Eisschicht überzogen.“ Dafür sei er mit einzigartigen Bildern entlohnt worden. „Ein Highlight war für mich die Wüste in Saudi-Arabien.“

Die Reise sei sieben Jahre lang geplant worden und habe nur mit Hilfe seines Teams realisiert werden können. Der gelernte Bankkaufmann habe jeden Franken in die Fliegerei gesteckt. Am Samstag soll er der Tour mit der Landung in der Schweiz abschließen.

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