http://www.faz.net/-gum-750ax

Buckingham Palast : Turban statt Bärenfellmütze

  • Aktualisiert am

Der 25 Jahre alte Jatenderpal Singh Bhullar vor dem königlichen Palast Bild: dapd

Erstmals in der 180-jährigen Geschichte der Leibwache vor dem Buckingham Palast darf ein praktizierender Sikh dort Wache schieben - mit Turban statt Bärenfellmütze. Als Zeichen seines Glaubens trägt der 25 Jahre Soldat außerdem einen Vollbart.

          In der Leibwache von Königin Elisabeth II. vor dem Buckingham Palast tut erstmals in der 180-jährigen Geschichte der Garde ein bekennender Sikh Dienst - mit Turban statt Bärenfellmütze. „Den Dienst für die Allgemeinheit zu erfüllen und gleichzeitig ein praktizierender Sikh zu sein, ist eine große Ehre für mich“, sagte der 25 Jahre alte Jatenderpal Singh Bhullar. Er trägt als weiteres Zeichen seines Glaubens auch einen Vollbart.

          Bhullar ist nicht der einzige Sikh in der britischen Armee und auch nicht in der königlichen Household Division, die zeremonielle Dienste vor dem Buckingham Palast erfüllt. Bisher hatten jedoch alle den Turban mit der Bärenfellmütze getauscht. Der Militärgeistliche der Sikh begrüßte den Schritt. „Sikhs haben Großbritannien im Ersten und im Zweiten Weltkrieg mit dem Turban auf dem Kopf gedient, mit dem Bekenntnis zur Rechtschaffenheit und zum Dienst für andere und sie haben ihre Identität bis zum letzten Atemzug gelebt“, sagte Mandeep Kaur.

          Weitere Themen

          Get Your Kicks

          FAZ Plus Artikel: Route 66 : Get Your Kicks

          Viele Reisende begreifen die erste Hälfte der Route 66 als notwendiges Übel auf dem Weg in die überwältigende Weite des amerikanischen Westens. Zu Unrecht.

          Topmeldungen

          Am Donnerstag empfängt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den französischen Präsidenten Macron in Berlin.

          Macron in Berlin : Kommt Merkels „Jumbo-Rat“?

          Die EU-Reformpläne des französischen Präsidenten Macron stehen bei seinem Besuch in Berlin ganz oben auf der Tagesordnung. Ein Vorhaben der Kanzlerin sorgt hingegen in Brüssel für Gesprächsstoff.
          Droht VW eine Sammelklagen-Welle aus Österreich?

          VW-Dieselskandal : Österreich macht ernst

          Amerika hat’s vorgemacht, Österreich zieht nun nach: In der Affäre um manipulierte Diesel-Abgaswerte hat der Alpenstaat eine Sammelklagen-Aktion gegen VW gestartet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.